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Providenza - Mausefalle für zwei schräge Vögel

Info

OT:
La Vita, a Volte, è molto Duro, vero Provvidenza?

AT:
On m’appelle Providence (F)
Zwei schaffen alle
Mausefalle für zwei schräge Vögel

Jahr: I/F/D 1972
R: Giulio Petroni
B: Pier Regnoli (“Dean Craig”), Michael Haller, Franco Castellano, Antonio Marino, Giuseppe Moccia
K: Allessandro D’Eva
M: Ennio Morricone
D: Tomas Milian, Gregg Palmer, Dieter Eppler, Giovanni Cianfriglia

Quelle: VHS (VPS)

 

Inhalt

Kopfgeldjäger Providenza (Tomas Milian) reist in einer getunten Kutsche durch den Westen, um herumstreunendes Gelichter einzusacken und gegen Bares bei den Behörden abzuliefern. Besonders lukrativ ist sein letzter Kunde (Gregg Palmer), der als „Kid, der Schreckliche“, in fast allen Bundesstaaten gesucht wird. Daher sorgt Providenza nach Zustellung immer wieder für Befreiung des etwas tumben Riesen, um ihn hernach wieder einzufangen und im nächsten Staat zu kassieren. Verständlich, dass Kid keine Lust hat, immer wieder hinter schwedische Gardinen einzufahren und nix von den bisher kassierten 10.000 Dollar zu haben. Doch seine Versuche, aus dieser „Geschäftsbeziehung“ auszubrechen und mit dem Kopfgeld zu türmen, enden immer wieder kläglich. Dann aber wird der Zaster von Dritten geklaut: zuerst von einer „Freundin“ Providenzas (Janet Agren); anschließend geht die Börse in den Besitz von Colonel James (Stelio Candelli) und seiner versoffenen Rebellentruppe über. Zusammen können sich Kid und Providenza wieder der Dollars bemächtigen. Sie begründen daraufhin eine gleichberechtigte Partnerschaft, nur um zu merken, dass ein Großteil des Zasters aus Blüten besteht. Schnell ist klar, dass einer der Sheriffs Providenza bei Auszahlung der Kopfprämie für Kid abgelinkt hat. Das lassen die Beiden natürlich nicht auf sich beruhen, zumal dort noch so manch’ weiterer Kopfgeld-Dollar zu verdienen ist.

Zitate

Kid: „Hey! Providenza!“ – P: „Was willst du?“ – K: „Sehe ich in diesem Anzug nicht ein bisschen nach ‚Klasse’ aus?“ – P: „Nein. Zum Kotzen wie immer.“ (Kid und Providenza kaufen ein)

Providenza: „Von Kentucky bis Minnesota, inklusive Nord-Dakota, gibt’s nur einen wahren Meister…“ – Chor der Gefangenen: „Scheiße! Providenza heißt er!“

Die Kritik des Gunslingers:

Feine Komödie vom versierten Giulio Petroni, der neben Tonino Valerii einer meiner Lieblings-Regisseure aus der „Zweiten Reihe“ ist. Der Film huldigt in seinen gelungenen Slapstick-Einlagen den frühen Hollywood-Stummfilm-Komödien beispielsweise von Mack Sennett oder Laurel und Hardy. So kommt diverse Male Zeitraffer zum Einsatz, und eine Schlägerei endet schon mal in einer Tango-Einlage. Gestützt wird dies durch den famosen Tomas Milian, dessen Outfit mit Melone, Anzug und Regenschirm nicht umsonst an den frühen Charlie Chaplin erinnert. Die Prügeleien sind gut choreographiert und bieten allerhand fürs Zwerchfell. Die Kutsche mit ihren zahlreichen Gimmicks gemahnt wiederum stark an die Gefährte James Bonds, wie auch Providenzas Melone an den tödlichen Deckel des asiatischen Dieners von „Goldfinger“ erinnert. Bei seinen Ermittlungen der Urheberschaft der Kopfgeld-Blüten, nimmt Providenza Habitus und Mimik von Sherlock Holmes an, inklusive der charakteristischen Pfeife. Gegen Milian stinken seine Partner naturgemäß ab und sind nicht viel mehr als Stichwortgeber, wenngleich auch der gebürtige Amerikaner und Wahl-Norweger Gregg Palmer seine starken Momente hat. Der Score von Morricone ist unspektakulär, aber passend und rankt sich um einen kirchenglockenbekränzten Frauenchor, der lediglich „Providenza!“ deklamiert.
Ein Jahr später drehte Alberto de Martino wieder mit Milian und Palmer eine Fortsetzung, die hierzulande aber bisher nicht erschienen ist.

Rating: $$$$

Bodycount:

Nüscht

Explizite Brutalitäten, Liebe, Splatter

Ebenfalls: zero

 

 

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