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Ugly, The

Info

OT: 
The Ugly
AT:

Die Dämonen des Mörders

Jahr: NZ 1997
R: Scott Reynolds
B: Scott Reynolds
K: Simon Raby
M: Victoria Kelly
D: Paolo Rotondo, Rebecca Hobbs, Roy Ward, Vanessa Byrnes

Quelle: DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Die Psychologin Karen Schumaker (Rebecca Hobbs) ist durch ihre Gutachten in Sensationsprozessen zu Ruhm gekommen, wenngleich ihr Privatleben dabei den Bach runtergegangen ist. Nun soll sie den Serienkiller Simon Cartright (Paolo Rotondo) begutachten, der seit sechs Jahren in einem speziellen Knast-Krankenhaus für Psychos einsitzt. Cartright hatte um Schumakers Engagement gebeten, da er sich eine günstige Prognose erhofft.
Als Schumaker in der Anstalt eintrifft, begegnet ihr geballte Ablehnung seitens des Direktors Dr. Marlowe (Roy Ward) und seiner zwei Schergen (Paul Glover, Chris Graham), die ihre sadistischen Anwandlungen gerne an den Insassen auslassen. Trotz der feindseligen Atmo beginnt sie das Interview mit dem gar nicht mal unsympathischen Cartright, in dessen Verlauf sie einen zutiefst neurotischen Kern freilegt: Von klein auf seiner jähzornigen und sprunghaften Mutter (Jennifer Ward-Lealand) ausgeliefert, entwickelt er sich zu einem einsamen Menschen mit massiven Komplexen. Irgendwann dann kommen die Stimmen, und es folgt der Griff zum Rasiermesser ... und das selbstredend nicht nur zum Rasieren.
Doch in ihrem Bestreben den Motiven des Messermanns auf den Grund zu gehen, überdreht Dr. Schumaker die Schraube schlussendlich.

Zitate

Simon: „Ich töte gern.“

Simon: „Es tut mir leid, was ich getan habe, aber ich musste es tun.“

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser neuseeländische Psychothriller wartet zwar mit einer konventionellen Story auf, was angesichts der begleitenden Liner-Notes doch etwas enttäuschend ist, überzeugt jedoch voll und ganz durch Machart und Atmo.
Das Leben Cartrights blättert sich anhand ausführlicher Rückblenden auf, die mittels geschickter Montage miteinander verwoben werden. So nutzt der Film einzelne Einstellungen, beispielsweise von einem Klassenfoto, um von hier aus wieder übergangslos eine andere Zeitebene anzuspringen. Zum Teil überlappen sich auch zwei zeitlich weit voneinander entfernt liegende Begebenheiten in einer einzigen Szene. Immer wieder taucht in den Rückblenden die Psychologin auf, um Simon ihre Fragen zu stellen. Szenendopplungen, wie das aus anderen Streifen bekannte klassische Beispiel des Erwachens nach dem Erwachen ;-), lassen teilweise Realität und Vision verschwimmen.
Der Film lässt bis zum Schluss im Unklaren, ob die von Simon behaupteten „Besucher“, die Echos seiner Opfer, die ihn zu den Morden drängen, tatsächlich in seiner wirren Fantasie existieren oder einfach nur die Schutzbehauptung eines ausgekochten Sadisten sind. Eines Sadisten mit hypnotischer Überzeugungskraft, der in der Lage ist, Dritte in seine Höllenwelt mitzunehmen. Für beide Möglichkeiten gibt es Anhaltspunkte. Splattereien gibt’s ebenfalls einige, die allerdings entschärft sind durch die tintenschwarze Farbe des Blutes, das erst ganz am Ende wieder rot wird. Der tiefere Sinn hat sich mir nicht erschlossen.
Doch darüber lohnt es sich letztlich nicht, den Kopf zu zerbrechen: einfach auf den Streifen einlassen, die skurrile, durchgehend packende Atmosphäre auf- und sehr gute schauspielerische Leistungen mitnehmen.

Rating: $$$$+

Splatter:

4/10

 

 

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