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Schwarzer Nerz auf zarter Haut

Info

OT: 
Schwarzer Nerz auf zarter Haut

AT:
Mord an Bord

Jahr:
D 1969
R, B: Erwin C. Dietrich („Michael Thomas“, „Manfred Gregor“)
K: Peter Baumgartner
M: Walter Baumgartner
D: Erwin Strahl, Franca Polesello, Herbert Fux, Tamara Baroni

Quelle: DVD (Pidax/Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Professor Sierich hat einen revolutionären Raketenantrieb entdeckt. Nun sollen die Pläne in die USA verbracht werden, bevor sie feindlichen Mächten in die Griffel fallen. Das ist genau der richtige Job für Heergarten (Erwin Strahl), Womanizer und netter junger Mann fürs Grobe auf der Payroll des BND. Heergarten wälzt also seinen Hintern von der hübschen Lisa (Tamara Baroni) runter und schifft sich mit den Plänen in Genua auf einem italienischen Passagierdampfer ein.
Ihm zur Seite gestellt ist Sybilla (Franca Polesello), eine „Vollblut-Blondine“, die unser Mann aber erst an Bord kennenlernt. Doch selbstredend sind auch allerhand weitere Parteien im Spiel, wie beispielsweise der Schiffsarzt Doktor Dahl (Herbert Fux), auch harten Erfrischungen nicht abgeneigt, und besagte Lisa. Dazu allerhand Namenlose, die Kommoden durchwühlen oder Giftschlangen aussetzen.

Zitate

Kirt (Claus Tinney): „Prost! Auf Ihre Jungfernfahrt.“ (Zur *lach* noch jungfräulichen Reisebegleitung)

Doc Dahl: „Dann wollen wir Sie mal abhorchen.“ (Zu eben jener (siehe oben))

Dahl: „Hier Flipper. Lachmöwe, bitte kommen.“ (So redet man halt unter echten Agenten)

Die Kritik des Gunslingers:

Oh, meiner Treu: Was sollte das denn geben? Direkt nach „Champagner für Zimmer 17“ nahm Erwin C. Dietrich wieder auf dem noch warmen Regieschemel Platz und widmete sich einmal mehr einem Konsalikschen Zeitschriftenroman. Na gut, vielleicht war der rührige Regisseur zwischenzeitlich mal austreten.
Die Pinkelpause nutzte die Requisite jedenfalls, um zumindest die Sets aus „Champagner …“ ein wenig umzuschrauben, ohne deren Wiedererkennungswert aber deutlich zu mindern. So ist beispielsweise die etwas scheddrige Bordbar unschwer als der in *hust* San Remo verortete Bumsschuppen aus dem Vorgängerstreifen zu identifizieren. Das Footage-Material aus München wurde ebenfalls wiederverwurstet, ergänzt um Entsprechendes aus New York. Die Hauptrollen sind folgerichtig mit vertrauten Gesichtern besetzt – Tamara Baroni und Herbert Fux –, während sich der Österreicher Erwin Strahl und die Italienerin Franca Polesello neu an Bord gemeldet haben. Alte Bekannte sind weiters Martina Domingo, wieder mit Schleiertanz, und Elio Crovetto, der diesmal den Kapitän gibt.
Ein großes und budgetschonendes Buddytreffen also, bei dem leider nicht Tod und Sexus mitfahren, sondern das große Gähnen. Denn es passiert über die gesamte Laufzeit des Streifens: nichts. Man schleicht umeinander, besucht einschlägige Tanzvergnügen in der ärmlichen Bordkaschemme, zieht sich an, zieht sich aus, knattert miteinander oder eben nicht, findet ab und an mal einen Toten in der Bilge. Unterbrochen wird dies regelmäßig durch die gleichen Sonnenunter- oder –aufgänge oder Dialogszenen, die zumeist entweder am immer gleichen Reling-Kulissenstück oder in der „Praxis“ von Doc Herbert stattfinden.
Überhaupt der Herbert: Der liefert eine unglaublich schmierige und damit absolut sachgerechte Performance ab, die zu den eindeutigen Lichtblicken eines Streifens gehört, der ansonsten im Niemandsland zwischen Erotik- und Agenten-Trash totalen Schiffbruch erleidet. Nicht schlecht aber auch Claus Tinney: Dessen Herzensbrecher Kirt hat zwar nix mit der Handlung zu tun, darf aber ein paar Passagierinnen flachlegen und etliche schleimige Anzüglichkeiten vom Stapel lassen. Passabel ist der Score von Dietrichs Stammkomponist Walter Baumgartner geraten, der viel Ge-Orgel auf die Ohren gibt. Den Titeltrack schrieb übrigens Les Baxter, der in den 60ern und 70ern eine Menge Filmsoundtracks verantwortete. Beispielhaft seien hier genannt „Das Pendel des Todes“, „Der Todesschrei der Hexen“ und „Frösche – Killer aus dem Sumpf“. Gesanglich betätigt hat sich wie bereits in „Champagner …“ Othella Dallas.

Rating: $ (Trash: $$)

Splatter:

1/10

 

 

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