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Mann rennt um sein Leben, Ein

Info

OT: 
Canicule
AT:
Dog Day – Ein Mann rennt um sein Leben

Jahr: F 1984
R, B:
Yves Boisset
B:
Jean Herman, Michel Audiard, Dominique Roulet, Serge Korber
K:
Jean Boffety
M:
Francis Lai
D:
Lee Marvin, Sylvette Héry („Miou-Miou“), Victor Lanoux, Jean Carmet

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Jimmy Cobb (Lee Marvin) hat schon bessere Zeiten gesehen: Ein letzter Coup soll daher noch mal ordentlich Asche in die Taschen des alten Gangsters spülen, um sich hernach mit Freundin Noémie (Tina Louise) gepflegt zur Ruhe zu setzen. Doch leider liegen die Bullen schon auf der Lauer und haben die Gegend bereits abgeriegelt. So gerät der Ripp eines Geldtransporters mit sieben Toten recht blutig, aber immerhin kann Jimmy mit der Beute – 33 Millionen Francs – türmen. Er verscharrt den Zaster in einem Weizenfeld und versteckt sich in der Scheune eines einsamen Gehöfts.
Doch so beschissen wie sich die Sache anließ, so beschissen geht sie weiter. Zum einen hat Chim (David Bennent), ein kinobegeisterter Lauser, den Gangster beim Verstecken der Beute beobachtet und bringt nun den Großteil der Moneten an sich. Zweitens ist der Bauernhof bewohnt von einer Familie, bestehend aus Sexsüchtigen, Inzestlern, Alkoholikern und Höschenschnüfflern. Drittens zieht sich der Kreis der Bullen immer enger. Viertens ist auch Jimmys Komplize, Snake (Pierre Clementi), der dem Massaker ebenfalls entkam hinter Cobb und dem Geld her.
Dem bedrängten Jimmy scheint als Rettungsanker die frustrierte Gattin des Hauses, Jessica (Miou-Miou), zu winken. Doch die kocht nur ihr eigenes Süppchen, und schließlich kriegen auch die anderen Bewohner die Anwesenheit des Gangsters spitz. Die aufgeheizte Stimmung aus Gier und Geilheit entlädt ich in einer Gewalt-Orgie.

Zitate:

Jessica: „Haben Sie kein Vertrauen zu mir?“ – Cobb: „Zu jemandem, der sich an mich ranschmeißt, hatte ich noch nie Vertrauen. Entweder er will mein Geld oder mein Fell.“ (Das nennt man Menschenkenntnis)

Die Kritik des Gunslingers:

Thriller-Spezialist Yves Boisset legte mit diesem Film eine Art Bindeglied zwischen klassischem Gangsterfilm und böser gesellschaftskritischer Groteske vor. Der Gangster ist als der einzige Normale in diesem versammelten Gruselkabinett mit seiner Situation überfordert, obwohl die alten Regel, nach der der derjenige mit der Wumme das Spiel macht, nicht außer Kraft gesetzt ist. Doch spielt eben auch die Gesellschaft, deren Zerrbild auf dem Bauernhof versammelt ist, nach dieser Regel und das noch weitaus skrupelloser als der böse Outlaw: Von den „braven“ Bauersleuten hat nämlich ausnahmslos niemand Hemmungen, irgendeinen umzulegen, wenn es gerade in den Kram passt. Die Schauspieler sind ausnahmslos gut: Lee Marvin liefert einen abgerockten, aber würdigen Wiedergänger seines Gangsters aus „The Killers“, der am Ende resignieren muss. Damit sticht er heraus aus den bizarren Gestalten ohne Moral und bar jedes Anstands, die Jimmy vor Augen führen, dass seine Zeit rum ist.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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