Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Info

OT: 
Dirty Harry

Jahr: USA 1971
R: Don Siegel
B: Julian & Rita M. Fink, Dean Riesner
K: Bruce Surtees
M: Lalo Schifrin
D: Clint Eastwood, Andy Robinson, Harry Guardino, Reni Santoni, John Vernon

Quelle: TV (Kabel 1)

 

Inhalt

Inspector Harry Callahan (Clint Eastwood), von Kollegen und Presse liebevoll nur „Dirty Harry“ genannt, ist der härteste Hund des San Francisco Police Departments. Wo Harry hinlangt, sind in der Regel die Putzkolonnen noch Tage später im Einsatz. So ist es wenig verwunderlich, dass sich Callahan auf expliziten Wunsch des Bürgermeisters (John Vernon) zurückzuhalten hat, als ein Serienkiller (Andy Robinson), der sich „Scorpio“ nennt, die Stadt um 100 Riesen erpresst. So beschränkt sich Harry hauptsächlich darauf, nach Art des Hauses Banküberfälle zu vereiteln und sich mit seinem neuen mexikanischen Partner Chico Gonzales (Reni Santoni) vertraut zu machen. Denn Mexikaner liebt Callahan noch mehr als Schwule, Hippies und „Neger“. Da die Hinhaltetaktiken der Polizei gegenüber Scorpio nicht verfangen, muss letztlich doch der Harry ran, um dem irren Killer das Handwerk zu legen. Doch seine rüden Methoden bei der Verhaftung sorgen dafür, dass der Verrückte wieder auf freien Fuß gesetzt werden muss. Als der dann noch einen Schulbus entführt, hat Callahan endgültig den Kaffee auf.

Zitate

Bürgermeister: „Was haben Sie unternommen?“ – Callahan: „Oh, seit 45 Minuten nichts. Die Zeit habe ich auf meinem Arsch gesessen, um zu Ihnen vorgelassen zu werden.“ (Harry informiert über den Fortgang der Ermittlungen)

Bürgermeister: „Callahan!“ – C.: „Sir?“ „Ich wünsche keinesfalls mehr solchen Ärger wie letztes Jahr im Filmore-Distrikt. Verstanden? Das ist meine Politik.“ – „Ja … aber wenn ein geiles Schwein hinter einer hilflosen Frau her ist und sie dann vergewaltigen will, schieße ich sofort. Das ist MEINE Politik.“

C.: „Das ist eine 44er Magnum. Verdammt gefährlich. Ich brauch nur einmal abzudrücken, und es reißt dir den Arsch ab. Und jetzt überlegst du, ob du ein Glückskind bist und ich noch einen Schuss habe.“ (Der eh’ schon angeschossene Bankräuber lässt’s nicht drauf ankommen)

Die Kritik des Gunslingers:

Fulminanter Auftakt der Dirty-Harry-Reihe, mit dem Regisseur Don Siegel seine - nun ja – sagen wir mal non-liberale Einstellung wieder deutlich ins Zelluloid gräbt.
Sein Alter Ego ist einmal mehr Clint Eastwood, der Harry als beinharten und durch fast nichts zu erschütternden Cop anlegt. Trotz aller Schicksalsschläge, auch der privaten, bleibt Harry im Grunde ein Optimist, der unverdrossen immer wieder seine Haut zu Markte trägt.
Unverdrossen? So ganz denn nun doch nicht, denn amerikanisches Rechtssystem, schlaffe Vorgesetzte und das lästige Gesetz, das der geliebten Selbstjustiz einen Riegel vorschiebt, es sei denn man fängt’s schlau an, machen dem lieben Harry das Leben schwer.
Da der Film als Clint-Eastwood-Vehikel angelegt ist, bleiben die Mitakteure blass. Am nachhaltigsten beeindruckt da noch Andy Robinson mit seiner guten Vorstellung eines Psychopathen. Die starke Fotografie und der dezente, groovende Funk-Jazz-Score von Routinier Lalo Schifrin machen den Streifen zu einem Meilenstein des 70er-Action-Kinos, der auch deutliche Spuren bei seinen Zeitgenossen aus Italien und Frankreich hinterließ. Scheiß auf PC, liebe Freunde - ist klar, dass ich damit nicht den Rechenknecht meine, nech (Lächeln). Hier kann’s nur eine Wertung geben:

Rating: $$$$$

Splatter:

3/10