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Sancho - dich küsst der Tod

kein Trailer vorhanden

Info

OT: 
Sette magnifiche Pistole
AT:

Siete Pistolas para Timothy (SP)

Jahr: I/SP 1966
R: Romolo Guerrieri („Rod Gilbert“)
B: Alfonso Balcazár, Giovanni Simonelli
K: Victor Monreal
M: Gino Peguri
D: Sean Flynn, Poldo Bendandi, Ida Galli (“Evelyn Stewart”), Fernando Sancho

Quelle: DVD (Savoy/Sun). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Timothy Benson (Sean Flynn) ist Rechtsanwalt und dem Kuscheln mit dem Schoßhündchen gegenüber aufgeschlossener als dem rauen Leben im Westen. Nun hat der schnöselige Jurist eine florierende Goldmine geerbt, auf die auch Mexen-Jefe Sancho Rodriguez (Fernando Sancho) ein Auge geworfen hat. Der nutzt jede Gelegenheit, Benson zu kujonieren und – allerdings vergeblich - zu „überreden“, die Bonanza abzutreten.
Als die Rodriguez-Gang schließlich die komplette Belegschaft der Goldmine eindampft, platzt Bensons Verwalter Corky (Poldo Bendandi) der Kragen. Der ehemalige Sergeant heuert fünf ehemalige Kriegskumpels an, um Rodriguez auf Augenhöhe entgegentreten zu können. Die Jungs haben nun alle Hände voll zu tun, den schwächlichen Benson in kürzester Zeit zu einem veritablen Gunslinger zu trimmen. Rodriguez, dem die Aktivitäten des raubeinigen Drillkommandos nicht verborgen bleiben, stellt das Sextett erstmal kalt, indem er ihm mithilfe des gekauften Sheriffs einen Mord anhängt. Nun kann er ungestört mit Benson „verhandeln“, der jetzt aber zeigen kann, dass die harte Schule der Ex-Militärs nicht für die Katz war.

Zitate

Sancho: „Einen Mann wie mich gibt es nur einmal ... oder bist du anderer Meinung, du Gartenzwerg?“

Sancho: „Wer bist du?“ – Ramona: „Ramona, Exzellenz.“ – „Den Namen habe ich schon mal gehört … Natürlich! Wir haben ja geheiratet!“

Brett (Spartaco Conversi): „Ich heiße Brett, wie das Holz.“ (Hust!)

Die Kritik des Gunslingers:

Vorliegender Streifen bedeutete den Genre-Einstieg für Romolo Guerrieri, Onkel Enzo Castellaris und somit Mitglied des überaus aktiven Girolami-Clans. Gleichzeitig haben wir wohl den schwächsten seiner insgesamt drei Italowestern zu begutachten.
Der Film ist insgesamt eine unausgewogene Mixtur aus Magnificient-Seven-Thematik, auf die der Originaltitel offensichtlich auch anspielt, und Westernkomödie. So schlägt er einerseits einen recht rauen Ton an, wenn etwa Rodriguez die gefangenen Helden nacheinander einer Spezialbehandlung unterzieht oder fliehenden Mexikanern ungerührt der Buckel verbleit wird. Auf der anderen Seite sind etliche der Charaktere schwer auf Comedy gebürstet, wie der trinkfeste Abel (Tito Garcia) oder natürlich Rodriguez selbst, den Fernando Sancho genussvoll als größenwahnsinnige und großkotzige Karikatur anlegt, die sich mit „Exzellenz“ ansprechen lässt. Selbst Sean Flynns Rechtsanwalt enthält einiges von einer Giuliano-Gemma-Figur, bleibt aber ebenfalls unentschlossen zwischen Ernst und Augenzwinkern.
Atmosphärisch stimmt die Richtung, wenngleich hier noch in aller Deutlichkeit der US-Western dominiert, was auch am Orchester-Score von Gino Peguri deutlich wird. Dazu kommen allerdings leichte Stockfehler: Wenn etwa „Welcome“ auf einem Riesen-Transparent, das den Ortseingang überspannt, mit Doppel-L geschrieben ist, dann stört mich das nun mal. Nennt mich kleinkariert, aber alles in allem bleibt nur knapper Durchschnitt.
Noch ein Wort zu Sean Flynn: Er war der Sohn des ungleich berühmteren Errol. Zuerst betätigte er sich als Darsteller, bevor er als Fotojournalist nach Ostasien ging. In Kambodscha entführten ihn 1970 die Roten Khmer, und er verschwand spurlos. Erst im Jahre 1984 wurde er offiziell für tot erklärt; als man 2010 die Gebeine einer westlichen Leiche in Kambodscha entdeckte, vermutete man zuerst, es könne sich um Flynn handeln, ein genetischer Abgleich war jedoch negativ.

Rating: $$$-

Bodycount:

ca. 10 Gringos, ca. 50 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Sancho versenkt den kopfüber hängenden, extrem trinkfesten Abel immer wieder in einem Bierfass. Der gefesselte Preisboxer Brett kriegt von einem der Schläger Sanchos die Hucke voll
  • Abel schießt einem fliehenden Mexikaner in den Rücken, nachdem der ihm die Whiskyflasche zerballert hat

Liebe:

Zwischen Benson und Coralie (Ida Galli) funzelt ein Feuerchen, das eher qualmt als brennt: 2/10

Splatter

1/10

 

 

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