Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Shuttle

Info

OT: 
Shuttle

Jahr: USA 2008
R: Edward Anderson
B: Edward Anderson
K: Michael Fimognari
M: Henning Lohner
D: Tony Curren, Peyton List, Cameron Goodman, Cullen Douglas

Quelle: DVD (Koch) dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Nach einem verlängerten und feucht-fröhlichem Mexiko-Wochenende landen die Freundinnen Mel (Payton List) und Jules (Cameron Goodman) wieder in den Staaten. Es ist zwei Uhr nachts, Mel ist reisekrank, es schifft wie aus Eimern, und man will einfach nur noch nach Hause. Da der reguläre Shuttle-Bus 30 schmucke Dollars kostet, zögern die beiden nicht lange, als ihnen der Fahrer (Tony Curren) einer anderen Linie ein Angebot für die Hälfte unterbreitet. Zusammen mit zwei Jungs, Zufallsbekanntschaften vom Flughafen, steigen die Mädels in den Bus, in dem als Passagier bereits Buchhalter Andy (Cullen Douglas) sitzt und quengelnd auf Abfahrt drängt.
Leider gestaltet sich der Transfer anders als erwartet: Zuerst nimmt der Fahrer eine „Abkürzung“ durch relativ unbehaustes Gelände, und dann bleibt das Sammeltaxi noch mit einer Reifenpanne liegen, deren Behebung Matt (Dave Power), einem der beiden Jungs, die Finger seiner rechten Hand kostet. Noch größer wird dann das Hallo im Wagen, als der Fahrer mit Ballermann in der Hand die Passagiere ruhig, aber bestimmt zum Bleiben auffordert. Fluchtversuche der Gekidnappten bleiben genauso schmerzhaft und erfolglos wie die Bemühungen, hinter den Sinn der Entführung zu kommen. Es scheint sich weder um einen normalen Raub zu drehen, noch scheint der Fahrer ein geisteskranker Psycho zu sein. Es beginnt ein Horrortrip, der die Gefangenen immer wieder mit Überraschungen konfrontiert, leider nie mit positiven.

Zitate

Fahrer: „Stellt nichts Unvernünftiges an, dann passiert euch nichts.“ (Das nennt man wohl leere Versprechungen)

Jules: „Sag nicht immer, dass alles gut wird, weil das `ne Lüge ist.“ (Das Orakel von Delphi ist nischt dagegen)

Fahrer: „Ich verlier langsam die Geduld mit dir!“ (Als ob das da noch was ausmacht ;-))

Die Kritik des Gunslingers:

Seine Kinopremiere feierte der Regie-Erstling von Drehbuchautor Edward Anderson im letzten Jahr auf dem „Fantasy Film Fest“. Doch wäre der Streifen mutmaßlich und völlig unverdient in der Versenkung verschwunden, hätte sich nicht Koch dieses böse funkelnden Diamanten angenommen.
Die Geschichte startet als herkömmliches Szenario, in dem sich anfangs die Schicksalsgemeinschaft zusammenfindet, die auch hier aus den üblichen Verdächtigen zu bestehen scheint. Da sind die Mädels: eine taff, die andere Püppchen; die Jungs: einer Casanova, der andere nachdenklich und sensibel, und nicht zu vergessen der Buchhalter: natürlich ängstlich. Später dann serviert das Buch einige deftige Überraschungen mit wechselnden Machtverhältnissen und verlässt dabei schon mit Beginn der Entführung die ausgelatschten Bahnen einschlägiger Genrebeiträge.
Der Thrill bleibt konstant auf Maximalausschlag, was vor allem an den wirklich eindrucksvollen Schauspielern liegt, die den Streifen nahezu im Alleingang tragen müssen. Schließlich ist ein Fahrzeug als Handlungsort nun mal ein naturgemäß beengter Raum. Zweitens fährt das Vehikel zum größten Teil durch nahezu geisterhaft verlassene Gewerbe- und Hafengebiete, so dass sich auch Außeneinflüsse in Grenzen halten. Hier trotzt der Streifen seinem deutlich limitierten Budget sogar noch Atmo-Punkte ab. Und drittens sorgen die Story-Twists dafür, dass auch der Zuschauer bis zuletzt im Unklaren bleibt, worum es eigentlich geht.
Ja, es geht um Geld, doch anders als wir es anfangs erwartet hätten, und damit ist nicht zu viel verraten. Das Unhappy-End, das der Streifen anbietet, sollte sich jeder selbst geben. Es gibt für mich keinen Grund, hier nicht die Höchstnote zu vergeben.

Rating: $$$$$

Splatter:

6/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien