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7 Masken des Judoka, Die

Leider kein Trailer.

Info

OT: 
Casse-tête chinois pour le Judoka
AT:
Ore violente

Jahr: F//I/D 1967
R, B:
Maurice Labro
B:
Jean Meckert
K:
Didier Tarot
M:
Antoine Duhamel
D:
Marc Briand, Marilú Tolo, Heinz Drache, Maria Minh

Quelle: DVD (Pidax/Alive). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Zusammen mit dem CIA-Mann Finn (Heinz Drache) startet Airforce-Pilot Clyde Garland (Paolo Tiller) von Japan aus zu einem Spionageflug Richtung China. Doch die Maschine geht über dem chinsesischen Meer verloren, und allein Finn kommt mit Erinnerungslücken wieder zurück, Garland bleibt verschollen.
Einen Monat später spricht die junge Chinesin Sutchuen (Maria Minh) in Hongkong bei Clydes altem Kumpel Marc Saint-Clair (Marc Briand) vor, Kampfsportler und fit in Judo, Kendo und Karate. Angeblich wird Garland auf einer geheimen Insel vom „Schwarzen Drachen“ festgehalten, eine asienumspannende Organisation, die nichts Geringeres als die Weltherrschaft anstrebt. Zwar kann das Mädel als Beweis nur eine Judomedaille vorweisen, die Marc seinem Freund kurz vor dessen Verschwinden geschenkt hatte, doch als Sutchuen kurz darauf durch Schläger entführt wird, ist Marc überzeugt.
Zusammen mit seinem Love Interest, der Journalistin Jennifer (Marilú Tolo), gleichzeitig Clydes Schwester, sowie dem zwischenzeitlich zur Truppe gestoßenen Finn und Saint-Clairs treuem Kumpel Wong geht’s dem „Schwarzen Drachen“ an die Wäsche. Dabei warten auf Marc nicht nur wiederholte Überraschungen, sondern auch ein schnaftes Kampfsport-Duell auf Leben und Tod mit dem Riesen Novak (André the Giant).

Zitate:

Für die Sprüche ist vor allem Marc zuständig:
„Das netteste an dir ist, dass du immer so herrlich blöd kicherst.“

„Komm, lass den Onkel mal ran.“
(Marc nimmt einem ältlichen Autofahrer seinen Mustang weg)

„Schmeiß den alten Schamott in den Bach!“ (Gemeint sind die Waffen einiger Finsterlinge)

„Junge, Junge: Mit diesen Beinen bist du auch gestraft.“ (Marc disst seinen Freund Wong)

Die Kritik des Gunslingers:

Die 60er waren ein hervorragendes Pflaster für knallige Agenten-Streifen, die allesamt ein bisschen Glitter vom Übervater Bond absaugen wollten. Auch Routinier Maurice Labro warf seine gesammelte Genre-Erfahrung, bestehend aus einigen Krimi-Komödien und ernsteren Actionern in die Wagschale und legte diese insgesamt flotte Eurospy-Komödie vor, die auch aufgrund ihres recht hohen Trashfaktors zu unterhalten weiß. Wenn etwa Flugzeugmotoren sonor hochfahren, obwohl die Propeller deutlich stehen, ist entweder ein guter Schrauber gefragt oder es ist halt was anderes schiefgegangen ;-).
Es gibt nicht wirklich viel, was ich hier kritisieren möchte: Exotische Schauplätze, ein doch sehr hausbacken agierender Geheimbund mit genretypisch pfostigen Schlägertrupps, ein paar handfeste Prügeleien, dazu mit Augenzwinkern serviert, summieren sich zu einer etwas grob abgeschmeckten, doch durchaus sämigen Sauce. Punkten kann hier insbesondere die Synchro, an der der notorische Rainer Brandt mitschraubte, der den Marc spricht. Obwohl er hier noch an deutlich kurzer Leine geführt wird, verleiht er dem braven Judokämpfer ein gewisses Maß an Schnodder, der das Ganze etwas aufpeppt. So hören wir hier bereits etwas von den später legendär gewordenen „Grüßen aus Solingen“, und ein paar weitere rausgehauene Sprüche künden davon, dass sich ein Großer schon mal warmläuft für seine späteren Maul-Eskapaden.
Zwei störende Punkte: Ersten ging mir die sehr hübsche Marilù Tolo schon nach wenigen Minuten extrem auf den Pinsel: überdreht und unwitzig. Zweitens schien sich Heinz Drache in einem anderen Film befunden zu haben als der Rest der Mannschaft. So wie er durch die Sets stakst, lässt nur den Schluss zu, dass er das Ganze bierernst nimmt oder aber so feinsinnig ironisiert, dass man’s nicht merkt. Bizarr.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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