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An einem Freitag in Las Vegas

Info

OT: 
Las Vegas, 500 Milliones
AT:
Les Hommes de Las Vegas (F)
Radiografia di un Colpo d’Oro (I)

Jahr: SP/D/F/I 1968
R, B:
Antonio Isasin-Isasmendi
B:
Jo Eisinger, Jorge Ilfa
K:
Juan Gelpí
M:
Georges Garvarentz
D:
Gary Lockwood, Lee J. Cobb, Jack Palance, Fabrizio Capucci

Quelle: TV (WDR)

 

Inhalt

Als dem Schwerverbrecher Gino (Jean Servais) nach vielen Jahren die Flucht aus dem Bau gelingt, hat er schon das nächste Ding im Hirn, und zwar den Überfall auf einen Geldtransporter. Doch die Zeiten haben sich geändert: Die Transporter der Firma Skorsky sind mittlerweile rollende Festungen mit Standleitung zu den Bullen. So beißen Gino und die Jungs, die nach bester Oldschool-Manier mit Panzerfaust und sonstigen schweren Waffen ans Werk gehen, schmerzhaft auf Stahl und ins Gras.
Ginos kleiner Bruder Tony (Gary Lockwood) will’s besser machen, und zwar mit Köpfchen. Er macht sich an Anne Bennett (Elke Sommer) ran, Sekretärin bei Skorsky (Lee J. Cobb) und knattermäßig mit dem Firmenchef verbunden. Anne hat Zugang zu dem Routencomputer der Firma und ist nach gewissem Zieren bereit, den schönen Tony mit den entsprechenden Infos zu beliefern.
Doch mit dem Schatzamt erscheint ein weiterer Spieler auf der Bildfläche: Inspektor Douglas (Jack Palance) sieht seine Chance gekommen, Firmenchef Skorsky, der mit der Mafia zusammen Gold nach Mexiko verschiebt, auf die schmutzigen Fingerchen zu klopfen. Als wieder ein Transport ansteht, der auch Konterbande enthält, übernehmen die Männer vom Schatzamt von Skorsky unbemerkt das Panzerfahrzeug, um zu sehen, an wen die Ware ausgeliefert wird. Leider haben Tony und sein Trupp sich ausgerechnet diese Fuhre für den sorgfältig ausklamüserten Ripp ausgesucht.

Zitate:

Gino: „Die können nur LSD nehmen und geblümte Hosen tragen.“ (Gino disst Tonys Kumpels und irrt)

Tony: „Ein Überfall-Wetterchen ist das heute.“

Skorsky: „Besser vom Tisch aufstehen, bevor man sich überfrisst.“ (Skorsky will die Mafia-Connection beenden)

Die Kritik des Gunslingers:

Eurothriller mit insgesamt schmackhaft austarierten Zutaten, um mal wieder ins Kulinarische abzuschweifen: ein wenig Actioner, Caper, eine Prise Romanze und zu guter Letzt einen Schuss Drama. Zur Feinabstimmung langen eine ordentliche Prise 6Ts-Atmo und ein Score, der zwischen eher konventionellem Thriller-Jazz und jeder Menge Easy Listening angesiedelt ist. Umrühren. Fertig.
Herausgekommen ist ein Streifen, der bis auf den eigentlichen Coup keine wirklichen Überraschungen anzubieten hat und entsprechend vorhersehbar verläuft. Doch trotz allem bleibt er jederzeit am Gas und spannend. Vor allem die zum Teil erstaunlich deftigen Brutalitäten stechen in diesem tendenziell doch eher leichten, vom Score noch betonten Swinging-Sixties-Umfeld immer wieder hervor. Die Gangster töten mit flinker Hand auch Unbeteiligte und genießen dies auch noch. Genauso schnell gehen sie sich aber auch gegenseitig an die Wäsche, als die Nerven allmählich blank liegen angesichts der zunehmenden Probleme und ihrer Unfähigkeit, an die im gekaperten Transporter gebunkerten Millionen heranzukommen.
Fazit: Nüscht Großes, aber ein gut gelaunt dargebotener Happen für zwischendurch, der nicht enttäuscht und in dem Rainer Brandt den Chef-Mafioso (Roger Hanin) synchronisieren darf.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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