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Roboter der Sterne

Info

OT: 
Tie Chao Ren

AT:
Sûpâ Robot Maha Baron (J)
The Iron Man

Jahr:
HK/J 1974
R: Kwok Ting-Hang, Koichi Takano (TV-Serie)
B, K, M: unbekannt
D: Stephen Yip, Peter Leung, Jamie Luk Kim-Ming, Maggie Lee

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Anstatt wie geplant straight die Erde zu unterjochen, dödelt eine Bande Außerirdischer unter Führung des „Erhabenen Koordinators“ über mehrere Jahrzehnte etwas ziellos herum: Man lässt mit Hilfe von Kampfrobotern Schiffe und Flugzeuge im Bermuda-Dreieck verschwinden und schürft nebenbei in einem geheimen Bergwerk nach Titanium. Richtig bearbeitet lässt sich daraus die ultimative Roboter-Legierung fertigen, doch dazu ist man zu doof, also braucht man irdisches Know how.
Dieses findet man im etwas fischlippigen „Professor“ (Peter Leung), Chef einer *lach* Spezialeinheit, die eben diese außerirdischen Umtriebe unterbinden soll. Dafür tragen die vier Mitglieder besagter Spezialtruppe nicht nur schnaffte grün-orange-farbene Uniformen mit coolem Hosenschlag. Der Professor hat dazu eine Super-Kampfmaschine entwickelt. Der „Magische Ballermann“ ist eine Art Roboter-Koloss, den ausschließlich Kamerad Kai (Stephen Yip) steuern kann und der den Alien-Robotern eins ums andere Mal den Metallarsch versohlt. Das oben bereits erwähnte Titanium wird also bitter benötigt, so lässt der „Erhabene Koordinator“ nix unversucht, um Fischlippe in die Hände und Kai untern Torf zu bekommen.

Zitate

Angriff bei X minus zehn.“ (Typisches Alien-Sprech (wink))

Professor: „Macht sie fettich!“ (Besser kann man’s in Dortmund auch nicht sagen *lach)

Lucky (Paul Chun): „Nicht übel, Lie! Verlöt‘ ihm den Auspuff!“

Kai: „Du gehst sofort ins Bett. Wir können hier keine Krüppel brauchen.“ (Raue Umgangsformen in der Spezialeinheit)

Inspektor (Godfrey Ho): „Hier wackelt die Heide gleich bis nach Lüneburg.“

Scherge: „Wir brauchen mehr Geiseln, dann können wir sie stärker erpressen.“

Kai: „Ja, bin ich hier die alte Frau mit dem feuchten Lappen, oder was?“

Professor: „Sobald er uns angreift, können wir zurückschlagen, dass ihm die Nieten aus den Hosen fallen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Damals, in den frühen 1990ern, war es mir vergönnt diesen Streifen das erste Mal in einer Art Kinoauswertung zu verköstigen – Filmclub Buio Omega sei Dank (wink). Daher war ich bei Zweitsichtung gewappnet, zumal der Film spätestens in den vergangenen Jahren sowas wie einen gewissen Kultstatus unter Trashfreunden erreicht hat. Entsprechend ist er ja inzwischen auch gut auf Konserve erhältlich.
„Roboter der Sterne“ wurde um etliche Roboter-Kampfszenen aus der japanischen TV-Serie „Sûpâ Robot Maha Baron“ gebaut, ergänzt um eine Rahmenhandlung mit Darstellern aus Hongkong. Schaut man sich das Intro der Original-Serie an, erinnert’s auch von der Musike her stark an „S.R.I.“. Es geht um eine wissenschaftliche Spezialeinheit, die Schurken vom Mars das Handwerk legen muss, welche die Erde zu Testzwecken vernichten wollen. Dabei zum Einsatz kommt unser „Magischer Ballermann“, in der Serie allerdings etwas martialischer als „Roter Baron“ bezeichnet (wink).
Die neu gestrickte Rahmenhandlung ist nicht der Rede wert, wie aus obiger Inhaltsangabe mühelos zu entnehmen ist. Sie fügt lediglich etwas Kitt zwischen die einzelnen Kampfszenen. Der Streifen ist zelluloidgewordene Psychotronik: hanebüchene „Tricks“, grelle Sets, irre Soundeffekte und optische Sperenzien sowie jede Menge kruder Einfälle, für die es keine Grenzen zu geben schien, außer dem Pillenvorrat am Set. Gut, die seltsamen Schergen in Football-Montur gab’s auch schon in der Serie. Schlichtweg großartig sind aber Gimmicks wie das am Ballon hängende, fliegende Polizeimotorrad, ein Metronom als ultimatives Foltergerät oder die je nach Stimmung wechselnden Frisenfarben des „Erhabenen Koordinators“. Untermalt ist dies mit einem schmissigen Seventies-Score aus Gebläse, Orgel und Wah-Wah-Gitarren.
Der Streifen ist eine Mischung aus japanischem Kaiju-Film – auch in „Godzilla“ kloppten ja Schauspieler in Monsterkostümen aufeinander ein – und „Raumschiff Orion“ auf Droge. Garniert wird die Sause durch eine kalauernde deutsche Synchro, die den in der Raste „Trash“ steckenden Hebel auch noch abbricht. Wenn ihr versteht, was ich meine (wink). Zwar ermüdet der Film trotz der eher kurzen Laufzeit durch seine Wiederholungen. Auf der anderen Seite bleibt der geneigte Zuseher und Trash-Afficionado immer neugierig, was das randvolle Scheiße-Füllhorn noch bereit zu halten im Stande ist.

Rating: $ (Trash: $$$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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