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Second Name - Dein Name sei Tod

Info

OT: 
El segundo Nombre
AT:

Pakt des Blutes
Die Sekte - Ein Opfer musst du bringen

Jahr: SP 2003
R: Paco Plaza
B: Paco Plaza, Fernando Marías
K: Pablo Rosso
M: Mikel Salas
D: Erica Prior, Denis Rafter, Craig Stevenson, Trae Houlihan

Quelle: DVD (ems)

 

Inhalt

Der reiche Theodore Joseph Logan (Craig Hill) bläst sich das Hirn aus dem Schädel und lässt seine ratlose, tief erschütterte Tochter Daniella (Erica Prior) alleine zurück. Als sie ihrer Mutter (Tereas Gimpera), seit Jahr und Tag total weggetretener Stammgast in der Nervenklinik, die Nachricht überbringt, kriegt diese im wahrsten Sinne einen Anfall und spricht, genauer schreit, das erste Wort seit Jahren: „Josephine“. Selbstredend kann Daniella niemand sagen, wen Mamá damit gemeint haben könnte.
Kurz darauf wird die Leiche des ollen Logan ausgebuddelt und erst Tage später verstümmelt und rattenbenagt aufgefunden - fixiert in ritueller Betr- und Bußhaltung. Das regt Danielle zu Nachforschungen an, um Licht in das Leben ihres Vaters zu bringen und Gründe für seinen Selbstmord zu finden. Damit beginnt für sie eine Reise in die Vergangenheit, die auch ihr eigenes Leben aus den Angeln hebt.

Zitate

Inspektor Potts (Frank O’Sullivan): „Wahrscheinlich waren das ein paar Kids, die Heavy-Metal-Platten rückwärts hören.“ (Tja, hier bricht sich der geballte Sachverstand der Ordnungsmacht Bahn)

Die Kritik des Gunslingers:

Als prinzipiell sehr wohlwollend den spanischen Zelluloid-Ergüssen gegenüberstehend, hatte ich auch an dieses Werk gewisse Erwartungen, die letztlich nicht enttäuscht wurden. Zwar führt die unbegreifliche FSK-18-Freigabe erst einmal auf die falsche Spur, was Menschen, Monstren, Mutationen angeht, Ihr wisst schon, liebe Gemeinde. Doch dem sich Einlassenden erschließt sich ein liebevoll gemachter, leiser Thriller, mit dem man ab und an ob einiger kleinerer Längen etwas Geduld haben muss.
Regisseur Paco Plaza, ansonsten nach eigenem Bekunden ja eher der Fantasy verbunden, hat hier einen genrefernen Abstecher unternommen, der ihn zwar nicht in Galaxien führte, die noch nie ein Mensch gesehen hatte, aber doch in unterhaltsame Thriller-/Drama-Kost mündete. Wenngleich mir der etwas strange Sekten-Dreh nicht gefällt, aber das ist Geschmackssache. Das Buch serviert im Verlauf einige nette Fährten, die der Zuschauer sehr gerne für bare Münze nimmt, bis er merkt, dass er wieder mal fehl ging, oder vielleicht doch nicht? Atmosphärisch erinnert mich das Ganze zum Teil an klassische Paranoia-Schmankerl wie „Rosemaries Baby“. Hier wie dort schrumpft das Reservoir vertrauenswürdiger Mitmenschen auf Null: Freunde entpuppen sich als Feinde, aber genauso auch umgekehrt.
Schauspielerisch geht der Streifen OK, mit Schwächen in den Nebenrollen. Erwähnenswert noch die Gastauftritte der beiden Genre-Veteranen Craig Hill, der mal wieder den Weg nach Europa gefunden hatte, und Teresa Gimpera. Sehr schön sind der leise, vor allem pianogetragene Score, sowie die Kameraarbeit.

Rating: $$$$

Splatter:

4/10

 

 

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