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Bunny Lake ist verschwunden

Info

OT: 
Bunny Lake is missing

Jahr: GB 1965
R:
Otto Preminger
B:
Penelope & John Mortimer
K:
Denys Coop
M:
Paul Glass
D:
Carol Lynley, Keir Dullea, Laurence Olivier, Clive Revill

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Als Anne Lake (Carol Lynley) ihre vierjährige Tochter Felicia, nur „Bunny“ genannt, nach ihrem ersten Tag aus dem Kindergarten abholen will, erlebt sie eine böse Überraschung: Bunny ist verschwunden. Weder Erzieherinnen noch Kinder können sich überhaupt an die Kleine erinnern, die ihre Mutter in der morgendlichen Hektik allerdings auch hopplahopp abgegeben hatte.
Anne, die erst kurz zuvor mit ihrem Bruder, dem Journalisten Stephen (Keir Dullea), aus den USA nach England gekommen ist, schaltet die Polizei ein. Superintendent Newhouse (Laurence Olivier) ist ein knochentrockener Bulle, der mit fortschreitenden Ermittlungen zunehmend an der Existenz des Kindes zweifelt. Schließlich sind auch Bunnys sämtliche Spielsachen und Kleider aus dem Haus der Lakes verschwunden, und wie Bruder Steven steckt, hatte Anne als Kind eine imaginäre Spielgefährtin, später ein ebenso imaginäres Baby namens Bunny. Zudem kann der Kindergarten belegen, dass entgegen der Behauptungen Annes und Stevens ein Aufnahmeantrag nebst Bezahlung des ersten Monatsbeitrags nicht bei den Akten sind.
Die Beweise, die die verzweifelte Anne vorlegt sind dagegen mehr als dürftig: ein Geschenk, das sie am gleichen Tag für ihre Tochter besorgt hat, und der Coupon einer Puppenklinik. Doch Newhouse ist nicht nur trocken, sondern auch gründlich, und allmählich erregt die in seinen Augen eigenwillige Beziehung zwischen den Geschwistern seine Aufmerksamkeit.

Zitate:

„Entweder sind Sie das Opfer eines sehr exzentrischen Einbrechers – oder die Kindersachen sind nie hier gewesen.“ (Newhouse kommentiert das Verschwinden von Bunnys sämtlichen Sachen)

„Wir dürfen Sie nicht schlagen, und ich muss Sie bitten, mich auch nicht zu schlagen. Das beweist nämlich wirklich nichts.“ (Newhouse zum aufbrausenden Steve)

Die Kritik des Gunslingers:

Stiller und atmosphärischer Krimi um eine mutmaßliche Kindesentführung, der vor allem durch seine Schauspieler überzeugt. Lawrence Olivier und auch Keir Dullea machen ihre Sache gut. Hervorragend ist allerdings die Performance von Carol Lynley: Anne ist vordergründig normal und tough, doch im Innern anscheinend mit in der Kindheit begründeten Neurosen behaftet, was Bruder Steve gerne nebenbei und scheinbar widerstrebend einfließen lässt. Schnell neigt man dazu, sich der ersten Meinung des nüchternen Inspektors anzuschließen.
Der Film legt dank seiner Akteure geschickt und subtil Fallstricke aus, und weiß so am Ende wirklich zu überraschen. Zudem kann man bereits das aufziehende „Swinging London“ ahnen: In einem Fernsehapparat in einem Pub ist ein Gig der großartigen, aber leider dramatisch erfolglosen „Zombies“ zu sehen, die im Score immer mal wieder angespielt werden. In einer Nebenrolle als schrulliger Hauswirt Wilson taucht Multitalent Noel Coward auf.

Rating: $$$$

Splatter:

0/10

 

 

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