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13

Info

OT: 
13

Jahr: USA 2010
R, B: Géla Babluani
B: Greg Pruss
K: Michael McDonough
M: Alexander Bubenheim
D: Sam Riley, Jason Statham, Ray Winstone, Mickey Rourke

Quelle: TV (Pro 7)

 

Inhalt

Vinnie Ferro (Sam Riley) hat keinen guten Lauf: Er selbst schwiemelt als Elektriker im Haus seines Junkie-Nachbarn William (Michael Berry Jr.) rum und verdient sich so wenigstens ein paar Pennunzen. Sein Vater ist nach einem schweren Unfall im Krankenhaus gelandet, aber nicht krankenversichert. So muss die Familie das Haus beleihen, um die Operationen zu zahlen. Und weitere Eingriffe stehen bevor.
Zufällig hört Vincent bei der Arbeit, wie sein Nachbar von einer Mörderkohle berichtet, die er mit etwas Glück abzuziehen gedenkt. Der Schlüssel dazu ist ein Brief, den William in seinem Schrank bunkert. Als Willie flotti eine Überdosis dahinrafft, nimmt Vincent den Brief an sich. Darin sind ein Bahnticket nach New York und ein Gepäckabholschein. Für diesen wiederum kriegt er bei der Post ein Handy, 500 Scheine für eine Hotelübernachtung und einen Schließfachschlüssel.
Vincent macht sich auf die Reise und erhält am Zielort die Nummer des Schließfachs. Hierin findet er ein weiteres Zugticket, das ihn in die Provinz bringt, wo ihn ein schweigsamer Fahrer (Alexander Skasgård) abholt. Nachdem erste Irritationen über das Ausbleiben Williams abgeebbt sind, erfährt Vincent, auf was er sich eingelassen hat. Er ist Teilnehmer an einem illegalen Russisch-Roulette-Turnier, in dem auf die „Spieler“ hoch gewettet wird, und den Überlebenden ebenfalls eine stattliche Börse winkt. Ein Ausstieg aus dem Höllentrip ist nicht mehr möglich.

Zitate

Wir alle werden nur einmal geboren, und wir alle sterben nur einmal. Du musst das als philosophisches Spiel betrachten.“

„Wenn man etwas anfängt, dann führt man es auch zuende.“

„Weißt du, Jimmy, das Einzige, was du in deiner Hand gehalten hättest, wäre dein Schwanz gewesen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur Géla Babluani inszenierte mit deutlich mehr Schotter das US-Remake seines französischen Independent-Thrillers. Eine gern geübte Praxis. Da ich das Original nicht gesehen habe, kann ich mich ganz auf die Wirkung des Remakes einlassen.
Der Streifen ist mit einer Laufzeit von gerade einmal 80 Minuten recht kurz geraten, was Dichte und Spannung zugute kommt. Die einzigen Pinkelpausen auf dem Weg in die Hölle legt das Skript ein, wenn es im Verlauf weitere Protagonisten vorstellt, die alle übrigens mehr oder weniger freiwillig an dem Turnier teilnehmen. Hier tritt der Charakter Vincent in den Hintergrund, macht Platz für andere Teilnehmer wie beispielhaft die Brüder Jasper (Jason Statham) und Ronald (Ray Winstone). Jasper ist ein skrupelloser Lebemann, der die Kohle mit vollen Händen zum Fenster rauswirft. Um diesen Lebenswandel zu finanzieren, schickt er seinen psychisch labilen Bruder auf den Strich, überredet ihn also immer wieder, seinen Arsch in dem regelmäßig ablaufenden Russisch-Roulette-Turnier zu riskieren, bei dem es an „Spielern“ nicht mangelt. Jasper fungiert nur als „Manager“ seines erstaunlich erfolgreichen Bruders, der von den Gewinnen selbstredend fast nix sieht. Etliche kurze Rückblenden heben die Protagonisten über dem Status einer Teilnehmernummer hinaus und reißen die Menschen dahinter zumindest an.
Hier wird das Prinzip „Jeder hat es selbst in der Hand“ auf die perverse Spitze getrieben. Auf der einen Seite die Verzweifelten, Hasardeure, die auf das sechsstellige Preisgeld scharf sind und hoffen, nicht mehr zahlen zu müssen als mit ein paar Stunden Todesangst; auf der anderen Seite die Wetter, die einen Nervenkitzel und die Möglichkeit auf Vervielfachung ihrer Einlagen erwarten.
Schauspielerisch stark und emotional intensiv: Ein kleiner, dreckiger Film, der enorm mitnimmt. Keine Klagen, Euer Ehren.

Rating: $$$$$

Splatter:

3/10

 

 

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