Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Phoenix Wright - Ace Attorney

Info

OT:
Gyakuten Saiban

AT:
Ace Attorney

Jahr:
J 2012
R: Takashi Miike
B: Takaharu Sakurai, Suchiko Ôguchi
K: Masakazu Oka
M: Kôji Endô
D: Hiroki Narimiya, Takumi Saitô, Mirei Kiritani, Ryo Ishibashi

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Phoenix Wright (Hiroki Narimiya) ist ein junger Anwalt, der gerade seinen ersten Fall gewonnen hat. Seine Chefin Mia Fei (Rei Dan) ist aber bereits an der nächsten Sache dran: ein wohl richtig dickes Ding, mit dem sich Phoenix weitere Meriten verdienen kann.
Doch dazu kommt es erstmal nicht: Ein Unbekannter zieht Mia eine schwere Latüchte über die Rübe, und das war's. In dringendem Tatverdacht steht Mias kleine Schwester Maya (Mirei Kiritani), deren Verteidigung Phoenix übernimmt. Und auch diesen Fall gewinnt er mit Bravour, ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Schulkumpel, den aufstrebenden und überaus ehrgeizigen Staatsanwalt Miles Edgeworth (Takumi Saitô).
Aber Edgeworth hat nicht groß Zeit, vor Wut einzunässen. Denn flugs ist er selber mitten drin im nächsten Mordfall, diesmal allerdings als Hauptverdächtiger. Da sich Edgeworth in der Anwaltszunft nicht gerade beliebt gemacht hat, findet er keinen Verteidiger. So erklärt sich der unerfahrene Phoenix gegen Miles' Willen bereit, den Kumpel von einst gegen Miles' Mentor, den Superstaatsanwalt Manfred v. Karma (Ryo Kiribashi) zu verteidigen. Und Karma hat in den letzten 40 Jahren keinen Prozess verloren.
Die Recherchen von Phoenix führen zurück zu einem 15 Jahre alten Mord, der niemals richtig aufgeklärt wurde. Damals war Miles' Vater das Opfer; der Hauptverdächtige (Fumiyo Kohinata) kam wegen Unzurechnungsfähigkeit frei. An genau diesem Fall hatte offensichtlich auch Mia wieder gearbeitet. Sie war anscheinend einen entscheidenden Schritt weitergekommen, um die Geschichte wieder aufzurollen. Phoenix hat nicht viel Zeit, um in das verzwickte Puzzle einzusteigen und die Teile zusammenzusetzen.

Die Kritik des Gunslingers:

Ich muss zugeben, dass ich mit dem diesem Streifen zugrunde liegenden Videospiel nicht vertraut bin. Doch hat Takashi Miike offensichtlich viele typische Spiel-Elemente in seinen Film integriert. Besonders sichtbar wird das beispielsweise im Ablauf der Prozesse. Aufgrund der astronomisch gestiegenen Kriminalitätsraten ist die maximale Prozessdauer auf drei Tage festgelegt, an deren Ende ein Urteil stehen muss. Die Strafprozesse laufen rundenbasiert ab, in denen sich Staatsanwalt und Verteidiger zum Beispiel wechselseitig die Beweise an den Kopf werfen. Das ist durchaus wörtlich gemeint, denn mit Fingerschnippen öffnen sich im Gerichtssaal Hologramme von Fotos, Dokumenten, Obduktionsberichten und dergleichen mehr. Diese Holos feuern sich die Kontrahenten mit Wischbewegungen um die Ohren. Auf den, der den entscheidenden Treffer landet, sprich Beweis lanciert, regnet Konfetti herab.
Der Streifen ist aber nicht nur eine skurrile Juxerei, sondern eine gelungene, augenzwinkernde Mischung aus Gerichtsthriller, Geisterfilm und schlichtweg überdrehtem japanischem Kino. Die Studiokulissen und die Ausstattung sind klasse: Sie generieren eine Atmo, die in Richtung von Filmen wie „Brazil“ geht. Schon allein dieser seltsame Mix aus Retro-Technik und Science Fiction ist toll. Dazu gibt’s immer wieder sehr feine Scherze, denen das Buch teilweise sogar eigene kleine Nebenplots einräumt, die in die Haupthandlung eingewebt werden. Man denke nur an den „Stählernen Samurai“: eine Mangafigur, die Phoenix' Freund, der durchgeknallte Erfinder Larry Butts, vor seinem Laden als riesigen Ballon hängen hat als Werbeaktion für irgendwelche Kekse. Und eben dieser Riesenheini macht sich nach einer Helium-Überdosis selbstständig und sorgt durch eine Verkettung von Zufällen als „Kürbi“, das Monster vom Kürbissee für zusätzliche Aufregung und Verwirrung.
Takashi Miike hat hier eine pickepackevolle Wundertüte geschnürt, die jedem Spaß machen wird, der willens und noch in der Lage ist, sich einzulassen. Einziges Manko: Mit über zwei Stunden Laufzeit ist die Sause für meinen Geschmack ein wenig zu lang geraten.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien