Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Teufel von Kapstadt, Der

Leider kein Trailer.

Info

OT: 
Sfida nella Citta dell’Oro

Jahr: I/D 1962
R:
Alfredo Medori, Hermann Kugelstadt (nicht kreditiert)
B:
Heinz Bothe-Pelzer, Larry Madison
K:
Hans Kühle, Francesco Izzarelli
M:
Francesco de Masi, Hugo Strasser
D:
Michael Cramer, Michael Kirner, Silvia Simon, Luisella Boni

Quelle: VHS (Mike Hunter/Mondial)

 

Inhalt

Ein Mikrofilm mit einer Karte ist’s, hinter dem die Bande des „Professors“ (Charles Borromel) und seines Statthalters Ventura (Gerhard Steinberg) her ist, die auch vor entsprechend harten Bandagen nicht zurückschreckt. Die Karte soll zu versteckten, strrrreng geheimen Konstruktionsplänen für Super-Autoreifen – oh ja! – führen. Das Streifchen ist inklusive eines Päckchens Drogen der Tarnung wegen ins Handgepäck des nichtsahnenden Touristen Frank Fleischer (Michael Kirner) gelangt, der sich auf Schiffspassage nach Kapstadt befindet. Hier besucht er Freunde auf ihrer Farm. Während sich Fleischer nun mit dem semmelblonden Farmerstöchterlein Veronika (Silvia Simon) eine Folkloreveranstaltung reinzieht, bei der sich tanzende Malaien die Füße anzünden und Langschwerter durch die Mundwinkel ziehen, versucht die Ventura-Gang, vergeblich wieder in den Besitz des Films zu gelangen. Stattdessen liefert Fleischer tags darauf das Paket bei den Bullen ab und verdingt sich beim strammen, seltsamerweise deutschen Kommissar Wilke (Michael Cramer) als Lockvögelchen.
Dank Fleischers subversiven Talenten und seiner Verwanzung, geht ein Teil der ziemlich dusseligen Gangster der Polizei ins Netz. Und da Ventura auch sonst nur Gurken am Start hat, wird’s auch weiterhin nix mit dem Mikrofilm.
Später dann machen Fränkie und Veronika Tauchurlaub. Schnell identifiziert man den Küstenabschnitt als den von der Karte auf dem Mikrofilm. Fleischer findet prompt eine Kiste in einem Bootswrack. Doch auch die Reste der Ventura-Gang sind da und bringen die Kiste, die natürlich die Pläne enthält, an sich. Kommissar Wilke ist wieder mal rechtzeitig zur Stelle um Schlimmstes zu verhindern, aber es gibt ja immer noch den Professor.

Die Kritik des Gunslingers:

Ich schick’s mal gleich voraus: Was ein viel versprechendes Trash-Schmankerl hätte sein können oder vielleicht gar ein akzeptabler Krimi mit Abenteuer-Schlag, entpuppt sich schließlich und leider als ein Stück angeranztes Zelluloid ohne Esprit, an dem spürbar der Zahn der Zeit genagt hat.
Die völlig wirre Handlung dient nur dazu, langatmige Berichte über touristische Sehenswürdigkeiten einzuklinken: angefangen mit Folklore satt, denn alle Nase lang schwenken irgendwelche südafrikanischen Eingeborenen oder Zugereiste ihre Ärsche zu Trommelrhythmen, bis hin zu ausführlichen Kameraschwenks über die Tierwelt des Krüger-Nationalparks oder der Küstengewässer. Dazu gibt’s einen Score, für den zwar immerhin auch der von mir geschätzte Francesco de Masi verantwortlich zeichnete, der aber in weiten Teilen geradezu penetrant-leichtgewichtige Swing-Orchester-Tanzmusik feilbietet.
All’ dies erfüllte das Herz des Gunslingers mit einer gewissen Schwermut, die er mit einigem an Erfrischungen aus dem Kühlschrank zu bekämpfen suchte. Vergebens, denn sowohl die beschissenen Dialoge, ja, so hart muss ich’s leider sagen, sowie die unterirdischen darstellerischen Bemühungen machten alle Rettungsversuche über die Alkohol-Schiene zunichte. Gleiches gilt für die schwachsinnige Geschichte: Was soll man denn von Gangstern halten, die ihren Mikrofilm ausgerechnet als Drogen-Lieferung tarnen und später nicht mehr wissen, wo sie die Päckchen versteckt haben? Immerhin bietet die Pieps-Stimme von Michael Kirner ein wenig was fürs Trasher-Gemüt.
Der Streifen ist so was wie `ne Höchststrafe, bei der mir des Sargnagels zahnlose Ziege am Sack unwillkürlich einfällt.

Rating: $ (Trash: $$)

Splatter:

1/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien