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Kalter Hauch

Info

OT: 
The Mechanic

Jahr: USA 1972
R: Michael Winner
B: Lewis John Carlino
K: Richard H. Kline, Robert Paynter (für die Italien-Episode)
M: Jerry Fielding
D: Charles Bronson, Jan-Michael Vincent, Keenan Wynn, Jill Ireland

Quelle: TV (BR)

 

Inhalt

Wie schon Vattern, arbeitet auch Arthur Bishop (Charles Bronson) fürs Syndikat. Während ersterer aber Streitfälle innerhalb der Organisation schlichtete, ist letzterer im Außendienst beschäftigt. Bishop nämlich ist ein „Mechanic“, ein Hitman der besonders effektiven Sorte. Fast schon liebevoll nimmt er sich Zeit für seine Aufträge, die er in der Regel postalisch in Form eines Dossiers zugestellt bekommt. Er kundschaftet das Opfer in allen Einzelheiten aus, bevor er sich für eine Methode entscheidet. Zumeist sieht das Ergebnis dann aus wie ein Unfall.
Eines Tages nun flattert ein neuer Auftrag ins Haus: Diesmal soll ein in Ungnade gefallener ehemaliger Freund des alten Bishop, Harry McKenna (Keenan Wynn), über die Klinge springen. Bishop macht das, was er immer tut und lässt es wie einen Herzanfall aussehen. In Steve (Jan-Michael Vincent), dem Sohn des Verblichenen, erkennt er bald einen Bruder im Geiste: abgebrüht, intelligent und gefühllos. Die Anziehung beruht auf Gegenseitigkeit, und so bildet Arthur den Jungen zu seinem Assistenten aus. Da bei ihrem ersten gemeinsamen Job einiges unrund läuft, sind Bishops Auftraggeber not amused: Um sich zu bewähren, sollen die Beiden einen Auftrag in Neapel durchziehen, aber prestissimo. Durch Zufall entdeckt Arthur vor der Abreise in Steves Klamotten aber ein Dossier, und zwar über sich. So steht die Geschichte schon von vorne herein nicht gerade unter einem guten Stern.

Zitate

„Pass gut auf dich auf.“ (Aus dem Mund Bishops ist das eher eine Drohung)

„Ich bin Keiner, der drauf los ballert. Ich mache Präzisionsarbeit.“

Die Kritik des Gunslingers:

Wenn man, denn will, kann man Michael Winners Neo-Noir in drei Kapitel gliedern, von denen das mittlere der Schwachpunkt ist. Kapitel Eins ist gleichzeitig das stärkste. Es führt uns ein in die einsame Welt des Arthur Bishop. Von einer konspirativen Wohnung aus beobachtet er sein Opfer, notiert seinen Tagesablauf, macht Fotos. Bis er die arme Wurst dann erledigt, vergeht eine Viertelstunde Filmzeit, in der kein Wort gesprochen wird.
Wir erleben Bishop als völlig autarken Loner, der regelmäßig eine Rutsche Pillen gegen seine Phobien einschmeißt und so kaputt ist, das er sich menschliche Nähe nur vorspielen lassen kann. Das übernimmt eine Nutte (Jill Ireland), die für ihn nach den Aufträgen die Scharade der sehnsuchtsvoll wartenden und liebenden Gefährtin aufführt. Am nächsten Morgen sind davon ein paar Scheine geblieben, die Bishop auf dem Nachttisch zurücklässt. Genauso kaltschnäuzig übergeht er die Bitte nach Hilfe, die Harry McKenna an ihn richtet und konstruiert daraus sogar seine tödliche Falle für den alten Gangster.
Dann rauscht der Streifen auf gewohnter Thrillerbahn dahin, denn die Ausbildung eines Newcomers durch den ausgefuchsten Pro ist ja nicht gerade neu. Bemerkenswert ist hier allerdings, dass sich Bishop dem Jungen öffnet, ihm sogar Vertrauen schenkt. Dieses reißt der Streifen im temporeichen und actionbetonten dritten Kapitel ein. Fazit: Wer vertraut, egal, wem, ist tot.
Klasse Darsteller, gut fotografiert und mit einem sparsamen, aber vibrierenden Score des erprobten Jerry Fielding ausgestattet. Trotzdem verfehlt der Streifen aufgrund seines Mittelteils die Höchstnote. Es bleiben aber immer noch gute

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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