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Chrysanthemen-Bande, Die

Info

OT: 
La Banda de los tres Crisantemos
AT:
Tre per uccidere

Jahr: SP/I 1970
R, B:
Ignazio F. Iquino (“Steve Mc Cohy”)
B:
Ernesto Gastaldi, Juliana San José de la Fuente
K:
Antonio L. Ballesteros (“Anthony Blair”)
M: Enrique Escobar
D: Dean Reed, Daniel Martín (“Danny Martin), Fernando Sancho, Ramón Durán

Quelle: DVD (Savoy/Sunfilm). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Zusammen mit ein paar Spießgesellen verbreiten die drei Olinger-Büder in den 30er-Jahren als „Chrysanthemen-Bande“ Angst und Schrecken in der US-amerikanischen Bankenwelt. Beim letzten ihrer in der Regel eh’ recht brutalen Ripps geht so einiges schief, und man tauscht mit der Polente ein paar gepfefferte Bleinoten aus: Zwar entkommen die Gangster mit der Beute, doch den jüngsten Bruder Cliff hat’s böse erwischt.
So findet man sich im Provinznest Strongville ein, um hier Cliff (Luis Mariano Duque) ärztliche Behandlung angedeihen zu lassen und zu verschnaufen. Um dabei das Angenehme mit dem Notwendigen zu verbinden, nistet sich die Chrysanthemen Bande im örtlichen Bordell ein und bringt Telegrafenamt sowie Polizeistation in ihre Gewalt. Pikanterweis’ ist erstens der Dorfsheriff (Ramón Durán) Vater der Drei; zudem schwelt zwischen dem Owen (Dean Reed), Leader of the Pack, und seinem perversen Bruder Frank (Daniel Martín) ein Dauerkonflikt, der sich angesichts des Zasters aus dem Bankenüberfall immer weiter hochschaukelt.
Die Zeit, bis Cliff wieder transportfähig ist, vertreibt man sich indes hauptsächlich mit Nuttenknattern und dem Vergewaltigen weiblicher Geiseln. Schließlich zwingen die Dorfhonoratioren Sheriff Olinger, endlich gegen seine missratenen Söhne vorzugehen. Die Reste der weiter gerupften „Chrysanthemen-Bande“ können sich anschließend zwar nach Mexiko absetzen, aber der Tanz ist noch nicht zu Ende.

Zitate:

Frank: „Eins kann ich auf den Tod nicht ausstehen, und das sind Zeugen.“ (… das letzte, was man als überfallener Bankkunde hören möchte)

Owen: „Sag mal, bist du schwerhörig? Nimm die Finger aus der Frau!“

Die Kritik des Gunslingers:

Rüder Gangster-Streifen, der sich zwar nur recht müde über die Zeit rettet, aber auf der atmosphärischen Seite zu punkten weiß: Kameraarbeit und Ausstattung schaffen eine glaubwürdige „Depressions-Zeit-Stimmung“.
Ab der zweiten Hälfte der 60er entstanden ein paar Streifen, die die klassischen „Land-Banditen“, die während der Depressions-Jahre in den USA wirkten, ein wenig romantisierten. Filme wie „Bonnie and Clyde“ stellten den Gangster nicht nur dar als „Victim of Circumstances“, sondern auch als einsamen Kämpfer gegen das Establishment, das den Banditen erst in sein Dasein als Outlaw getrieben hat.
Ein wenig tut dies auch Ignacio Iquino mit seinem Film, der die Banditen zwar durchaus als brutale Schwerverbrecher zeichnet, letztlich aber Polizei und Gesellschaft mitverantwortlich macht für die Entwicklung der Brüder von Alkoholschmugglern zu Bankräubern und Mördern. Einen Weg, der keine Umkehrmöglichkeit mehr vorsieht. Schwach ist allerdings das Buch, das seine Ideenlosigkeit aber immerhin mit allerlei Nuditäten und sowohl psychischen als auch – unblutig inszenierten – physischen Gewalttätigkeiten überbrückt. So hat der Streifen zwar keinen Rhythmus, bietet dem Trash-O-Philen aber immerhin allerlei zum Betrachten an. Hier wäre allerdings deutlich mehr drin gewesen.
Schauspielerisch kann Dean Reed mal aus seinem Sonnyboy-Image ausbrechen und den zwar smarten, aber auch harten Hund geben. Gut gefallen hat mir insbesondere auch Daniel Martín, Nebendarsteller in etlichen Spaghettiwestern, als sexuell *hust* desorientierter und zurück gewiesener Frank. Fernando Sancho ist mir dagegen persönlich zu clownesk für seine eigentlich eher trübe Rolle.

Rating: $$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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