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Top Secret

Info

OT: 
The Salzburg Connection

AT:
Top Secret – The Salzburg Connection

Jahr: USA 1972
R: Lee H. Katzin
B: Oscar Millard
K: Wolfgang Teu
M: Bronislaw Kaper
D: Barry Newman, Anna Karina, Karen Jensen, Klaus Maria Brandauer

Quelle: DVD (Pidax). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Eigentlich wollte der amerikanische Rechtsanwalt Richard „Bill“ Mathison (Barry Newman) nur einen ruhigen Urlaub in der Schweiz verbringen, als ihn der Anruf eines seiner Mandanten erreicht: Der Verleger bittet Mathison, sich nach Salzburg zu begeben und dort den Fotografen Richard Bryant (Patrick Jordan) aufzusuchen. Der behauptet nämlich, den Auftrag für ein Fotobuch über österreichische Seen zu haben. Doch weder kennt der Verleger den Fotografen, noch hat er den Auftrag für das Buch je erteilt.
Mathison also unterbricht die Sommerfrische und schwingt seinen Arsch nach Salzburg. Aber der Fotograf ist verschwunden, und an Bills Hacken kleben bald diverse Unbekannte. Zudem tauchen bald die ersten Leichen auf, allesamt aus Bryants Umfeld. Und auch dessen reizende Witwe Anna (Anna Karina) sowie ihr zwielichtiger Bruder Johann (Klaus Maria Brandauer) scheinen auf der Abschussliste zu stehen.
Wie Bill irgendwann rauskriegt, geht es um eine geheimnisvolle alte Kiste, die Bryant wohl aus einem nahe gelegenen See gefischt hatte. Angeblich enthält sie die Kopie einer Liste mit Nazi-Kollaborateuren. Pikant: Das Original hatten die Russen bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs gefunden. Da viele der einstigen Nazi-Agenten inzwischen in einflussreichen Positionen im Westen sitzen, sind sie erpressbar geworden für den KGB. Insofern sind die Namen der Betreffenden für diverse Geheimdienste aus höchst unterschiedlichen Motiven Gold wert.

Zitate

Anna: „Ich hab das erste Mal in meinem Leben Angst.“

Chuck (Joe Maross): „Sie sind so ein Typ, dem frisch gebackene Witwen leicht ihr Herz ausschütten.“

Die Kritik des Gunslingers:

Wenngleich sich das eher pittoreske Salzburg nicht unbedingt als Kulisse für einen Agententhriller aufdrängt, ist die Atmo einer der wenigen echten Pluspunkte dieses verschwurbelten Agententhrillers. Ansonsten krankt der Streifen insbesondere an einem zu üppigen Strauß von Figuren, die durch den unübersichtlichen Plot stiefeln. Schnell verliert man den Überblick, wer nun gerade wen vermacht und warum. Sind jetzt irgendwelche Nazis am Zuge oder die Rumänen? Hauen gerade KGB-Söldner dem CIA aufs Maul, oder sind’s Schergen im Auftrag der Chinesen? Und dann haben wir ja noch die Isarelis sowie den österreichischen Geheimdienst, die allesamt auch noch mitmischen wollen. Oh, Mann.
Der Film ist nicht unattraktiv fotografiert, doch fehlt hier irgendwie die ordnende Hand, die ein wenig Ordnung in den Trubel bringt. So allerdings fehlen dem Streifen Rhythmus und Spannung. Und man fragt sich, ob alle US-amerikanischen Juristen an Handfeuerwaffe und im Nahkampf geschult sind (wink). Und warum ein Taucher selbst im Wald nicht sein Atemgerät ablegt, bestehend aus immerhin zwei fetten Flaschen *lach*...
Allerdings liefert Barry Newman, hierzulande später als „Petrocelli“ recht bekannt geworden, ordentlich ab, was auch für die Nouvelle-Vague-Ikone Anna Karina gilt. Besondere Aufmerksamkeit verdient aber Klaus Maria Brandauer, der mit diesem Streifen sein Leinwanddebüt gab. Brandauer, hier mit wohl blondierter Flusen-Frise und in fetter Pelzkragen-Joppe, legt seinen Johann in Ansätzen als Wiedergänger von Lunatics wie Luciano Rossi an. Gefällt mir.
Und eine richtig gute Szene ist dann doch noch gelungen. Ich nenne sie mal die „Reverse-Autoverfolgung“. Anstatt mit Vollgas über die Piste zu fegen, wie aus jedem Actioner bekannt, bremst Bill die Schurken so lange aus, bis die Cops da sind.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

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