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Todespagode des gelben Tigers, Die

Info

OT: 
Bao Biao

AT:
The Bodyguard
Have Sword, will travel

Jahr:
HK 1969
R: Chang Cheh
B: I Kuang
K: Kuang Mu To
M: Wang Fu Ling
D: David Chiang, Li Ching, Ti Lung, Ku Feng

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Wie jedes Jahr soll Schwertmeister Yin (Cheng Min) auch diesmal den Transport von 20.000 Silbermünzen aus dem „Unbesiegbaren Dorf“ in die Provinzhauptstadt organisieren und sichern. Doch Yin hat ein Problem: Er hat seine Stärke und auch sein Kung Fu verloren. Damit davon nichts nach außen dringt, hat er heimlich seinen Neffen Siang (Ti Lung) und dessen Gspusi Piao Piao (Li Ching) angeheuert, beide talentierte Schüler von Piaos Tante, einer legendären Schwertkämpferin.
Das Gefüge durcheinander bringt ein mysteriöser Fremder, Lo Yi (David Chiang), der bei Lord Yin um ein Nachtlager anheischig wird. Nicht nur ist der wortkarge Reisende offensichtlich ein überragender Kämpfer: Die hübsche Piao ist dazu überaus angetan von dem schmucken Recken, zumal der ihr kurz darauf auch gegen einen Banditen der Bande der „Fliegenden Tiger“ zur Seite steht. Alles Fakten, die Eifersucht und Misstrauen in Siang hervorkitzeln.
Als der schwer gesicherte Geldtransport trotz aller Liebeswirren doch endlich abgeht, und zwar verstärkt um Lo Yi, der sich gegen Siangs Widerstand der Eskorte anschließt, liegen die „Fliegenden Tiger“ bereits auf der Lauer.

Die Kritik des Gunslingers:

Mit diesem Wuxia-Streifen führte der vielgebuchte Shaw-Regisseur Chang Cheh die späteren Stars Ti Lung und David Chiang das erste Mal auf der Leinwand zusammen. Schon kurze Zeit später begannen die Beiden als „Deadly Duo“ bis Ende der 1970er Shaw-Geschichte zu schreiben. Regisseur dieser Streifen war in der Regel Chang Cheh. Zudem bietet der Film einige weitere, zumindest spätere Superstars des Shaw-Studios auf wie die wirklich außerordentlich gutaussehende Li Ching, bis Anfang der 80er für Shaw aktiv, und der notorische Schurkendarsteller Ku Feng, hier als Anführer der „Fliegenden Tiger“ zu sehen.
Vorliegendes Werk fällt aus dem mir bisher bekannten Shaw-Opus heraus. Zum einen ergänzen hier eine Menge Außenaufnahmen die bekannten Studiokulissen. Und zweitens tritt die Action klar zurück hinter das als Dreieck angelegte Liebesdramolett. Geschmachte und Gefühlswallungen hingegen sind nicht ohne unfreiwillige Komik und bringen die Geschichte letztlich um ihren dramatischen Lohn. Zwar zeichnet auch hier der bewährte I Kuang verantwortlich fürs Skript, doch ist dieses diesmal der eindeutige Schwachpunkt der Ganzen. Neben dem heftigen Süßholzgeraspel gibt’s einige Unklarheiten. Warum beispielsweise die Route des Silbertransports unbedingt direkt am Hauptquartier der Banditen vorbeiführen muss, bleibt schleierhaft (wink).
Doch ansonsten erfreut uns der Streifen mit den bewährten Shaw-Ingredienzien: sorgfältige Ausstattung und entsprechend runde Atmo sowie gut choreographierte Kampfszenen, in denen verschiedene Waffen zum Einsatz kommen. Fast schon psychedelisch geraten ist der verschiedenfarbig unterlegte Vorspann. Eindeutiger Höhepunkt des Geschehens ist der Showdown rund um die Pagode und in ihr hinauf (wink), der etwa das letzte Viertel der Laufzeit in Anspruch nimmt. Neben zahlreichen Zeitlupen gibt’s auch einiges an Härte zu sehen. Für 1969 eher ungewöhnlich, obwohl ich nicht sattelfest bin in den asiatischen Gepflogenheiten *lach. Da geht doch der ein oder andere Liter Filmblut übern Tresen. Alles in allem unterhaltsamer Durchschnitt.

Rating: $$$

Splatter:

4-5/10

 

 

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