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Rasthaus der grausamen Puppen, Das

Info

OT: 
Das Rasthaus der grausamen Puppen
AT:
La Locanda delle Bambole crudeli (I)

Jahr: D/I 1967
R, B:
Rolf Olsen
K:
Karl Löb
M:
Erwin Halletz
D:
Essi Persson, Karin Field, Erik Schumann, Helga Anders

Quelle: DVD (Lisa Film)

 

Inhalt

Das Gaunerpärchen Betty Williams (Essi Persson) und Bob Fishman (Erik Schumann) versucht, in Glasgow ein Juweliergeschäft hochzunehmen. Bob stellt sich als Dieb so dämlich an, dass er sich seine Griffel zur Strafe im Schutzgitter des Schaufensters einklemmt. Und auch die Flucht geht schief: Ein alarmierter Gesetzeshüter hat sich nämlich auf der hinteren Stoßstange des Wagens platziert. Bob löst zwar das Problem, indem er nassforsch den Rückwärtsgang reinhaut und den aufdringlichen Cop an einer Hauswand zerquetscht. Doch Betty stößt sich bei dem Crash so heftig den Kürbis, dass sie das Bewusstsein verliert.
Während ihr Komplize erfolgreich Fersengeld geben kann, landet sie für zehn Jahre im Frauenknast. Hier erlebt sie das volle Programm von Lesbo-Sex bis Waschraum-Stress. Als auch die Knastleiterin mit dem bezeichnenden Namen Francis Nipple (Ellen Schwiers) sie erst verführen, dann auspeitschen will, jagt ihr Betty einen Brieföffner in den bestrapsten Leib und schnappt sich die Zellenschlüssel.
Zusammen mit vier weiteren Miezen geht's dann in Richtung Küste, wo Bob in einem Gasthaus unter falschem Namen als Kellner tätig ist. Unterwegs ledern die Damen noch einen Bestattungsunternehmer ab, dessen Auto sie brauchen; später müssen noch Bobs Chef und eine neugierige alte Schachtel (Jane Tilden) als Zeugen dran glauben. Der Plan, Bettys Ex-Chefin, die so reiche wie neurotische Marylin Oland (Margot Trooger), zu entführen, um vom Gatten 20.000 Pfund zu erpressen, geht schief, da dieser schon lange mit seiner Sekretärin knattert und froh ist, die Alte kostengünstig entsorgen zu können. Also entführen Bob und das Damenkränzchen das kranke Kind eines Paares, das in dem Etablissement wegen eines Zimmers vorstellig wird, inklusive der für dessen Operation vorgesehenen Kohle und begeben sich auf die letzte Fluchtetappe. Stress macht auch die Tatsache, dass der Bobman den Reizen von Bettys Fluchtkollegin, der so blonden wie taffen Jane (Karin Field), verfallen ist.

Zitate:

"Ich leite kein Hospiz, sondern eine Strafanstalt." (Superintendent Nipple)

"Kinder! Endlich wieder `ne neue Pelle!" (Jane beim Neueinkleiden in einem Kaufhaus)

Die Kurzkritik des Gunslingers:

Mit diesem Film macht sich Deutschlands Exploitation-Papst Rolf Olsen wieder alle Ehre. Viel nackte Haut, Dessous, grimmige uniformierte Knastwärterinnen, und auch reichlich angedeuteter Sex, gepaart mit einer harten Atmo und einem etwas irritierenden Street-Slang ("Du Sau!", "Halt Dein Maul!") erfreuen zumindest in der ersten Hälfte den Sleazefreund.
Dazu gibt's mit "Dirty Angels" einen klasse souligen fuzzy Titelsong und in den besten Teilen des übrigen Scores schön schmierige Saxophon-Instros. In der zweiten Hälfte verlässt der Film leider seine Linie und biegt ins Schwankhafte ab: Das liegt zum größten Teil an den überflüssigen Nebenfiguren des depperten Rasthofgasts McIntosh (Balduin Baas) und der neugierigen Witwe (Jane Tilden), die für den "Humor" sorgen. Atmosphärisch sackt der Film zudem auf Edgar-Wallace-Niveau, während im ersten Teil eher US-B-Thriller Pate standen.

Rating: $$$ (Trash: $$$$+)

Splatter:

2/10

 

 

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