Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Ripper kommt auf leisen Sohlen, Der

Info

OT: 
Casa d’Appuntamento
AT:

Auge des Bösen

Jahr: I/D 1972
R, B:
Ferdinando Merighi (“F.L. Morris”)
B:
Marius Mattei, Robert Oliver
K:
Mario Mancini, Gunter Otto
M:
Bruno Nicolai
D:
Robert Sacchi, Howard Vernon, Evelyne Kraft, Rosalba Neri

Quelle: DVD (X-Gabu)

 

Inhalt

Antoine (Pietro Martellanza), seines Zeichens Juwelendieb, hat ob seines Jähzorns Hausverbot im Pariser Nobelpuff der Madame Colette (Anita Ekberg). Doch die Katze kann das Mausen nicht lassen, und so läuft der Gutste wieder in besagtem Etablissement auf, um seine Lieblings-Nutte Francine (Barbara Bouchet) zum Aufhören und Mitkommen zu bewegen. Die lässt sich nicht so recht überzeugen, und so dreht Antoine in bekannter Manier durch. Das Ende vom Lied: Francine bleibt tot zurück; Antoine wird verhaftet und trotz Unschuldsbeteuerungen zum Tode verurteilt.
Allerdings gelingt dem Schlawiner die Flucht, die aber bereits wieder recht schnell an der Ladefläche eines Lasters mit abgerissener Rübe endet. Die Flics müssen sich nun um einen steigenden Leichenberg kümmern, der bald Hamlet’sche Dimensionen annimmt. Dabei präsentieren sich so unterschiedliche Verdächtige, wie der seltsame Leichenbeschauer (Howard Vernon), dessen Frau Leonora (Evelyne Kraft), ehemalige Nutte bei Colette, mit seinem Assi fremdknattert, ein ehemaliger, diebischer Chauffeur, die Nutte Alice, eine flüchtige Angestellte Colettes, oder die Ex-Gattin Antoines (Rosalba Neri). Leider reihen sich auch diese zumeist nach und nach in die Totenliste ein.

Zitate:

Inspector: „Er ist unschuldig.“ – Bulle: „Er ist ein Dieb!“ – I.: „Das war ich mit 18 auch. Ich hab’ Fahrräder und Zigaretten geklaut, aber ich hatte damals mehr Glück: Ich bin niemals erwischt worden.“ – B: „Na, das lassen Sie mal besser nicht den Polizeipräfekten hören, sonst ist’s aus mit der Beförderung.“

Doris (Ada Pometti): „Ich lüge niemals; ich bin nämlich Jüdin, und meine Religion verbietet mir das.“

Inspector: „Sie sind nicht nur impotent und unnormal, Sie sind auch verrückt, und Sie wissen es. Sie gehören ins Irrenhaus und nicht ins Gefängnis.“

Die Kritik des Gunslingers:

Ziemlich schlaffer, weil unspannender und wüst zusammengestoppelter (Schnitt: Bruno Mattei ;-)) Thriller, der aus unerfindlichen Gründen im Allgemeinen als Giallo verkauft wird. Den Gipfel der Originalität erreicht der Film, wenn die Morde mit verschiedenen Monochrom-Filtern vor der Linse diverse Male wiederholt werden, ohne allerdings beispielsweise mal die Perspektive zu wechseln.
Da die reichlich vorhandenen Nackedei-Szenen mit den wirklich hübschen Darstellerinnen recht züchtig und normal ablaufen und auch die Bluttaten eher unspektakulär realisiert sind, kann der Streifen auch auf der Sleaze-Skala kaum punkten. Für einen gewissen Ausschlag des Trash-O-Meters langen aber noch die Frisuren und Schnauzbärte sowie der Kurzauftritt von Gordon Mitchell als Radaubruder in einem Club, dem dann Rolf Eden die Kauleiste demolieren darf. Nicht zu vergessen, Robert Sacchi als Inspector, der trenchbecoatet und ketterauchend als Humphrey-Bogart-Lookalike daherkommt.
Pluspunkte an diesem ziemlich missglückten Schrott sind die starke Fotografie und der Score von Bruno Nicolai, der psychedelische Orchesterpassagen und Früh-Synthie-Disco-Funk mit durchgetretenem Wah-Wah-Pedal zusammenrührt.

Rating: $$ (Trash: $$$)

Splatter:

4/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien