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Shaft

Info

OT: 
Shaft

Jahr: USA 1971
R: Gordon Parks
B: Ernest Tidyman, John D.F. Black
K: Urs Furrer
M: Isaac Hayes
D: Richard Roundtree, Charles Cioffi, Moses Gunn, Christopher St. John

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

In Harlem fängt die Scheiße langsam an zu kochen: Der lokale Pate Bumpy Jonas (Moses Gunn), der das Nutten- und Rauschgiftgeschäft im Viertel kontrolliert, verstärkt die Präsenz seiner Gangster auf den Straßen. Gleichzeitig registriert die Polizei, dass verstärkt externe Mafia-„Spezialisten“ in den Stadtteil einsickern. Alles deutet auf einen Krieg hin, mit dem die Mafia ihr einst an Bumpy verlorenes Terrain zurückerobern will.
Lieutenant Androzzi vom NYPD (Charles Cioffi) tappt im Dunkeln und hofft auf Mithilfe seines Spezis, Privatdetektiv John Shaft (Richard Roundtree), den er mit dem drohenden Lizenzentzug unter Druck setzt. Shaft, der alles andere als Lust hat, schwarze Brüder an die Cops zu verpfeifen, bekommt von Androzzi 48 Stunden Zeit zu liefern. Gleichzeitig heuert ihn Bumpy Jonas an, dessen Tochter Marcy (Sherri Brewer) entführt wurde. Shaft, der selbst im Dunkeln tappt über das, was sich da zusammenbraut, entgeht knapp einem für ihn gedachten Massaker, dem dafür ein paar schwarze Radikale seines alten Kumpels Ben Buford (Christopher St. John) zum Opfer fallen.
Stinkesauer über die ihm durch Bumpy vorenthaltenen Infos, die fast zu seinem Ableben führten, vervielfacht er sein Honorar und startet mit Ben und dessen Jungs seine Anti-Mafia-Kampagne.

Zitate

Androzzi: „Was soll dieser schwarze Quatsch zwischen uns, John?“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit „Shaft“ legte Regisseur Parks einen der besten Beiträge und damit eines DER Aushängeschilder der recht kurzlebigen Blaxploitation-Welle vor. Shaft, von Richard Roundtree als eine Art zugespitzter Virgil Tibbs verkörpert, ist ein smarter Typ, der zwar viel von schwarzer Identität, aber wenig von Black-Power-Parolen und auch Bumpys Gangstertum hält. In seinem pimpigen Ledermantel streift er durch Harlem, einem Stadtteil, der zwar schwarz, aber von Verfall gekennzeichnet ist. Anstelle der traditionellen „weißen“ italienischen Mafia kontrollieren jetzt schwarze Mobster das organisierte Verbrechen. Anstatt etwas zu gestalten und schwarzes Selbstbewusstsein in entsprechende Taten fließen zu lassen, bleibt es bei bekanntem Elend, gepaart mit Ausbeutung unter umgekehrten Vorzeichen. Und auch die Radikalen haben außer knackigem Anti-Sein nicht wirklich etwas anzubieten, um die Lebensumstände zu verbessern.
Der Film ist sehr schön fotografiert, und zwar nicht nur in den rasanten Action-Sequenzen, sondern gerade in den eher ruhigen Szenen, in denen Shaft durch die Straßen Harlems streunt. Für den Exploitation-Freund hält der Film ein paar rassige Ladies, coole Afros und punktförmig explodierende Gewaltausbrüche bereit. Ein Kapitel für sich ist natürlich der von Isaac Hayes komponierte Score mit einem legendären Title-Song, den er zusammen mit den Funk-Legenden Bar-Kays und The Movement umgesetzt hat. Eine runde Sache.

Rating: $$$$$

Splatter:

2/10

 

 

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