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Blackout

Info

OT: 
Blackout

Jahr: USA 2007
R:
Rigoberto Castañeda
B:
Ed Dougherty
K:
Alejandro Martinez
M:
Reinhold Heil, Johnny Klimek
D:
Aidan Gillen, Amber Tamblyn, Armie Hammer, Katie Stuart

Quelle: DVD (Koch) Dank fürs Rezi-Exemplar

 

Inhalt

Eines glühendheißen Sommersonnennachmittags kreuzen sich die Wege dreier Personen im Fahrstuhl eines Appartmenthauses, was sie mal besser nicht getan hätten. Denn der Fahrstuhl bleibt – natürlich- stecken, und das, wo alle drei doch hochwichtige Dinge zu verrichten haben. Da wäre erst einmal der nach dem Selbstmord der Gattin allein erziehende Krankenhaus-Arzt Karl (Aidan Gillen), der dringend seine Butze aufklaren muss, da er seine kleine Tochter von der Schwägerin (Kate Jennings) zurück erwartet. Zweite Lift-Passagierin ist Claudia (Amber Tamblyn). Die asthmakranke Studentin will ihrer nach einem Autounfall auf dem Sterbebett liegenden Großmutter (Mabel Rivera) noch vor deren Ableben ein heiß ersehntes Foto bringen. Dritter im Bunde ist Tommy (Armie Hammer), Lebenskünstler und Casanova. Tommy wiederum möchte nur rasch ein paar Sachen zusammenpacken, um mit seiner Freundin (Katie Stuart) vor ihrem spritschluckenden und schlagkräftigen Vater (Mark Boone Jr.) auszurücken.
Da sich das Haus in Renovierung befindet, steht dieses fast leer; zudem ist auch noch Urlaubszeit. Schlechte Karten also für rasche Hilfe aus dem Schlamassel. Die üblichen Ausbruchsversuche bescheren Tommy nur einen Beinbruch und eine beschädigte, sich fortan stückweise auflösende Kabinenhalterung, und bleiben ansonsten fürchterlich vergeblich. Zudem sorgen eher gewöhnliche Konfliktsituationen wie Raucher vs. Asthmatikerin, aber auch die Hitze und der zunehmend durchknallende Karl für heftigen Spaß unter den Eingeschlossenen.

Zitate:

Karl: „Es gibt keinen Zufall auf der Welt. Kein Schicksal, keine Fügung. Es gibt nur das, was du dir nimmst von dieser Welt und sie sich von dir.“ (Keine Sorge, das klärt sich ;-))

Claudia: „Vielleicht sind wir auf Höhe eines Stockwerks.“ (Zitat aus der betreffenden Klassikerkiste)

Die Kritik des Gunslingers:

Spannender Lowbudget-Thriller des mexikanischen Regisseurs Rigoberto Castañeda, der seinen Thrill allerdings weniger aus der Fahrstuhlsituation schöpft. Klar, es gibt auch die in diesem Zusammenhang üblichen Spannungsmomente: Abstürze beim Fluchtversuch, die sich langsam verabschiedende Kabinenhalterung, Zoff innerhalb der Schicksalsgemeinschaft.
Viel spannender aus meiner Sicht sind aber die regelmäßig eingestreuten Rückblenden, die den Tag der einzelnen Protagonisten vor dem verhängnisvollen Zusammentreffen beleuchten. Aus diesen ergibt sich nach und nach ein Bild der Beteiligten, das nicht unbedingt mit dem ersten Eindruck übereinstimmt, geschweige denn immer schmeichelhaft ist. Und diese sich langsam füllenden weißen Flecken in der Biographie der Charaktere bestätigen dramatisch die Binsenweisheit vom falschen Ort zum falschen Zeitpunkt. Ihr wisst, was ich meine ;-).
Die Schauspieler schlagen sich wacker; besonders den wandlungsfähigen Iren Aidan Gillen möchte ich hier herausheben. Toll auch die Kameraarbeit, eigentlich ungewöhnlich für einen Film der etwa zur Hälfte ausschließlich im Fahrstuhl spielt. Doch findet sich immer noch ein Plätzchen für die eine oder andere feine Kamerafahrt durch Schacht und leere Stockwerke. Zudem wurde das Innere des Fahrstuhls mit Spiegeln ausgestattet, was wiederum schöne Einstellungen ermöglicht. Rar gesät, aber dann effektvoll umgesetzt sind die Splattereffekte, die zusätzliche Würze geben.
Der Film ist zwar eine US-Produktion, doch abgesehen von den Schauspielern, wurde der Streifen zum großen Teil mit mexikanisch-europäischem Stab realisiert.

Rating: $$$$

Splatter:

5/10

 

 

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