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Aus dem Regen kam, Der

Info

OT: 
Le Passager de la Pluie

AT:
L'Uomo venuto dalla Pioggia

Jahr: F/I 1969
R: René Clément
B: Sébastien Japriscot
K: Andreas Winding
M:
Francis Lai
D: Charles Bronson, Marlène Jobert, Gabriele Tinti, Jean Gaven

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Die junge Mélancholie (Marlène Jobert), allgemein nur Melli genannt, erwartet ihren Gatten Toni (Gabriele Tinti) zurück, der als Pilot wieder mal aushäusig ist. Unangenehm wird’s, als am späten Nachmittag ein Wüstling (Marc Mazza) in die Butze des Ehepaars eindringt und Melli vergewaltigt. Als Melli erwacht, muss sie feststellen, dass der Eindringling immer noch im Haus ist. Sie sieht von einem Anruf bei der Polizei ab und tütet den Mann unter Zuhilfenahme von Schrotflinte und Holzpaddel ein.
Doch der Plan, alles unter den Teppich zu kehren, geht nicht auf. Schon am nächsten Tag macht sie die Bekanntschaft des Amerikaners Harry Dobbs (Charles Bronson). Dobbs scheint bereits umfangreiche Erkundigungen eingezogen zu haben und weiß allerhand: nicht nur über ihr Privatleben, sondern auch über den zwischenzeitlich im Meer beerdigten Schurken. Der Ami sagt Melli den Mord auf den Kopf zu und ist nicht nur an ihrem Geständnis interessiert, sondern auch am verschwundenen Handgepäck des Toten: eine rote Reisetasche mit 60.000 lachenden Dollars intus.
Inzwischen haben die Flics am Strand eine Leiche geborgen und anhand der Spuren eine Frau als Täterin ausgemacht. Dies und der zunehmend fordernd auftretende und clevere Dobbs erhöhen den Druck auf Melli, zumal sie weder daran denkt, Dobbs den Mord zu gestehen, noch weiß, wo die verdammte Tasche abgeblieben ist.

Zitate

Dobbs: „So,so. Sie haben auf Ratten geschossen … in dieser Höhe.“ – Melli: „Die sprangen so.“ (Dobbs begutachtet die Einschläge im Keller von Mellis Haus)

Die Kritik des :

Anstatt sich wie die meisten seiner auf Thriller spezialisierten Regie-Kollegen in die Klüfte der modernen Großstadt zu begeben, sucht René Clément bei seinen Ausflügen ins Genre gerne die Cote Azur auf. Nach „Plein Soleil“ und „Les Felins“ spielt auch dieser Streifen im eher lichtdurchfluteten Süden Frankreichs, wenngleich das Unheil in Form von Marc Mazza von wabernden Regenschwaden begleitet heraufzieht.
Nach dem Mord am Vergewaltiger, verabschiedet sich die Action weitgehend aus dem Streifen und macht Platz für das im Zentrum stehende Kräftemessen zwischen Bronson und Jobert. Besonders Bronson klimpert kräftig auf der Psycho-Klaviatur, wechselt federleicht von folterartigen Verhörtechniken über mitfühlenden Zuhörer zum Charmebolzen par excéllence. Dabei bleibt lange Zeit unklar, welche Ziele der Amerikaner verfolgt: Es geht jedenfalls nicht nur um die Pennunzen ;-). Hierbei erweist die sehr kindlich angelegte Melli erstaunliches Stehvermögen, was ihr nicht nur der mit allen Wassern gewaschene Dobbs nicht zugetraut hätte. Am Ende ist sie nicht nur durch eine Art Vorhölle gegangen, sondern hat auch das Kindliche hinter sich gelassen. Angesichts des Erlebten perlt nun auch der bislang duldsam ertragene, seeehr unangenehme Machismo des Gatten an ihr ab. Am Ende leistet sich Clément noch einen kleinen Scherz oder eine Hommage an Alfred Hitchcock, wie man will, indem er dem toten Sittenstrolch den passenden Namen „Tony McGuffin“ verpasst ;-).
Charles Bronson, den ich bisher eigentlich nicht so sehr als Schauspieler gesehen habe, erweist sich hier als erstaunlich wandelbar. Der Score von Francis Lai bietet lässigen Hörgenuss unter Zuhilfenahme zeittypischer Bestandteile wie Vibraphon, Orgel und Sitar.

Rating: $$$$+

Splatter:

1/10

 

 

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