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Sarg aus Hongkong, Ein

Info

OT:
Ein Sarg aus Hongkong
Jahr:
D/CH/F 1964
R, B: Manfred Köhler
K: Klaus v. Rautenfeld
M: Fred Strittmatter, Karl Barthel
D: Heinz Drache, Ralf Wolter, Elga Andersen, Tommy Chang

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Das Auftragsbuch von Nelson Ryan (Heinz Drache) ist leer. Die totale Flaute passt dem schnöseligen Londoner Privatschnüffler überhaupt nicht, schließlich wollen ein nobles Sportcoupé und die entsprechend ausgestattete Butze finanziert sein. Da trifft es sich fast gut, als Ryan eines Nachts eine ermordete Chinesin (Greta Chi) in seiner Hütte findet, erschossen zudem mit seiner eigenen Waffe.
Die Gutste war erst tags zuvor aus Hongkong gelandet, im Handgepäck ein Erdmöbel mit der Asche ihres bei einem Autounfall verschiedenen Gatten George. Jener war Sohn des Ölmillionärs Jefferson (Willy Birgel) und schwarzes Schaf der Familie. Jefferson nun engagiert Ryan, alles über Georgies Leben und Ableben zu eruieren.
In einem abgerockten Hongkonger Hotel, in dem George lange residiert hatte, starten Ryan und sein Assistent Bob Tooly die Ermittlungen. Ihre Ankunft bleibt nicht unbeobachtet: Da aber selbst handfeste Drohungen an Ryans betonierter Tolle abperlen, pflastern bald schon Leichen ihren Weg. Gleichzeitig treten Georges Verstrickungen in Drogenhandel und organisiertes Verbrechen immer kräftiger zutage.

Zitate

Fahren Sie nach Hause. Diese Sache ist zu heiß für Sie.“ (Solche Äußerungen machen ihn erst richtig heiß, den Heinz, den Drache)

Die Kritik des Gunslingers:

Krimis und Abenteuerreißer standen in den 60ern recht hoch in der Gunst des bundesdeutschen Publikums. Gerne durften sie zudem in Fernost spielen und Hotte Frank die Schurkenrolle bekleiden. Als Beispiele seien hier „Weiße Fracht für Hongkong“ oder „Heißer Hafen Hongkong“ genannt. Viele dieser Filme stammten aus der Schatulle der der von Wolf Hartwig geleiteten Rapid-Film, für die auch Manfred Köhler arbeitete. Köhler hatte seine Meriten allerdings weniger als Regisseur verdient, sondern vor allem als Synchronregisseur und Drehbuchautor. So stammte von ihm beispielsweise das Skript zu „Schlangengrube und das Pendel“ und teilweise wohl auch „Blut an den Lippen“.
Produzent Erwin C. Dietrich kann man so einiges nachsagen, aber nicht, dass er kein Näschen für Zeitströmungen hat. Ob Heimatfilm, an Edgar Wallace angelehnte Krimiware oder Exploiter. Die Dietrich’sche Urania Film fuhr immer mit auf dem Zeitgeistzug. „Ein Sarg aus Hongkong“ nun ist klassisches Krimifutter, in dem sich Edgar-Wallace-Elemente, man denke nur an den maskierten Schurken, und Exotikflair mischen. Gut fotografiert und das zumindest teilweise sogar on Location, mit teilweise rauer Action gewürzt, bei der schon mal der ein oder andere so unsanft wie final unter die Räder kommt, bleibt am Ende trotzdem nur ein Durchschnitter stehen. Die Freude trüben nicht nur die zu offensichtlichen Studio-Sets und der recht schnell durchschaubare Plot, der ohne große Finesse und Spannung abläuft.
Ach, Leute, ich habe so meine Probleme mit Heinz Drache. Mimisch limitiert und irgendwie pomadig, nimmt man ihm den harten Hund nicht so recht ab, als den ihn der Streifen gerne sehen möchte. Wenn Ryan zum Beispiel relativ locker zwei chinesische Schläger in die Ewigen Jagdgründe schickt, um sich direkt anschließend dem verstauchten Fuß von Elga Andersen zu widmen, dann wirkt das einfach nicht. Und auch den wieder mal für die Komik zuständigen Ralf Wolter habe ich schon besser gesehen.

Rating: $$$

Splatter:

1/10

 

 

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