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Running Time

Info

OT: 
Running Time

Jahr: USA 1997
R: Josh Becker
B: Josh Becker, Philip Choi
K: Kurt Rauf
M: Joseph DoLuca
D: Bruce Campbell, Jeremy Roberts, Stan Davis, Anita Barone

Quelle: DVD

 

Inhalt

Was für ein schöner Tag... der Tag, an dem sich die Gefängnistore wieder VOR einem schliessen. Der Knacki Carl (Bruce Campbell), gerade noch wegen allerbester Führung vom Knastdirektor mit einer Kiste Zigarren bedacht, hat allerdings mit Vorfreude den nächsten Coup im Hinterkopp. Die letzten fünf Jahre verbrachte er in der Gefängnis-Wäscherei und bekam mit, dass dort in einem Tresor größere Bargeldbeträge der Anstalt gebunkert werden. Zusammen mit seinem ehemaligen Schulkollegen Patrick (Jeremy Roberts), dem alternden Tresorknacker Buzz (Stan Davis) und dem Junkie Donnie als Fahrer will er schon 20 Minuten nach seiner Freilassung den Stahlschrank um seinen Inhalt erleichtern.
Der Plan ist perfekt, nur leider von Patrick schludrig vorbereitet. Der als Tatfahrzeug organisierte Kleintransporter hat schon nach zehn Minuten einen Platten, Donnie schiebt 'nen Affen, und die Zeit wird langsam knapp. Zwar kommen die Vier rechtzeitig im Zeitfenster an, aber Patrick hatte Buzz die falschen Tresorangaben mitgeteilt, was die Öffnung um Einiges verzögert.
Die Lage eskaliert ...

Die Kritik des Sargnagels:

Kleiner, kompakter Gangster-Streifen von Josh Becker, der hiermit bewies, dass er mehr drauf hatte als den folgenden Billig- TV- Kommerzkrempel à la "Xena" oder dem gar förchterlichen "Alien Apocalypse".
Der Film wird über weite Strecken in Echtzeit und fast ohne merkliche Schnitte abgehandelt - ähnlich wie bei "Cocktail für eine Leiche" von Hitchcock, jedoch mit mehr Szenenwechseln - und wurde durchgehend per subjektiver Kamera gedreht. Als Zuschauer ist man dadurch schon nach 2-3 Minuten mitten drin, und das Tempo bleibt auch über die 70 Minuten Spielzeit immer am Gas. Apropos Spielzeit... subjektiv sind das gefühlte 90 Minuten ohne Längen, so dicht gepackt läuft die Handlung ab. Kamera-Mann Kurt Rauf ist 'ne Wucht; schon die Umsetzung der Echtzeit ist ein Riesenproblem, das er gemeistert hat. Dann noch mit der Steady-Cam solch geile Einstellungen zu finden, ist aber wirklich großartig. Da steckte eine Menge Arbeit in der Vorbereitung drin.
Die Darsteller-Riege ist gut bestückt, Bruce Campbell kann's auch ohne One-Liner und Grimassen. Er dominiert den Streifen, lässt aber andere neben sich nicht verblassen. Spitzen-Job.
Insgesamt eine straighter, amerikanischer Gangster-Streifen mit zarten Anklängen an den Noir der 40er/50er, nicht nur wegen der SW-Optik. Einzig das "konservative" Ende nervt, da hätte ich wirklich noch 'nen schönen Twist erwartet. Gibt leider deswegen Abzüge in der B-Note; die Vier Dollar-Wertung bekommt er trotzdem für ehrlich erarbeitete Experimentierfreude, und nicht wegen eines Campbell-Bonus.

Rating: $$$$

Splatter:

0/10

 

 

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