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Dressed to kill

Info

OT: 
Dressed to kill

Jahr: USA 1980
R, B: Brian De Palma
K: Ralf Bode
M: Pino Donaggio
D: Michael Caine, Nancy Allen, Keith Gordon, Angie Dickinson

Quelle: TV (WDR)

 

Inhalt

Mit Kate Millers (Angie Dickinson) Ehe steht’s nicht zum Besten. Im Laufe der Zeit ist aus dem Miteinander eher ein Nebeneinander geworden. Kate kann sich nur ihrem Therapeuten Dr. Elliott (Michael Caine) regelmäßig anvertrauen. So sticht sie kräftig der Hafer, als sie sich eines Nachmittags im Kunstmuseum von einem Unbekannten (Ken Baker) geradezu animalisch angezogen fühlt. Man verbringt die Stunden bis zum frühen Abend in leidenschaftlicher Knatterei, bis Kate sich wieder auf den Weg macht, um heim zu Mann (Fred Weber) und Sohn (Keith Gordon) zu kehren.
Aber sie kommt nicht weit: Im Aufzug des Appartmenthauses erleichtert eine unbekannte Blondine sie per Rasiermesser um das Gekröse. Die einzige Zeugin des Mordes ist die Edelnutte Elisabeth Blake (Nancy Allen). Doch außer ihr hat niemand die mörderische Blonde gesehen, und Elisabeth hat das fallengelassene Rasiermesser in der Hand. Blöd für Liz, denn nun steht sie selbst erstmal unter Tatverdacht. Doch der ermittelnde Detective Marino (Dennis Franz) gibt ihr 48 Stunden Zeit, ihren letzten Freier aufzutreiben, der möglicherweise die Mörderin ebenfalls gesehen hat.
Auch Kates Sohn Peter, ein Bastler und Elektro-Freak, ist hinter dem Killer her, den er unter den Patienten Elliotts vermutet. So überwacht er rund um die Uhr mittels automatischer Kamera die Praxis des Psychiaters. Doch die Mörderin, die Elliott dazu per Anrufbeantworter terrorisiert, hat bereits Elisabeths Spur aufgenommen.

Zitate

Marino: „Das ist ja ein merkwürdiges Haus. Anscheinend lässt sich da jede zur Teestunde durchziehen.“

Marino: „Ich bin kein Außenstehender; ich bin ein Cop!“

Elliott: „Warum wollen Sie, dass wir es tun?“ – Elisabeth: „Na, das hat was mit der Größe des Schwanzes in Ihrer Hose zu tun.“

Die Kritik des Gunslingers:

Brian De Palma, eigenem Bekunden zufolge Hitchcock-Afficionado, erweist mit seinem Thriller dem Meister eindeutige Referenz. So sind hier unschwer „Vertigo“ oder auch „Psycho“ als direkte Inspirationsquellen auszumachen. Ersterer ist beispielsweise unzweifelhaft in der im Übrigen klasse umgesetzten Museumssequenz wiederzuerkennen. Wie sich Angie Dickinson und Ken Baker ohne Worte durch die Kunstsammlung verfolgen ist schon 1a gespielt und inszeniert. Die Kamera wechselt ununterbrochen die Beobachtungs-Perspektive, und insbesondere Angie Dickinson lässt das schauspielerische Schwergewicht raushängen. Auch „Psycho“ hat überall seine Spuren hinterlassen: sei es in Motiven im Soundtrack Pino Donaggios, den Duschszenen oder in der Plotauflösung.
Was ebenfalls auffällt: De Palma scheint ein Faible für den italienischen Giallo zu haben, bei dem er sich offensichtlich ein wenig bedient. Das geht los bei DER Mordwaffe per se, dem Rasiermesser, der schwülen Atmosphäre und endet wieder beim Soundtrack, dem Pino Donaggio klassisch italienische Momente verleiht. Typische geigendominierte Orchestrierung, immer wieder mal ergänzt durch eine gehauchte „La-la-la“-Frauenstimme. Donaggio war seit „Carrie“ lange Zeit so etwas wie der Stammkomponist De Palmas. Auch Nancy Allen gehörte zum Kreis: Sie war zu der Zeit mit De Palma verheiratet.
Schauspielerisch bleibt „Dressed to kill“ nichts schuldig. Angie Dickinson muss zwar leider schon vor Halbzeitpause vom Feld, doch uns bleibt ja immer noch Michael Caine, der wieder eine souveräne Partie abliefert. Ich lass mich heute nicht lumpen und vergebe:

Rating: $$$$$

Splatter:

3/10

 

 

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