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Schwarze Kobra, Die

Info

OT:
Die schwarze Kobra

Jahr: Ö 1963
R, B:
Rudolf Zehetgruber
B:
Roman Schliesser
K:
Hans Jura
M:
Heinz Neubarnd
D:
Adrian Hoven, Ann Smyrner, Wolfgang Preiss, Paul Dahlke

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Miroslav Ratzky (Wolfgang Preiss) ist Schrotthändler und ein kleines Licht im Wiener Drogenhandel. Das wurmt den Ehrgeizling ganz gehörig, also schickt er sich an, auf der Leiter ein, zwei Sprossen weiter zu kommen und sich beim mysteriösen Syndikatschef „Mr. Green“ anzudienen. Als Bewerbung für höhere Weihen lässt er den konkurrierenden Bandenchef Manuzzo (Raoul Retzer) liquidieren und klaut dem Manuzzo-Clan eine nennenswerte Ladung Koks vom LKW. Kollateralschaden ist LKW-Fahrer Peter Karner (Adrian Hoven), der den besagten Laster gefahren hat – selbstredend ohne Wissen von der illegalen Fracht.
Karner entkommt zwar Ratzkys Gangstern, findet sich dafür aber auf verschiedenen Suchlisten wieder. Neben Ratzky und dem Syndikat sind auch die Manuzzis und Kommissar Langhammer (Paul Dahlke) hinter dem Gutsten her. Während Ratzky den Gesuchten als lästigen Zeugen schnellstmöglich ausschalten will, möchte Manuzzis mächtige Witwe Paola (Marianne Schönauer) seiner habhaft werden, um ein Druckmittel gegen das Syndikat in den Griffeln zu halten.
Zusammen mit seiner Freundin Alex (Ann Smyrner) und seinem Kumpel Florian (Ady Berber), nur genannt „Punkti“, hat Peter alle Hände zu tun, um am Leben zu bleiben. Schön für Peter: Die verfeindeten Gangs nehmen sich selbst ordentlich ran.

Zitate:

Gangster: „Es muss wie ein Unfall aussehen.“ (Krimi-Zitatenschatz, Bd. 1)

Peter: „Das sind Bestien. Die kennen kein Pardon.“

Charlie (Klaus Kinski): „Tu bloß nicht so vornehm. Wenn’s keine Leute gäbe wie dich, gäb’s auch keine wie mich.“

Freddie Duchard (Emmerich Schrenk): „Vor so einem Hampelmann haben wir alle gezittert.“ (Nicht berühmte letzte Worte *Lach*)

Die Kritik des Gunslingers:

Ich habe den Eindruck, dass die deutsch-österreichischen Krimiproduktionen der frühen Sechziger gerne in die Schublade „Edgar-Wallace-Film-Klon“ gesteckt und abgeheftet werden. Auch „Die schwarze Kobra“ landet gerne in diesem Sack, wenngleich es kaum Ähnlichkeiten zu den Wallace-Verfilmungen gibt. Während letztere etwa gerne auf der Grusel-Mystery-Klaviatur klimperten und Scotland Yard durch nebelumwaberte Schlösser und Herrenhäuser jagten, geht’s hier viel realistischer und rauer zur Sache. Einzig der geheimnisvolle Obermotz „Mr. Green“ ist so was wie eine Reminiszenz an die rätselhaften Wallace-Superschurken.
Rudolf Zehetgruber, 1963 noch am Anfang seiner Regie-Karriere, legt hier einen flotten, harten Krimi vor, in dem eigentlich und ausgerechnet die Figur des Peter Karner stört *Lach*. Das liegt allerdings natürlich nicht an Adrian Hoven – wie immer auf der Höhe – sondern am Charakter an sich, der hier fast ein wenig wie ein Fremdkörper wirkt. Ansonsten blasen hier viele gern gesehene Prominente ihre Backen auf und sich gegenseitig das Lebenslicht aus. Klaus & Klaus beispielsweise: Klaus Löwitsch als psychopathisch kichernder, sadistischer Killer Boogie hat sich anscheinend ein wenig an Richard Widmarks Performance in „Der Todeskuss“ orientiert, während sich Kinski von Frank Sinatra inspirieren ließ. Sein koksender, stark süchtelnder Pianist Charlie erinnert wohl nicht von ungefähr an Frankie Machine, den Junkie-Drummer, aus „Der Mann mit dem goldenen Arm“. Weiters haben wir den großen Herbert Fux als coolen König des Stiletts, oder Ady Berber, der zeigt, dass er durchaus schauspielern kann Auch ansonsten bietet der Cast keine Schwachstelle.
Der Score des österreichischen Jazz-Musikers Heinz Neubarnd ist seeeehr nett: groß instrumentierter Orchester-Jazz, der dem Ganzen noch einen ansprechend „dreckigen“ B-Movie-Anstrich verleiht.

Rating: $$$$ (Trash: $$$$ Der Vollstrecker des Syndikats ist groß)

Splatter:

2/10

 

 

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