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Cops

Info

OT: 
Poliziotti
AT:
Poliziotti – Das Ehrenwort eines Mafiosi (
Es muss natürlich „Mafioso“ heißen *Lach*)

Jahr: I/F 1995
R, B:
Giulio Base
B:
Franco Bertini, Sandro Petraglia
K:
Dante Dalla Torre
M:
Oscar Prudente
D:
Claudio Amendola. Michele Placido, Kim Rossi Stuart, Nadia Fares

Quelle DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Zivilbulle Lorenzo (Claudio Amendola), genannt „Lazaro“, packt gerne handfest zu, insbesondere wenn er so richtig sauer wird. Das müssen auch die Angestellten eines Drogenringes, in dem Lorenzo undercover tätig ist, am eigenen Leib erfahren: Nachdem die Narcos einen Spitzel und seine gesamte Familie – äh – ausgeschaltet haben, legt „Lazaro“ in einem Akt von Rachsucht kurzerhand den Chef des Ringes (Michele Azzarito) sowie zwei seiner Mitarbeiter um.
Zum Dank versetzt man den Wüterich in den Innendienst, und zwar in die Zentrale nach Turin. Schon auf der Anreise lernt er den jungen Cop Andrea Lazetti (Kim Rossi Stuart) kennen, der ebenfalls in Turin anfangen soll. Die beiden ungleichen Männer freunde sich an, und schon bald schieben sie gemeinsam Dienst. Es gilt, im Krankenhaus den Gangster Sante Carella (Michele Pacido) zu bewachen, einen schlimmen, jedoch enorm charismatischen Finger.
Carella gelingt es, den unglücklichen und verunsicherten Andrea um den Finger zu wickeln. Als Lorenzo eines Abends eine Privatangelegenheit klären muss, kann Carella Andrea nach Strich und Faden verarschen und türmen. Dass jetzt die sprichwörtliche Kacke dampft, ist man klar, und Lorenzo bekommt 24 Stunden Zeit, um den Flüchtigen wieder hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Zitate:

Lorenzo: „Du störst uns nicht im geringsten, denn nirgendwo passt du besser hin als auf die Toilette.“ – Carella: „Willst du damit sagen, ich wär’ ein Stück Scheiße?“ – „Das ist deine Interpretation.“ (Carella zwackt des Nachts die Blase)

Carella: „Ist das ein Idiot … und das für eine Million im Monat. Blöder Scheiß-Bulle.“

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur Giulio Base, der auch etliches mit „Terence Hill“ drehte, unter anderem „Doc West“, unternahm hier den ehrenwerten Versuch, dem italienischen Polizeifilm neues Leben einzuhauchen. Zu diesem Behufe nahm er sich einen realen Fall vor und verknüpfte im Ergebnis klassische Action-Elemente mit einer eher ungewohnten Drama-Komponente.
Eine Rechnung, die zumindest teilweise aufgeht. Zwar wirkt der ein oder andere Handlungsstrang etwas unausgegoren und überhastet abgehakt, wie etwa die Geschichte um Lorenzos Bruder, der an einer Überdosis starb. Außerdem gibt es Ungereimtheiten: Warum zum Beispiel kann Carella nach seiner Flucht unbehelligt von der Polizei in einem überaus luxuriösen Versteck untertauchen? Doch die solide technische Umsetzung, was unter anderem die Kameraarbeit angeht, die eine schön frostige Noir-Atmosphäre erzeugt, und vor allem die Darstellerleistungen füllen so manches mögliche Schlagloch auf. Besonders Alt-Recke Michele Placido geht in seiner Rolle auf: Sein Sante ist ein skrupelloser Manipulator, der schnell die Schwächen seiner Mitmenschen erkennt und sich zu Nutze macht, um beispielsweise an Vergünstigungen zu kommen. Wie er umschaltet vom sympathischen Schluffie zum knüppelharten Gangster, ist schon sehenswert. Ebenfalls klasse ist Kim Rossi Stuart, der dem unglücklichen Bullen ein Gesicht verleiht, der seinen Job lediglich der Familientradition wegen antrat, viel zu weich ist und dazu einen verhängnisvollen Hang zum Selbstmitleid zeigt. Die am wenigsten dankbare Rolle des Trios hat Claudio Amendola: Er muss vor allem knorrig aus der Lederjacke schauen und bei Bedarf was auf die Zwölf verteilen. Immerhin darf er als einziger mit der schönen Nadia Fares durch die Federn huschen.

Rating: $$$+

Splatter:

3/10

 

 

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