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Bucktown

Info

OT: 
Bucktown

Jahr: USA 1975
R:
Arthur Marks
B:
Bob Ellison
K:
Robert Birchall
M:
Johnny Pate
D:
Fred Williamson, Thalmus Rasulala, Pam Grier, Tierre Turner

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Das Provinzstädtchen Bucktown ist ein wenig anders: Rassismus, Polizeikorruption, Spielhöllen, Nutten und Touristennepp geben sich die Klinke in die Hand. Hierher verschlägt’s Duke Johnson (Fred Williamson), der seinen verstorbenen Bruder, den Cub-Besitzer Ben, beerdigen und beerben will.
Auf Drängen seines kleinen Neffen Stevie (Tierre Turner) und von Bens Kumpel, dem versoffenen Ex-Footballer Harley (Bernie Hamilton), erwirbt er für stolze 450 Schleifen eine Schanklizenz und macht Bens alten Club wieder auf. Er muss eh 60 Tage warten, bis er Bens Erbe antreten und endlich wieder abzischen kann. Jetzt lernt er allerdings das gesamte Ausmaß des Sumpfs von Bucktown kennen, der auch Ben das Leben gekostet hat. Die Cops verlangen gleich mal schlanke 100 Riesen die Woche als Schutzgeld. Nachdem Duke das Ansinnen etwas brüsk zurückweist, steht er auf der Abschussliste von Chief Patterson (Art Lund) und seinen Halsabschneidern in Uniform.
Doch Duke hat noch ein As im Ärmel: Er bestellt seinen Jugendfreund Roy (Thalmus Rasulala) und ein paar handfeste Typen als Putzkolonne nach Bucktown. Die Rechnung geht zwar auf, der Schuss für Duke aber nach hinten los: Anstelle der weißen Bullen kontrollieren nun Roy und die Jungs die Stadt, und kassieren kräftig ab. Aber Schmusekurs war eh noch nie Dukes Sache, außer wenn seine Schwägerin Aretha die Hüllen fallen lässt.

Zitate:

Stevie: „I’m not hustlin’. I just wanna grow up fast in a fast town.”

Roy: “I ain’t gonna be no more trouble than the tax-collector.”

Roy: “It all revolves around the ‘Big G’, baby, the ‘Big Green’.”

Die Kritik des Gunslingers:

Blaxploiter von Arthur Marks, dessen Streifen zwar unterhaltsam ist, aber den Genre-Referenzen nicht das Wasser reichen kann. Neben einem funkigen Soundtrack aus der Feder des bewährten Johnny Pate zählen zahlreiche handfeste Brutalitäten zu den Kennzeichen des Films. So dreschen die Bullen selbst kleine Falschspieler kaputt oder drangsalieren Nutten, die ihren Obolus nicht abdrücken können. Dafür räumen Roys Mobster dann recht heftig und kompromisslos mit dem korrupten Bullerei-Geschmeiß auf.
Die Geschichte verschenkt leider complettamente die Talente von Pam Grier, die nach Übernahme der Stadt durch Roys Gang noch weiter in die Bedeutungslosigkeit gedrängt wird. Nur einmal darf sei einem Widerling Saures geben, ansonsten ist sie das anschmiegsame Chick, das für den Hengst die Milchbar freimacht. Nach Logik braucht man sowieso nicht zu fragen: Warum etwa ein Army-Stützpunkt voller Fahrzeuge unbewacht ist, bleibt ein Geheimnis. Immerhin kommt Fred Williamson so unaufwendig in den Besitz eines Schützenpanzers *Lach*.
Zwischen den zugegebenerweis’ solide inszenierten Actionszenen plätschert die Geschichte etwas vor sich hin.
Während die stärkeren Genre-Beiträge noch eine rudimentäre politische oder soziale Botschaft zu verkünden haben, beschränkt sich dieser Streifen auf Schauwerte. „Alles F….n außer Mutti“; so kann man’s hier wohl auf den Punkt bringen: Kalkärsche und Brothers sind allesamt gleich gierig hinter den Pennunzen her wie die Fliegen hinter dem Dunghaufen. Schauspielerisch gibt’s dagegen nüscht zu meckern: Williamson macht das, was er am besten kann, also mit dicken Prengel im Mund mitten auf die Zwölf geben. Rasulala als der unkontrollierbare Geist aus der Flasche stiehlt ihm hier fast ein wenig die Schau. Carl Weathers ist in einer Nebenrolle zu sehen, bevor ihm ein Jahr später mit „Rocky“ als Champion Apollo Creed der Durchbruch gelang.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

3/10

 

 

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