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United Trash

Info

OT: 
United Trash

Jahr: D/ZIMB 1995
R: Christoph Schlingensief
B: Christoph Schlingensief, Oskar Roehler
K: Christoph Schlingensief
M: Biner Gullatz, Eckes Malz
D: Udo Kier, Kitten Natividad, Joachim Tomaschewsky, Thomas Chibwe

Quelle: DVD (Filmgalerie 451)

 

Inhalt

Den deutschen UN-General Brenner (Udo Kier) und seine großbrüstige Gattin Martha (Kitten Natividad) verschlägt es nach Afrika. Da Brenner schwul ist, vergnügt sich seine Frau mit „Bischof“ Pierre (Joachim Tomaschewsky), einem ollen Priester, der in Österreich bereits wegen Kindesmissbrauchs aus der Kirche geflogen ist. Dieser Liaison entspringt Peter Panne (Thomas Chibwe), der zu aller Erstaunen schwarz ist. Als der Bodybuilder-Lover (Johnny Pfeiffer) des Generals Peter sexuell zu nahe tritt, schenkt ihm Mama Martha zur Beruhigung eine Murmel. Die wiederum stopft sich der Kleine in die Nase. Als die versuchte Extraktion mittel Stricknadel schief geht, kommt Peter ins Krankenhaus, an dem blöderweise ein oller Nazi-Arzt (Miklos Kön iger) seine Menschenversuche praktiziert. Das Ende vom Lied: Peter ist zwar geheilt, hat nun aber eine große, dampfende Muschi auf dem Kopf.
Nun kommt ein afrikanischer Diktator (Jones Muguse) ins Spiel, dem General Brenner eine deutsche V2-Rakete aus Nazi-Beständen geschenkt hat. Mit dieser will der Potentat den US-amerikanischen Präsidenten killen; doch leider fehlt der richtige Treibstoff. Experimente, bei denen Landsleute verfeuert werden, schlagen fehl. Peters Kopf-Mumu soll daher für den nötigen Schub sorgen.

Die Kritik des Gunslingers:

Tja nun, dieser Streifen verschließt sich – wie nicht anders zu erwarten – komplett allen Sehgewohnheiten. Das gilt sowohl für die „Geschichte“, als auch die technische Umsetzung des Films. Stattdessen brennt Schlingensief ein eher locker zusammenhängendes Feuerwerk merkwürdigster Ideen ab, das er entsprechend bebildert. „Groteske“ ist hier vielleicht die richtige Schublade. Da geht es quer durch den Garten vom Porno, zur Politsatire, bis hin zum kompletten Nonsens und wieder zurück. Um sich gesammelt hat der Meister ein Sammelsurium adäquater Darsteller: Neben der afrikanischen Laienspielschar sehen wir den auch hier superben Udo Kier und eine Monsterbrüste schwenkende, zeternde Kitten Natividad, der schon Russ Meyer eine Bühne gegeben hatte. Letzere ersetzte Barbara Valentin, die sich angesichts der örtlichen Verhältnisse und des bizarren Schlingensief-Panoptikums mit Nervenzusammenbruch aus dem Aufgebot verabschiedete. Große Klasse auch Joachim Tomaschewsky als zahnloser, perverser „Bischof“.
Der Streifen ist angesichts seiner Überdrehtheit und seiner Lautstärke ein eher anstrengendes Unterfangen. Und … seien wir ehrlich: Das Footage-Material auf der 451-DVD ist eigentlich bei weitem interessanter als der eigentliche Film.

Rating: $$ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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