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Assault - Anschlag bei Nacht

Info

OT: 
Assault on Precinct 13
AT:
Das Ende
John Carpenter’s Assault on Precinct 13 (USA)

Jahr: USA 1976
R, B, M:
John Carpenter
K:
Douglas Knapp
D:
Austin Stoker, Darvin Joston, Laurie Zimmer, Tony Burton, Nancy Loomis

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Los Angeles ächzt unter dem unheilvollen Wirken jugendlicher Gangs, zumal diese ihre Verbrechen inzwischen unter dem Einsatz automatischer Waffen begehen. In diesem Klima der Gewalt erhält Lieutenant Bishop (Austin Stoker), neu beim LAPD, einen typischen Frischlings-Auftrag: Er soll für eine Nacht im eigentlich bereits nicht mehr existenten 9. Polizeirevier, Bezirk 13, als besserer Telefondienst die Stellung halten, da der Laden am nächsten Tag endgültig dichtgemacht wird.
Mit ihm sind noch zwei Telefonmädels (Laurie Zimmer, Nancy Loomis) und ein Sergeant die einzige Besetzung. Doch die erwartete ruhige Kugel kommt nicht ins Rollen. Zuerst trifft ein Gefangenentransport mit drei zu verlegenden Schwerverbrechern ein, darunter der prominente Todeskandidat und Mörder Napoleon Wilson (Darvin Joston): Wegen Krankheit eines Gefangenen muss der Bus einen außerplanmäßigen Stopp im Neunten einlegen.
Bei Einbruch der Dunkelheit erreicht zudem ein völlig verstörter Mann (John J. Fox) das abgelegen in einem Slum gelegene Revier - ihm auf den Fersen schwerbewaffnete Gangster, die den Tod eines Kumpels rächen wollen. Diesen hatte der Mann zuvor aus Rache erschossen, nachdem die Jugendlichen seine kleine Tochter kaltblütig ermordet hatten.
Jetzt beginnt der Ärger: Ums Revier rottet sich eine steigende Anzahl zum äußersten entschlossener, schwer bewaffneter Mobster zusammen, die den Eingeschlossenen ordentlich einheizen. Selbstredend sind die Telefonleitungen gekappt und die verfallenden Wohnblocks um die Polizeistation unbewohnt, so dass die Schlacht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. In seiner Not bedient sich Bishop auch der Knackis als Hilfstruppen, denn gegen den entfesselten Mob wird jede Hand gebraucht, die eine Waffe halten kann. Doch die Nacht ist lang.

Die Kritik des Gunslingers:

1976 inszenierte Western- und insbesondere Hawks-Fan Carpenter mit nach wie vor kleinem Budget sein „Rio Bravo“: Eine kleine, zusammenwürfelte Schicksalsgemeinschaft verteidigt unter Leitung des Sheriffs einen Knast gegen eine Übermacht. Hierbei ruht der Focus allein auf den bedrängten Eingeschlossenen und ihren Befindlichkeiten. Die jugendlichen Angreifer bleiben wie die Indianer alter Western oder Zombies in Horrorfilmen anonym, Kanonenfutter. Halt, so ganz stimmt’s nicht: Kurz werden vier Jugendliche hervorgehoben, die, bewaffnet mit automatischen Gewehren, im Auto durch den Slum cruisen. In der heftigsten Passage des Films killen sie an einem Eiswagen ohne Gefühlsregung ein kleines Mädchen, als dieses um eine Kugel Nusseis bittet. Zu dieser Szene, die direkt die nachfolgenden Ereignisse auslöst, hat Carpenter ein realer Zwischenfall in Los Angeles inspiriert: An einer Bushalte hatte ein Jugendlicher ein Kind erschossen, einfach, weil es als erstes aus dem Bus stieg.
Carpenters atmosphärischer Elektro-Score unterstützt die Spannung effektiv, indem er den Stimmungen des Films musikalische Themen zuordnet, die beispielsweise einen Gewaltausbruch bereits ankündigen, bevor dieser durch die Kamera visualisiert wird.

Rating: $$$$+

Splatter:

3/10

 

 

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