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Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis

Info

OT: 
Hot Fuzz
AT:
Hot Fuzz – Verbrechen verboten
Hot Fuzz – Zwei Badboys räumen auf

Jahr: GB 2007
R, B:
Edgar Wright
B:
Simon Pegg
K:
Jess Hall
M:
David Arnold sowie Kinks, Troggs usw.
D:
Simon Pegg, Nick Frost, Timothy Dalton, Jim Broadbent

Quelle: TV (ZDF)

 

Inhalt

Der Bulle Nicholas Angel (Simon Pegg) ist nicht nur der Stachel im Fleisch der Londoner Unterwelt, sondern piesackt mit seinem Tatendrang und Ehrgeiz auch Kollegen und Vorgesetzte. Der Streber, der nicht nur Träger des „Silbernen Schlagstocks“ ist, lässt mit einer Verhaftungsquote, die mehr als 400 Prozent des Durchschnitts beträgt, den Rest der Polizei nämlich ziemlich alt aussehen.
Um die Nervensäge loszuwerden, befördert man Angel kurzerhand zum Sergeant und versetzt ihn gegen seinen erbitterten Widerstand nach Sandford/Gloucestershire. Ein Dorf, das genauso ist, wie es sich anhört: vielfacher Gewinner des Titels „Dorf des Jahres“, sicherste Gemeinde des UK, in der der letzte Mord über 20 Jahre zurück liegt. Hier eckt der eifrige Sergeant mit seinen rüden Methoden und seiner Kompromisslosigkeit immer wieder an, schließlich gibt’s wenig mehr zu tun, als entlaufene Schwäne einzufangen, Nachbarschaftsstreitigkeiten zu schlichten oder – wenn’s hoch kommt - einen Ladendieb dingfest zu machen.
Angels Partner ist der etwas träge, filmverrückte Constable Danny Butterman (Nick Frost), Sohn des örtlichen Polizeichefs (Jim Broadbent), der in dem bekannten Großstadtcop den Held aus seinen Actionfilmen wiederzuerkennen glaubt. Als dann eine seltsame Unfallserie mit Todesfällen das Dorf heimsucht, wittert Angel Arges, nämlich Mord. Zusammen mit Butterman nimmt er die Ermittlungen auf und hat schnell einen Hauptverdächtigen parat: den Supermarktbesitzer Simon Skinner (Timothy Dalton). Die Lösung des Falles überrascht dann selbst den hart gesottenen Londoner Cop.

Zitate:

Angel: „Bei allem Respekt, Sir, Sie können einen Menschen nicht einfach verschwinden lassen.“ - Chief Inspector (Bill Nighy): „Doch, das kann ich. Ich bin der Chief Inspector.“

Andy I (Paddy Considine): „Auf dem Land läuft jeder Bauerndepp mit `ner Waffe rum.“ – Angel: „Wer genau?“ – Andy I: „Zum Beispiel Bauern.“ – Angel: „Wer noch?“ – Andy II (Rafe Spall): „Und auch `n paar Deppen.“

Butterman: „Michael Armstrong. Er lebt zu Hause mit Mama und Schwester.“ – Angel: „Sind die beiden auch so groß?“ – B: „Wer?“ – A: „Mama und Schwester.“ – B: „Selbe Person.“

Angel: „Die Opfer haben sich alle gekannt.“ – Andy II: „Hier kennen sich sowieso alle.“

Die Kritik des Gunslingers:

Nachdem das Trio Wright, Pegg und Frost mit „Shaun of the Dead“ den „klassischen“ Zombie-Streifen augenzwinkernd und sehr gelungen Referenz erwiesen haben, verneigen sie sich mit „Hot Fuzz“ vor dem Action-Kino der 80er und 90er. „Lethal Weapon“ und Konsorten lassen grüßen.
Und wie der Vorgänger geht auch „Hot Fuzz“ mit viel Liebe zum Detail, Filmverrücktheit und hohem handwerklichen Können in die Vollen. Da besteht zu keinem Zeitpunkt die Gefahr, dass die Schose in Richtung „gut gemeint, aber …“ abschmiert. Klar, die Charaktere sind Klischee, was natürlich gewollt und bei den Vorbildern nicht anders ist. Gleichzeitig steigert der Streifen diese ins Extrem: So agieren Simon Pegg und Nick Frost etwa wie ein schüchtern verliebtes Pärchen, inklusive „Dieses-Stofftier-habe-ich-für-dich-geschossen“-Schießbuden-Episode und „Pass auf dich auf“-Schi-Schi. Nicht nur die Dörfler sind dabei ein Panoptikum von auf den zweiten Blick ins Groteske gesteigerter britischer Spießigkeit. Auch das Sandforder Polizei-Revier ist erlesen besetzt: So haut die einzige Frau, Doris (Olivia Colman), Zoten und Kalauer raus, bei denen sich die Balken biegen und die ansonsten eher männlichen Schmierlappen vorbehalten sind, während Angels Kollegen, die „Beiden Andies“, ihre Abneigung gegen den Streber immer wieder in kindischen Scherzen kanalisieren. Timothy Dalton suhlt sich förmlich in der Rolle als Oberschurke, und Bill Nighy gibt einen klasse Chief Inspector.
Der Streifen ist astrein und temporeich geschnitten und fotografiert, während der Dialogwitz zwar nicht immer zündet, aber so stehen bleiben kann. Ein furioser Showdown sorgt schließlich noch für Scones, Jam und Clotted Cream zum Tee. Was sagt uns das, liebe Gemeinde: Gimme five!

Rating: $$$$$

Splatter:

4/10

 

 

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