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Projekt 2

Info

OT: 
Proyecto Dos
AT:

Dos (Laberinto de Espejos)

Jahr: SP 2008
R: Guillermo Groizard
B: Guillermo Groizard, Nacho Cabana, Manuel Valdivia, Chus Vallejo, Margarita Varea
K: Rafael Bolaños
M: Daniel Sanchez de la Hera
D: Adría Collado, Lucía Jiménez, Alfonso Lara, Andrew Bicknell

Quelle: DVD (Sunfilm) Dank furs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Der Biochemiker Diego (Adriá Collado) ist respektabler Wissenschaftler, der hart schackert, um mit Gattin Susanne (Lucía Jiménez) und Sohn Mateo (Óscar Casas Sierra) bald in die eigene Immobilie ziehen zu können. Dieses vergleichsweise ruhige Leben ändert sich schlagartig, als Diego mit seinem Kumpel und Arbeitskollegen Martín (Alfonso Lara) zur Mittagspause eine Kneipe aufsucht. In der als Hintergrundrauschen laufenden Glotze ist ein tödlicher Verkehrsunfall zu sehen, dessen Opfer Diego wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
Nun heißt’s Wahrheit oder Pflicht, und erstere lassen sich die Beteiligten nur mühsam aus dem Kreuz leiern. Fakt 1: Diego wurde als Kleinkind unter dubiosen Umständen adoptiert. Fakt 2: Diego hatte einen jetzt toten Zwillingsbruder, Ricardo, ebenfalls Wissenschaftler, wenn auch in Buenos Aires. Fakt 3: Diegos Adoptiveltern und seine Ehefrau wissen viel mehr, als sie preisgeben.
Die Informationsbeschaffung gestaltet sich mehr als schwierig, da alle mauern und Diego bald außer Martín und seiner Freundin Emilia (Nuria Gago) niemandem mehr trauen kann. Die drei stoßen bei ihren Recherchen auf ein Klon-Experiment mit menschlichen Embryonen, das 40 Jahre zuvor in England stattfand und kräftig aus dem Ruder gelaufen ist. Allmählich bekommen auch die heftigen Déja-vu-Erlebnisse Sinn, die Diego heimsuchen, seitdem er sich erinnern kann. Doch inzwischen sind bereits verschiedene Parteien hinter Diego her, die allesamt nicht zimperlich sind.

Zitate

Martín: „Das ist einfach ungerecht: All’ die coolen Sachen passieren immer nur dir.“ (Na, vielen Dank!)

Die Kritik des Gunslingers:

Das spanische Kino ist ja in den letzten Jahren dafür gut, immer wieder Überraschendes in Sachen Thriller auf den Tisch des Hauses zu bringen. Als feine Beispiele seien hier nur „El Método“ oder „Palabras encadenadas“ genannt. Der vorliegende Streifen fällt dagegen leider etwas ab, und zwar vor allem deswegen, weil er in seinem letzten Drittel für meinen Geschmack einfach zu stark auf Action setzt.
In weiten Teilen bietet der Film allerdings schönes Verschwörungs- und Paranoia-Kino, was ich ja per se schon extreeem gerne verköstige. Bis sich die Nebel verziehen, ist zudem der Rioja besser in der Flasche aufgehoben, denn die zuerst sehr schön verzwickt aufgebaute Story birgt doch einiges an Glatteis-Gefahr, so dass die Birne eingeschaltet bleiben sollte. Dafür sorgen allein schon Diegos immer wieder sehr splitterhaft in den Handlungsablauf eingestreute Déja-Vus.
Bis dann später alles zu einer – ich will mal sagen – mainstreamigen Baller- und Verfolgungssoße einkocht, ist der Streifen spannend, die Atmo gelungen: Mit jedem Zugewinn an Erkenntnis wird’s ein Stück einsamer um Diego, der aber zu sehr Betonschädel ist, als vor der endgültigen Lösung aufzugeben. Hier dann spielt der Film noch einmal seine Stärken aus, in dem er uns ein Stückweit im Unklaren lässt und dazu ein leicht gebrochenes Happyend anbietet. Die Darsteller sind allesamt überzeugend, und das Gesicht von Andrew Bicknell, hier als knochiger Geheimdienstler zu sehen, dürfte wohl auch hierzulande dem einen oder anderen schon über den Weg gelaufen sein.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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