Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Einsamer Ort, Ein

Info

OT: 
In a lonely Place

Jahr: USA 1950
R:
Nicholas Ray
B:
Andrew Solt, Edmund North
K:
Burnett Guffey
M:
George Antheil
D:
Humphrey Bogart, Gloria Grahame, Frank Lovejoy, Carl Benton Reid

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Dixon Steele (Humphrey Bogart) ist zwar Drehbuchautor, doch liegt sein letztes verfilmtes Buch schon ein paar Jährchen zurück. Reden macht er sich vielmehr durch seine jähzornigen Wut- und Gewaltausbrüche, bei denen nicht nur Porzellan zu Bruch geht. Sein neuestes Projekt ist ein übler Schmachtfetzen, den er für den Film aufbereiten soll.
Dix, der nicht die geringste Lust hat, das Werk überhaupt zu lesen, lädt die begeisterte Groschenroman-Konsumentin, die Garderobiere Mildred Adams (Martha Stewart), zu sich nach Hause ein, um ihm die Geschichte zu erzählen. Seine ärgsten Befürchtungen bestätigen sich: Schon allein, der mit Verve vorgetragenen Erzählung zu lauschen, bereitet Steele einen veritablen Kackreiz, und so schickt er Mildred irgendwann per Taxi nach Hause. Am nächsten Morgen stehen die Bullen in Gestalt seines alten Kriegskumpels Brub Nicolai (Frank Lovejoy) vor der Tür, denn Mildred ist erwürgt worden.
Steele, eine coooole Sau mit dicker Akte und ohne überzeugendes Alibi, ist Hauptverdächtiger für Captain Lochner (Carl Benton Raid), Leiter der Mordkommission, bis Steeles Nachbarin Laurel Grey (Gloria Grahame) seine Geschichte bestätigt. Zwischen den Beiden entspinnt sich eine leidenschaftliche Romanze, die beim Autor zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Kreativitätsschub führt. Die dunklen Wolken lassen leider nicht lange auf sich warten: Captain Lochner bleibt am Ball und versucht Beweise, für Dixons Schuld zu finden. Neben dem ungeklärten Mord, belastet auch Steeles notorische Gewalttätigkeit das junge Glück. Zunehmend zermürbt, beginnt Laurel an seiner Unschuld zu zweifeln.

Zitate:

Lochner: „Considering, you’ve never met Mr. Steele, you’ve paid quite a little attention to him.“ – Laurel: “Hm.” – “Do you usually give such an attention to your neighbours?” “No.”“Was it, because you were interested in Mr. Steele, because he’s a celebrity?”“No, not at all. I noticed him, because he looks interesting … I like his face.”

Dix: “Would you do me a favour, pal?” – Blumenladen-Knecht (Davis Roberts): “Yes, Sir?” - “I wanna send two dozens of white roses to a girl.”“Yes, Sir. You want to write a card?” – “No, there’s no card. Just send them. The name is Mildred Wilson.”„What’s her address?“„I don’t know. Look it up in the papers: She was murdered last night.” – “… Yes, Sir.”

“Sometimes I wish, I would have never met you.” (Mel Lippman (Art Smith), Steeles treuer Agent)

Die Kritik des Gunslingers:

Klasse Semi-Melodram, das Nicholas Ray mit einigem an Psychothriller-Elementen bestückte. Außerdem verpasste er den Charakteren durch ihre Anlage sowie dem Film durch Ausleuchtung und Fotografie einen gewissen Noir-Touch. Zwischen Humphrey Bogart und Rays Gattin Gloria Grahame sprühen die Funken. Folglich konnte es Bogey für die Dauer der Dreharbeiten wohl verschmerzen, dass Columbia aus vertragsrechtlichen Gründen seinem Wunsch, die Rolle mit Lauren Bacall zu besetzen, nicht nachkam.
Die Stimmung im Verlauf des Films verdüstert sich in dem Maße, in dem Gerüchte, Fakten und auch das Hautnah-Erleben von Gewaltausbrüchen Laurel die Beziehung vermiesen und sie sogar Angst bekommt, selbst Opfer zu werden. Dabei ist Dix kein schlechter Mensch, sondern nur bar jeder Kontrolle über sich: Eines Abends provoziert er beispielsweise einen Beinahe-Autounfall und erschlägt seinen Widersacher fast in blinder Raserei. Am nächsten Morgen schickt er ihm anonym einen 300-Dollar-Scheck mit Entschuldigung.
Der Film, der zu Bogarts Besten zählt, ist gut fotografiert und mit einem klassischen, dramatischen Orchesterscore versehen.

Rating: $$$$$

Splatter:

0/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien