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Blinde Wut

Info

OT: 
Blind Rage 

Jahr: PHI 1978
R:
Efren C. Piñon
B:
Jerry O. Tirazona, Leo Fong
K:
Benjamin L. Lobo
M:
Tito Sotto
D:
Tony Ferrer, Leila Hermosa, Charlie Davao, Leo Fong, Fred Williamson

Quelle: VHS (ITT Contrast)

 

Inhalt

Um seinen Einfluss in Südostasien zu erhalten, plant Uncle Sam ein umfangreiches Sicherungsprojekt, an dessen Beginn eine nennenswerte Finanzspritze für die betreffenden Staaten steht. Zu diesem Behufe wandern 15 Milliarden Dollar auf eine Bank in Manila zur weiteren Verwendung. Das ruft Begehrlichkeiten hervor, und so überredet ein Syndikat ein hohes Banktier (Charlie Davao), sich für eine Viertelmillion Scheine am Raub der Moneten zu beteiligen.
Der Syndikats-Plan hat einen gewissen Charme: Den Überfall sollen fünf Blinde durchziehen, zumeist ehemalige Gangster verschiedener Herkunft, die sich nicht kennen sowie entsprechend skrupellos und penunzenaffin sind. In einer Villa am Stadtrand Manilas werden die Fünf durch Blindenlehrerin Sally (Leila Hermosa) fit gemacht für den Job, der zwei Wochen später steigen soll. Der Überfall gelingt; da die Blinden aber sehr empfindlich auf ungewohnte Geräusche reagieren, gibt’s eine gewisse Zahl an Kollateralschäden unter den Angestellten zu beklagen.
Jetzt heißt’s nur noch: den Zaster eingepackt und nüscht wie weg nach Los Angeles, da die philippinische Polizei den Gangstern dicht auf den Fersen ist. Und in L.A. steht schon Jesse Crowder (Fred Williamson) bereit, der härteste CIA-Mann mit dem dazu längsten … und so weiter halt.

Zitate:

Gangster Black (D’Urville Martin): „Wenn ihr auch nur einen Muckser macht, pusten wir euch mit Blei voll, dass ihr anschließend hier als Gießkanne arbeiten könnt.“

„Tut mit leid, aber Sie sollten sich nicht bewegen.“ (Gangster Wang (Leo Fong) hat gerade eine Angestellte umgepustet, die unvorsichtig auf ihrem Stuhl hin- und herrutschte)

„Also, viel Glück, Crowder.“ – Das ist bei mir kein Glück. Das ist Können.“ (… und vor allem ernst gemeint)

Die Kritik des Gunslingers:

Solides Heist-Movie mit Schwächen, das nicht über Durchschnitts-Thrillerkost herauskommt. Der Streifen des philippinischen Regisseurs Efren Piñon hakt die klassischen Stationen ab: der Plan, die Zusammenstellung des Mannschaft mit Kurzvorstellung der einzelnen Team-Mitglieder, die Vorbereitung, der Coup, Teilen der Beute nebst Flucht.
Im Gegensatz zu den Genre-Referenzen bleiben hier die Beteiligten blass: Trotz Behauptung, Spezialisten gecastet zu haben, wird nicht richtig klar, was die Fünf außer ihrer Blindheit und ihrer kriminellen Vergangenheit für den Job qualifiziert. Training und Coup selbst sind dazu ziemlich luschig inszeniert. Das Gelingen des Überfalls wirft lediglich die Frage auf, warum 15 Millionen Dollar in einer so lausig gesicherten Bank rumliegen, die fünf Blinde locker ausräumen können. Die Figurenzeichnung ist schwach: So führt der Streifen etwa Johnny Duran (Charlie Davao), der das Ding letztlich leitet, als eine Art Bankpräsidenten ein, während er im weiteren Verlauf zum hartgesottenen Gangster mutiert und selbst Fred Williamson dazu bringt, die Zigarre mal kurz auszudrücken. Genauso wie die eigentlich unbescholtene Blindenlehrerin, die ohne mit der Wimper zu zucken bei der Rekrutierung von Gang-Mitgliedern zur Hand geht und später die Flucht organisiert.
Um zum versöhnlichen Schluss noch was Positives loszuwerden: Es gibt ein paar schöne Brutalitäten, wie zum Beispiel die Bohrmaschine-vs.-Augen-Aktion und die 70er-Jahre-Atmo mit ihren riesigen Hemdkragen und einem Score, der trotz seiner Surf-Gitarren und des Wah-Wah-Einsatzes auf mich recht europäisch wirkte. Quite strange stuff.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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