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Todesduell der Tigerkralle, Das

Info

OT: 
Shan Shao Ye De Jian

AT:
Death Duel
Sam Siu Yeh Dik Kim

Jahr: HK 1977
R, B: Chu Yuan
K: Huang Chieh
D: Derek Yee, Candice Yu, Chen Ping, Ling Yun

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Er ist der Schnellste, der Tödlichste, kurz, der Beste: Der „Dritte Meister“ (Derek Yee), auch bekannt als „Das Göttliche Schwert“. Zu Hunderten schickt er seine Herausforderer unter die Radieschen, die sich mit seinem Tod einen Namen machen wollen. Doch irgendwann ist Schluss: Der Meister ist des Tötens überdrüssig, sagt dem Schwert ade und täuscht seinen Tod vor, um endlich Ruhe zu finden.
Als mittelloser Tagelöhner Ah Chi zieht er fortan durch die Lande, angewiesen auf die Mildtätigkeit seiner Mitmenschen. Unterschlupf findet er bei dem Knecht Miao Tzu (Ku Feng). Der fristet zusammen mit Mutter (Eu-Yang Sha-Fei) und Schwester, der Nutte Hsiao Li (Candice Yu), mit der Ah Chi bald ein dezentes Kröschen verbindet, ein kärgliches Dasein. Doch als er gezwungen ist, seine Wohltäter gegen die rabiate „Vereinigung des Weißen Tigers“ zu verteidigen, die die Gegend unterdrückt, ist sein Inkognito aufgeflogen.
Nicht nur die gedemütigten Tiger sinnen auf Rache. Auch Ah Chis Erzfeindin, die ruhm- und machtgierige Sho Ti (Chen Ping), Chefin der einflussreichen Mu Yung-Familie, setzt alles dran, um „Das Göttliche Schwert“ final einzudampfen. Dazu kommt der gefürchtete Kämpfer Yeng Shi San (Ling Yun): Er kann nicht eher ruhen, bis die Frage nach der Nummer Eins geklärt ist und lässt sich von Sho Ti instrumentalisieren.

Zitate

Ah Chi: „Armes Weib. Du kannst dich wieder anziehen. Dein Körper ist wie deine Seele. Ich habe Mitleid mit dir, darum lasse ich dich leben.“ (Sho Ti versucht, wenig erfolgreich ihre körperlichen Reize einzusetzen, um eine Allianz mit Ah Chi zu erreichen)

Die Kritik des Gunslingers:

Klassischer Wuxia-Streifen aus dem Hause Shaw, der einmal mehr auf einer Geschichte des Schriftstellers Gu Long fußt. Was den Film besonders macht, ist, dass er sich den Vorlieben des typischen Martial-Arts-Freundes weitgehend verweigert. Anstelle der Waffen sprechen hier nämlich vor allem die Protagonisten.
Das Setting erinnert einmal mehr an einen Western: Ein Meister an der Waffe muss seine herausragende Stellung, seinen Ruf immer wieder gegen die aufstrebende Konkurrenz und zuletzt einen mächtigen Herausforderer verteidigen. Auf der anderen Seite sind die vielen Namenlosen getrieben, das Alpha-Männchen vom Thron zu stoßen, um selbst dessen Stellung einzunehmen. Ein ewiger Kreislauf. Hier steigt der Streifen ein in philosophische Betrachtungen über die komplette Sinnlosigkeit des Strebens nach Macht und Ruhm. Sowohl Ah Chi, als auch sein Lebensretter, Bruder im Geiste und letztlich sein mächtigster Herausforderer Yeng Shi San sind sich dessen bewusst. Doch beide schaffen sie es nicht, das Gesetz außer Kraft zu setzen, was dem Streifen eine gewisse Tragik verleiht. Das unterstützen die symbolischen Bilder, als etwa im finalen Schlussduell beide Klingen synchron zerbrechen, doch die Duellanten nach kurzem Zögern zu neuen Waffen greifen.
Keine Angst, es gibt etliche gut inszenierte Gefechte, vor allem mit dem Schwert, und einmal kommt auch eine Art kreisrundes Sägeblatt zum Einsatz ;-). Trotz seiner Dialoglastigkeit wartet der Streifen dazu mit einigen recht blutigen Szenen auf, unter anderem einer ziemlich drastischen Operationssequenz.
Atmosphärisch und von der Kameraarbeit gibt’s, wie bei Shaw eigentlich Standard, nichts zu meckern. Satte Farben, sorgfältig ausgestattete und toll fotografierte Sets machen optisch einiges her. Ganz klasse gelungen sind beispielsweise der Herbstwald, in dem man sich zum Kämpfen und Sterben trifft, und der neblige „See des tödlichen Schweigens“. Über letzteren setzt ein Fährmann (Shum Lo) die Herausforderer des „Dritten Meisters“ über. Schönes Symbol für den Styx, denn die Jungs haben selbstredend alle Einmalticket gebucht.
Obwohl der Film zwischenzeitlich seinen Zug etwas verliert, gibt’s hier eine Höchstnote.

Rating: $$$$$-

Liebe:

5/10

 

 

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