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Botschafter der Angst

Info

OT: 
The Manchurian Candidate 

Jahr: USA 1962
R:
John Frankenheimer
B:
George Axelrod
K:
Lionel Lindon
M:
Davis Amram
D:
Frank Sinatra, Laurence Harvey, Angela Lansbury, Janet Leigh

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Sergeant Raymond Shaw (Laurence Harvey) kehrt hoch dekoriert aus Korea heim, nachdem er die Männer eines Stoßtrupps nicht nur aus aussichtsloser Lage rausgehauen, sondern gleichzeitig den „Roten“ ordentlich eins verpult hatte. Sämtliche überlebenden Mitglieder der Patrouille schwärmen später seltsamerweise in den höchsten Tönen von Shaw, der eigentlich in der gesamten Einheit so beliebt war wie ein eitriges Furunkel am Arsch.
Monate später kommt auch der ehemalige Vorgesetzte Shaws, Major Ben Marco (Frank Sinatra), aus Korea zurück. Während sich aber ersterer bereits etabliert hat, hat Marco Probleme, wieder Fuß zu fassen. Schuld an seiner jämmerlichen psychischen Verfassung sind immer wieder kehrende, identische Alpträume: Diese handeln von Gehirnwäsche durch Russen und Chinesen und von zwei Morden, die der willenlose Shaw auf Anweisung an zwei Kameraden begeht. Erst als ein weiterer ehemaliger Patrouillen-Teilnehmer (James Edwards) von ähnlichen Visionen berichtet und auf Fotos die gleichen russischen Wissenschaftler wie Marco als Agierende seiner „Träume“ identifiziert, schenkt man dem Major Glauben.
Er wird Chef einer geheimen Sonderkommission, die den „Fall Shaw“ klären soll. Denn eins ist klar: Für Nüsse haben die Kommies bestimmt nicht so einen Aufwand getrieben, um einen perfekten Killer in die Staaten einzuschleusen, der auf Knopfdruck zu aktivieren ist. Marco freundet sich mit Shaw an und kommt auf die Spur einer bereits weit gediehenen Verschwörung.

Zitate:

Dr. Yen Lo (Khigh Dhiegh): „Wir haben das Gehirn unseres Zöglings nicht nur gewaschen, sondern chemisch gereinigt.“

Die Kritik des Gunslingers:

Auf dem Höhepunkt des sogenannten „Kalten Krieges“ fabrizierte John Frankenheimer diesen spannenden Verschwörungs-Thriller. Was dem Film für meinen Geschmack allerdings ein wenig die Linie nimmt, ist die Figur des Senators Iselin (James Gregory), der von seiner so ehrgeizigen wie fiesen Gattin Eleanor (Angela Lansbury), Shaws Mutter, zur Präsidentschaft gepeitscht werden soll. Der so langsame wie naive Senator zieht das Ganze ein wenig in Richtung Politsatire, was der Stoff für mein Dafürhalten aber nicht hergibt.
Recht schleppend und irgendwie unzureichend in den Rest der Handlung integriert verläuft zudem die Liebesgeschichte zwischen Frankie-Boy und Janet Leigh. Hier baut die Geschichte völlig aus der Luft gegriffen eine Erwartungshaltung auf, die nicht eingelöst wird. So verläuft das Kennenlern-Gespräch der beiden im Zug fast so, als versuche Leigh, den sichtlich angeschlagenen Marco zu manipulieren. Dass sie das nicht tut, sondern ihren Ben am Ende treu und brav heiratet, fand ich persönlich dann enttäuschend. Aber vielleicht bin ich einfach zu leicht manipulierbar *Lach*. Ebenfalls nicht so ganz nachvollziehbar ist, dass die Amis nicht konsequenter gegen die enttarnten Übeltäter vorgehen, sondern es fast bis zum äußersten kommen lassen. Ist aber alles Gekrittel auf hohem Niveau.
Schauspielerisch ganz stark trumpft Angela Lansbury auf, die obwohl nur wenig jünger als ihr Filmsohn Laurence Harvey, sehr glaubwürdig seine manipulative und dominante Mutter gibt. Harvey als Getriebener kommt ebenfalls gut, während Sinatra ein wenig schlappsäckig wirkt. In einer Nebenrolle entdeckt Henry Silva in sich den Asiaten und kriegt von Ole’ Blue Eyes ein solches verpasst.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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