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Rock'n'Rolla

Info

OT: 
RocknRolla

Jahr: GB 2008
R, B:
Guy Ritchie
K:
David Higgs
M:
Steve Isles
D:
Gerard Butler, Mark Strong, Tom Wilkinson, Thandie Newton, Karel Boden

Quelle: TV (Pro 7)

 

Inhalt

OneTwo (Gerard Butler) und Mumbles (Idris Elba) sind das, wonach sich schon die Nicknames anhören: eher kleine Lichter in Londons Kleinganovenszene. Nun wollen die Beiden mit den Großen kacken gehen und lassen sich auf einen riskanten Immobiliendeal ein, für den sie sich das Geld von der Londoner Immobilienhai-Größe Lenny Cole (Tom Wilkinson) pumpen. Doch Cole zieht die beiden Anfänger kräftig übern Leisten, so dass diese nicht nur ihr Grundstück an ihn verlieren, sondern ihm zudem noch zwei Millionen Euronen schulden, zahlbar bis Monatsende.
Und das Glück lacht Cole erstmal weiterhin, denn der russische Milliardär Uri Omovich (Karel Roden) möchte sich Lennys Kontakte in die Politik bedienen, um eine eigentlich unmögliche Baugenehmigung für ein Mega-Stadion zu erhalten. Für sieben Millionen will’s der gute Lenny möglich machen. Doch allmählich beginnen die Dinge, schief zu laufen: Zum einen kocht Uris Buchhalterin Stella (Thandie Newton) ihre eigene Suppe, und sie heuert OneTwo, Mumbles und ihren Kumpel Bob (Tom Hardy) an, die Russenknete an sich zu bringen, womit erstmal die Außenstände bei Lenny beglichen werden. Sieben Millionen tun dem Russen nicht so sehr weh, und so ordert er bei Stella noch mal das Gleiche, was allerdings auch den Weg der ersten Charge geht.
Damit gerät die sicher geglaubte Baugenehmigung in Gefahr, was Uri ziemlich ärgerlich macht und an ein Komplott Coles glauben lässt. Zudem verschwindet Uris Glücksgemälde, das er in einem Anflug von Dankbarkeit an Cole verliehen hatte. Des Diebstahls hauptverdächtig ist Lennys ungeliebter Stiefsohn Johnny Quid (Toby Kebbell), seines Zeichens cracksüchtiger Rock-Star, der offiziell allerdings tot ist. Es liegen also eine Menge offener Enden rum, die Coles rechte Hand Archy (Mark Strong) sowie auf der anderen Seite Uris gewalttätiger Assi Viktor (Dragan Mimovic) irgendwie und mit zum Teil grobem Besteck ordnen müssen.

Zitate

Lenny: „Wenn du den Stadtrat ordentlich schmierst, geht das mit der Baugenehmigung durch wie Scheiße durch eine Gans.“

„Wage es bloß nicht mich anzumachen, du schäbiges Fass Immigrantenpisse!“ (Lenny zu obigem Stadtrat (Jim Mistry), offensichtlich indisch-pakistanischer Provenienz)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit diesem Streifen beackert Guy Ritchie einmal mehr das Feld, das bereits Quentin Tarantino bestellt hat: die mit handverlesenem Score und vielen parallelen Handlungssträngen ausgestattete, recht gewalttätige Thriller-Groteske. Ritchie selbst hat sich mit den feinen „Snatch“ und „Bube, Dame, König, Gras“ eine recht hohe Messlatte aufgelegt, die er jetzt allerdings nicht ganz erreicht.
Rein stilistisch ist dem Streifen nichts vorzuwerfen, den eine Menge bunter Vögel bevölkern, die ab und an ein paar Sprüche in die Landschaft ablassen. Das Ganze verläuft rasant und gut fotografiert, wobei die in weiten Teilen zurückhaltende Farbgebung beachtenswert ist, die den Bildern fast schon eine Art Patina verleiht. Der Score bietet eine geschmackvoll zusammengestellte Tracklist, die von den Sonics über Kim Fowley, The Clash, Wanda Jackson und Lou Reed bis zu den Subways reicht. Doch so richtig warm wurde ich nicht mit dem Streifen, was vor allem an den eher müden Geschichten liegt. So soll beispielsweise die Handlung um das verschwundene Glücksbild zu offensichtlich schräg sein, ist aber eigentlich nur völlig öde, und auch das Finale, das Ritchie in den Vorgängern im Geiste noch so wohlgeraten war, bleibt hier ein wenig müde.
Neben den durch die Bank guten Akteuren, allen voran Tom Wilkinson und Mark Strong, hat’s aber doch ein paar nette Ideen: So etwa eine der wohl kürzesten Sex-Szenen der Filmgeschichte oder die Unterhaltung zwischen OneTwo und Stella, die während eine Tanzes in Sprechblasen abläuft. Nicht zu vergessen natürlich die grafischen Anfangscredits und Archys Unterweisungen seiner Schergen in Sachen „Die perfekte Ohrfeige“ *Lach*.

Rating: $$$$

Splatter:

3/10

 

 

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