Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Aufstieg des Paten, Der

Info

OT: 
Corleone
AT:
Corleone - Boss der Bosse

Jahr: I 1977
R, B:
Pasquale Squitieri;
B:
Orazio Barese, Massimo de Rita, Aduino Maiuri;
K:
Eugenio Bentifolio;
M:
Ennio Morricone;
D:
Giuliano Gemma, Claudia Cardinale, Francisco Rabal, Stefano Satta Flores

Quelle: VHS (VPS), TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Vito Gargano (Giuliano Gemma) wächst in den 20er- und 30er-Jahren in bitterer Armut auf Sizilien auf. Während sich sein Kumpel Michele (Michele Placido) nach dem Zweiten Weltkrieg auf Seiten der Kommunisten für die rechtlosen Kleinbauern einsetzt, sucht Vito unbeteiligt und skrupellos ausschließlich seinen eigenen Vorteil.
Der kommt in Gestalt des örtlichen Mafia-Paten Don Giusto Provenzano (Francisco Rabal), der den Großgrundbesitzern Schutz gewährt gegen die zunehmend selbstbewusster auftretenden Hungerleider. Vito, der dem Don noch einen „Gefallen“ schuldet, zögert nicht, seinen alten Freund Michele im Auftrag der Mafia umzunieten. Gleichzeitig baut er sich ein eigenes Netz loyaler Gefolgsleute auf, das bald bis nach Rom und in die Spitzen der örtlichen Finanzbehörden reicht und sägt so im Hintergrund am Stuhl von Don Giusto. Als die Zeit gekommen ist, springt der über die Klinge. Vito übernimmt nun das Regiment über die Organisation, geduldet vom US-amerikanischen Auslandsarm, dem an einer straffen Führung im „Stammland“ gelegen ist: Gut fürs Geschäft. Der neue Don verlegt sich auf den lukrativen Geschäftszweig Entführungen, mit dem er sein Drogenbusiness, aber auch halbwegs legale Unterfangen wie den Neubau von Mietshäusern finanziert.
Doch das Imperium bröckelt unübersehbar: Nachdem ein erster Spitzenmann seiner Organisation als Kronzeuge auspacken will, wandert der Don in den Knast, und es kommt zum Gerichtsverfahren. Zwar platzt der Prozess aufgrund eingeschüchterter Zeugen und getürkter Beweismittel, doch Vitos Zeit neigt sich zunehmend dem Ende entgegen, zumal der Generalstaatsanwalt Blut geleckt hat. Und die Organisation kann sich Unruhe nicht leisten.

Zitate:

Einen Menschen dermaßen zu erniedrigen, ist schlimmer, als ihn umzubringen.“ (Michele)

Die Kritik des Gunslingers:

Action- und ein wenig blutarmer Mafiafilm von Pasquale Squitieri, der sein Sujet nüchtern, fast dokumentarisch abhandelt. In seinem Bestreben, etwas über das Funktionieren des Systems „Mafia“ mitzuteilen und Sympathien mit dem Bodensatz des Kapitalismus zu bekunden, bleibt der Spaß etwas auf der Strecke. Da fehlt mir ein wenig das Salz in der Suppe, eine gewisse Süffigkeit, die auch die Charaktere über ihre bloße Platzhalterfunktion herausheben könnte. Die einzelnen Personen stehen für Figuren, also meinetwegen „den integren Kommunisten“, „die Frau an seiner Seite“ oder eben „den Mafiafürsten“, aber nicht für Menschen aus Fleisch und Blut. So sind die unbestreitbaren Fähigkeiten von Akteuren wie Claudia Cardinale oder auch Michele Placido verschwendet. Hut ab allerdings vor der intensiven Leistung Giuliano Gemmas: Der Mann ist ja doch ein richtiger Schauspieler! Fernab seiner ersten schauspielerischen Gehversuche im Italowestern stattet er seinen Don Vito mit einer hageren, finsteren und unsympatischen Verbissenheit aus.

Rating: $$$+

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien