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Rattennest

Info

OT: 
Kiss me deadly

Jahr: USA 1955
R: Robert Aldrich
B: A. I. Bezzerides (nach Mickey Spillane)
K: Ernest Laszlo
M: Frank Devol
D: Ralph Meeker, Paul Stewart, Gaby Rodgers, Nick Dennis

Quelle: TV (WDR)

 

Inhalt

Privatdetektiv Mike Hammer (Ralph Meeker) treibt seinen zweisitzigen und sonor brummenden Schnakenfänger über die Landstraße, als ihm ein barfüßiges Mädchen (Cloris Leachman) fast vor die Karre läuft. Die Frau, die sich Christina nennt und einer Irrenanstalt entsprungen ist, macht rudimentäre Andeutungen über ein lebensgefährliches Geheimnis. Kurze Zeit später geraten Hammer und Christina in die Gewalt von gewalttätigen Gangstern: Die Nacht endet für den Sportwagen auf dem Schrottplatz, den Detektiv im Kranken- und für die Frau im Leichenschauhaus. Hammer, dem die Bullen natürlich erstmal Lizenz und Knarre abnehmen, ermittelt auf eigene Faust, um den geheimnisvollen Tod seiner Mitfahrerin und dessen Hintergründe aufzuklären. Doch nicht nur der zuerst völlig im Dunkeln tappende Detektiv ist am Ball: Auch Gangsterboss Carl Evello (Paul Stewart) engagiert sich im Auftrag eines geheimnisvollen Unbekannten (Albert Dekker), und Christinas ehemalige Mitbewohnerin Lilly Carver (Gaby Rodgers) köchelt ebenfalls ihr trübes Süppchen. Hammer bewegt sich orientierungslos in einem Netz aus Gewalt und Mord, bis er erkennt, dass ihm Christina anfangs bereits den Schlüssel zu ihrem Geheimnis gegeben hatte. Es ist ein Gedicht ihrer Lieblingsdichterin Christina Rossetti, „Vergiss mich nicht“, das Hammer den entscheidenden Schritt weiterbringt.

Zitate

„Sag mir, was sie dir bezahlen. Ich biete dir mehr.“ – „Das kannst du nicht: Sie haben versprochen, mich am Leben zu lassen.“ (Hammer hätte von Eddie (Juano Hernandez) gern ein paar Infos)

Die Kritik des Gunslingers:

Schon lange zum Kultfilm erklärter Thriller, der die Elemente der damals bereits in den letzten Zügen liegenden „Schwarzen Serie“ bis zu seinem grotesken Finale ins Comic-hafte steigert. Die Motive der handelnden Personen bleiben bis zum Schluss unklar. Was den Detektiv, die Gangster antreibt: Rache? Suche nach Gerechtigkeit? Geld? Politische Ambitionen? Erlangung von Macht?
Es ist egal, denn der Film ist pure Eis-Atmosphäre. Mike Hammer hakt emotionslos einen Mosaikstein nach dem anderen ab, lässt ohne Regung auch die zahlreichen Annäherungsversuche der vorkommenden Frauen an sich abperlen, seinen Ruf als Womanizer ad absurdum führend. Seine Kontrahenten versuchen ebenso leidenschaftslos, die Ermittlungen des Detektivs zu durchkreuzen und am Ende selbst oben auf der Suppe zu schwimmen. Ab und an gibt’s mal kräftig einen auf die Glocke, passiert ein Mord. Doch selbst in diesen eigentlich hochemotionalen Momenten verharren die Menschen in ihrem Gefühls-Vakuum. All dies passiert hervorragend fotografiert und ausgeleuchtet an menschenleeren Tanken, in sterilen Büros, verwarzten Appartments und dunklen Straßen.

Rating: $$$$

 

 

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