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Satansweiber von Tittfield, Die

Info

OT: 
Faster, Pussycat! Kill! Kill!

Jahr: USA 1965
R:
Russ Meyer
B:
Jack Moran
K:
Walter Schenk
M:
Igo Kantor, Paul Sawtell, Bert Shefter
D:
Tura Satana, Haji, Lori Williams, Susan Bernard

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Die drei Go-Go-Tänzerinnen Varla (Tura Satana), Rosie (Haji) und Billie (Lori Williams) haben einen anderen Sinn von Spaß, als geifernden Typen Ärsche und Brüste entgegenzurecken.
Also schwingen sich die Schönen in ihre Sportwagen, und raus geht’s an den Busen der Natur, um ein bisschen weibliches Macho-Gehabe zu pflegen: Autorennen und kleine Prügeleien untereinander eingeschlossen. Richtig Stimmung kommt erst auf, als das Normalo-Pärchen Tommy (Ray Barlow) und Linda (Susan Bernard) ihren Weg kreuzt. Der cleane Tommy geht Varla gehörig auf die Nüsse, zumal er auch noch einen heißeren Reifen fährt als sie. Als er das Maul zu sehr aufreißt, bricht ihm die taffe, kampfsportgestählte Tänzerin kurzerhand das Genick.
Die Mädels sacken Linda ein, die sie mit Pillen ruhig stellen und geben wieder Gummi. An einer Tanke erfahren sie von einem nicht unbeträchtlichen Vermögen, das ein in der Nähe residierender Rancher auf seinem Land verbuddelt haben soll. Da die Ladies blank sind, beschließen sie, der Ranch einen Besuch abzustatten. Der Farmer (Stuart Lancaster) entpuppt sich als an den Rollstuhl gefesselter Lüstling mit Hass auf einen bestimmten Typ Frau. Ihm zur Seite stehen seine Söhne „Vegetable“ (Dennis Busch), Typ muskelbepackter Riese, dessen Hirn auf Sparflamme läuft, und Kirk (Paul Trinka), offensichtlich der einzige „Normale“ in der Sippschaft. Nachdem die Frauen mit einer dreisten Lügengeschichte die Anwesenheit ihrer renitenten Geisel erklärt haben, versuchen sie, den „braven“ Bauersleuten mit allen Mitteln den Zaster aus der Nase zu leiern.

Zitate:

Linda: „Would you like a softdrink?“ – Rosie: “Honey, we don’t like anything soft. Everything has to be hard.”

“I never try anything. I just do it.” (Varla)

„Right now you’re first on my list … and I always start on top.“ (Varla wickelt Kirk um den ... äh … Finger)

Die Kritik des Gunslingers:

Ich liebe diesen Film, Freunde, schon allein wegen seines deutschen Titels: ein Klassiker des Exploitation-Kinos. Dabei haben es mir nicht nur die fast schon grotesk dimensionierten Hauptdarstellerinnen angetan. Russ Meyer verfolgt hier eine zwar dünne, aber doch durchgehende Handlung und verzichtet auf das für ihn eher typische episodenhafte Aneinanderreihen von (Fick)Szenen. Die pure und nackte Darstellung sexueller Handlungen spielt hier keine Rolle. Es geht hier vielmehr um Action, Gewalt und das Kick-Verschaffen. Sex ist das schwarze Leder-Outfit der zigarilloschmauchenden Varla, die unterschwellige lesbische Beziehung zwischen Varla und Rosie oder auch die Wasserspielchen von Billie. Der männliche Betrachter findet sich so rasch auf dem gleichen Level wieder wie die den Frauen hoffnungslos unterlegenen männlichen Charaktere des Russ-Meyer-Universums: lüstern bis zur Grenzdebilität. Ein feministischer Film? No, compadres, denn letztlich entspringen auch diese dominanten, anscheinend selbstbestimmten Perlen wieder einer männlichen Fantasie. Großartig sind Kameraführung und Musik. Letztere ein packender Blend aus 6Ts-Punk, Instro-Beat, Mach-dich-nackich-Saxophon-Jazz und B-Movie-Krawallattacken.
Den Titelsong spielten The Bostweeds ein, bestehend aus den zwei Filmmusik-Schreibern Sawtell und Shefter sowie einigen Studiomuckern. Angeblich ausschließlich für den Film zusammengecastet, hatte die Band aber schon vorher eine Single veröffentlicht. Wie auch immer: Der Song ist heute fast ein Klassiker der US-Garagenmusik und wurde später unter anderem durch die Cramps gecovert.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

0/10

 

 

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