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Claustrofobia

Info

OT: 
Claustrofobia

Jahr: NL 2011
R:
Bobby Boermans
B:
Robert A. Jansen
K:
Ezra Reverda
M:
Herman Witkam
D:
Carolien Spoor, Dragan Bakema, Thijs Römer, Rogier Phillipoom

Quelle: DVD (explosive media/Alive). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Anna (Carolien Spoor) studiert Tiermedizin und ist bereits im ersten Semester kurz davor, das Studium zu schmeißen. So quält sie sich durch blutige Seminare und nimmt parallel an Castings teil, um doch noch Schauspielerin zu werden. Eines Nachts, Anna hat gerade eine coole neue Butze bezogen und mit Busenfreundin und Kommilitonin Cynthia (Juliette van Ardenne) in den Clubs einen drauf gemacht, dreht ihr ein Unbekannter die Luft ab.
Als sie wieder erwacht, tut sie dies in einem geräumigen Kellerraum, mit einer langkettigen Handschelle an den Boden gekettet. Ihr zunächst unbekannter Entführer lässt sich nur in schwarzem Overall und mit Atemschutzmaske sehen. Er zapft ihr ein paar Ampullen Blut ab, spricht aber nur das Nötigste mit ihr. Auch als Eva ihrem Peiniger die Maske von der Rübe reißen kann, verbessert sich ihre Situation nur insoweit, als dass sie nun weiß, wer sie festhält. Doch das Warum ist immer noch ungeklärt. Es steht nur eines fest: Wenn ihr die Flucht nicht gelingt, ist’s aus mit ihr.

Zitate:

Entführer: „Wenn du mitspielst, werde ich dich in ein paar Tagen frei lassen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Tja, das ist wieder mal so ein Streifen, bei dem die Inhaltsangabe besonders schwer fällt, um nicht zu viel zu spoilern. Ursprünglich hatte ich ja die Befürchtung, es handle sich um einen der von mir gar nicht so geschätzten „Torture-Porn“-Streifen, doch weit gefehlt. „Claustrofobia“ ist ein sehr gelungener Low-Budget-Thriller, der zudem phasenweise noch mörderspannend ist.
Regisseur Bobby Boermans zeigt bei seinem Debüt, dass er ein Gespür für Tempo und Timing hat. So hält er die Spannung nicht nur kontinuierlich hoch, was ja schon allein nicht so einfach ist, wenn die Protagonistin die meiste Zeit angekettet ist ;-). Er baut auch immer wieder Höhepunkte ein, um die Adrenalinpumpe zu beschleunigen. Dabei baut er gerne mal einen bösen Scherz ein, wie den Blinden, der einziger Zeuge von Evas erstem Fluchtversuch ist, oder das iPad, das hier zum Mordinstrument wird. Bereits die allererste Sequenz ist vom Derbsten und für potenzielle Claustrophobiker wie mich Alptraum pur.
Zwar enthält uns der Film die versprochenen Twists weitgehend vor: Alte Genrehasen dürften bis auf des Täters Motivation nicht viel wirklich Überraschendes entdecken, und auch das Buch enthält ein paar verzeihliche Ungereimtheiten. Doch alles in Allem ist dies ein starkes Machwerk aus niederländischer Produktion: atmosphärisch dicht, durch die Bank klasse gespielt und fesselnd bis zum Schluss.
Boermans musste sich seinen Film in Ermangelung von Fördergeldern vor allem von einer niederländischen Patientenstiftung und einer TV-Gameshow finanzieren lassen. Anschließend veröffentlichte er das Ding als erstes im Internet, wo sich User den Streifen gegen einen kleinen, freiwilligen Obolus oder für lau runterladen konnten. Das sollte Aufmerksamkeit generieren, was ja letztlich auch gelang, denn der Film erschien ja nun nicht nur in Deutschland auf DVD.

Rating: $$$$+

Splatter:

4/10

 

 

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