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Coup, Der

Info

OT: 
Le Casse
AT:
Gli Scassinatori (I)

Jahr: F/I 1971
R, B:
Henri Verneuil
B:
Vahé Katcha
K:
Claude Renoir
M:
Ennio Morricone
D:
Jean-Paul Belmondo, Omar Sharif, Robert Hossein, Dyan Cannon

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Das hatten sich Azad (Jean-Paul Belmondo) und seine kleine Gaunertruppe fein ausgedacht: Kleiner Trip in eine griechische Hafenstadt, dort Einbruch ins Haus des reichen Magnaten Tasco (José Luis de Villalonga), Knacken des Tresors mittels Hightech-Equipment und zwecks Verpissen ab aufs Schiff mit der Smaragd-Beute, erwarteter Wert: eine Million Dollar. Während Teil Eins des Plans wie am Schnürchen klappt, kommt im weiteren Verlauf Sand ins Getriebe. Das Schiff, mit dessen Kapitän das diebische Quartett im Vorfeld handelseinig geworden war, hat eine Havarie und liegt für fünf Tage fest im Dock. Ein weiterer, immer schwerer werdender Mühlstein am Hals der Ganoven ist der ermittelnde Kommissar Zacharia (Omar Sharif), der die Bande schon seit ihrem gelungenen Coup im Auge hat und die Smaragde unbedingt für die eigene Schatulle abziehen möchte.
Während die Diebe irgendwie die fünf Tage überbrücken müssen, zieht Zacharia die Schraube an. Sein Angebot: Smaragde gegen freien Abzug. Doch Azad verspürt nicht die geringste Lust, die hart erarbeiteten Klunker dem öffentlich-rechtlichen Trittbrettfahrer in den Rachen zu schmeißen.

Zitate:

Zacharia: „Sie wussten wohl nicht, dass es bei uns eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt?“ – Azad: „Tut mir leid. Ich bin Ausländer und kann Ihre Schrift nicht lesen.“ – Z.: „Zahlen schreibt man überall gleich.“ (Nach einer schrottträchtigen Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagd durch die Stadt bahnt sich eine Geschäftsbeziehung an)

Zacharia: „Auf Wiedersehen, Monsieur …“ – Azad: „Azad. Es bedeutet ‚frei’ in irgendeiner Sprache.“ – Z.: „Aha. Mein Name ist Abel Zacharia, und das bedeutet gar nichts. In keiner Sprache.“

Die Kritik des Gunslingers:

Eigentlich fast schon ein Zwei-Personen-Stück mit zahlreichen Stichwortgebern, das Henri Verneuil im actionhaltigen Thriller-Gewand inszenierte.
Ein bisschen fehlt mir persönlich der Zug in der Handlung. So flechtet das Buch noch eine Beinahe-Lovestory ein zwischen Belmondo und der reizenden Dyan Cannon, die ein zwielichtiges Foto-Model gibt. Dieser Strang zieht den Streifen unnütz in die Länge. Er bringt nix für das Gesamtkonzept und ist allenfalls atmosphärisch von wenn auch untergeordneter Bedeutung: sehr nett die 70s-Sex-Club-Atmo oder auch das ultramoderne Appartment, in dem sich ein paar knallende Ohrfeigen im hektischen An- und Ausgehen der Zimmerbeleuchtung niederschlagen, die – letzter Schrei – auf Klatschen reagiert. Ansonsten: absolut redundant und Gift für den Erzählfluss.
Sehenswert ist der Film aufgrund von Bébel und Omar Sharif, der hier wohl eine der besten Leistungen seiner Karriere abliefert. Kommissar Zacharia ist ein durch und durch skrupelloser Bulle, der dies aber durch seinen Charme, sogar Höflichkeit kaschiert. Doch wenn’s drauf ankommt, geht er wortwörtlich über Leichen und genießt dies auch noch. Belmondo zieht hier eindeutig den Kürzeren: Er gibt einmal mehr das Schlitzohr mit Schlag bei Frauen, doch das kann er bekanntlich unnachahmlich gut. Der Rest des Casts fällt trotz guter Namen wie Robert Hossein oder Renato Salvatori nicht weiter ins Gewicht, da kein Charakter über Nebenrollenstatus hinauskommt.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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