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Action Man - Bankraub fast perfekt

Info

OT: 
Le Soleil des Voyous

AT:
Il più grande Colpo del Secolo (I)
Action Man (D)

Jahr: F/I 1967
R, B:
Jean Delannoy
B:
Alphonse Boudard
K:
Walter Wottitz
M:
Francis Lai
D:
Jean Gabin, Robert Stack, Margaret Lee, Albert Michel

Quelle: TV (ARD)

 

Inhalt

Denis Ferrand (Jean Gabin) ist in die Jahre gekommen und hat sein Schränkerwerkzeug eingetauscht gegen das Kostüm des ehrbaren Gastronomen. Doch dem alten Ganoven bekommt das beschauliche, bürgerliche Dasein nicht, trotz florierendem Betrieb, fettem Vorstadt-Landhaus und liebender Gattin (Suzanne Flon). Ihn treibt ein letzter, fetter Coup um: den möglichen Ripp einer kleinen Bank, die einmal monatlich um Lohngelder der US-Army in Millionenhöhe aufgepumpt wird. Die Gelegenheit, tiefer in die Planung einzusteigen, kommt, als ihm sein alter Spezl Jim Beckley (Robert Stack) über den Weg läuft, der nach sechs Jahren Knast nun ein eher karges Auskommen als Mietschläger fristet. Jim ist daher sofort Feuer und Flamme.
Nun kann Denis zeigen, warum man ihn in Unterweltskreisen früher ehrfurchtsvoll „Der Generalstäbler“ nannte.
Flugs sind ein fein ziselierter Plan ausgetüftelt und ein paar Handlanger angeheuert. Doch dann beginnt die Sache, ganz sachte und anfangs unbemerkt aus dem Ruder zu laufen. Zuerst kriegt Ferrands Angestellte Betty (Margaret Lee) durch Zufall Wind von der Sache und erzwingt sich eine Beteiligung. Und dann wäre da noch Gangsterchef Luigi Savani (Mino Doro), der zwar nicht genau weiß, was läuft, aber Denis ausreichend gut kennt, um zu wissen, dass hier bald was zu holen sein wird.

Zitate:

Betty: „Wieso interessieren Sie denn nur meine Augen? Ich hab’ noch andere Qualitäten.“

Denis: „Was?? Mit ’ner Biene als Kompagnon? Da können wir uns ja gleich im Zuchthaus melden.“

Denis: „Piepen interessieren mich nicht, aber der Sport.“

Gangster: „Wo sind die Säcke?“ – Denis: „Außer euch seh’ ich im Moment keine.“

Die Kritik des Gunslingers:

Französische Oldschool-Gangsterfilme, liebe Gemeinde, rennen bei mir per se weit offene Türen ein. Wenn dann schon die Titel-Credits mit einem munter groovenden Jazz-Score unterlegt sind, in dem im weiteren Verlauf Trompete, Orgel und Fuzz-Gitarre den Ton angeben, tja, dann weitet sich das Herz *Lach*.
Doch mal unbesehen der etwas schwülstigen Einleitung: Sehr viel zu meckern gibt’s in der Tat nicht an diesem sehr schön gemachten Franzosen-Leckschmeckerchen. Steinfresse Jean Gabin allein ist schon die halbe Miete – der Mann war wirklich cooool – und Mr. „Chicago 1930“ Robert Stack als etwas disparater Compagnon ist hier ein würdiger Sidekick. Der Streifen ist knochentrocken inszeniert: ganz ohne Augenzwinkern und mit einigen erstaunlichen Härten am Start. Wenn etwa einer der Gangster (Pierre Koulak) in der Presse eines Müllwagens landet, die Robert Stack dann mit leichter Hand betätigt, ist das schon nicht von Pappe.
Die spannende Geschichte bleibt immer am Ball und gestattet sich keine Schlenker, wenn man mal die kurze Liaison zwischen Betty und Jim außen vor lässt. Dabei gibt es einige wirklich nette Ideen, wie die durch Denis mit Mikro und Sendeantenne getunte Bohnermaschine, mit der die Ganoven den Code für den Safe rauskriegen. Und auch der Trick, mit dem sich die Räuber aus dem Würgegriff von Savanis Bande winden, ist recht originell. Am Ende allerdings ist der Film ein zelluloidgewordener Beweis für Ferrands These: „Wer Pech hat, hat meistens selbst Schuld.“
Selten dämlicher deutscher Titel übrigens, der sich am Originaltitel des Romans von US-Autor Jay Flynn orientiert. Doch in dem ist der Hauptcharakter noch weit weg vom Rentenalter, was dem Buchtitel eine gewisse Berechtigung verleiht.

Rating: $$$$+

Splatter:

1/10

 

 

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