Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Mann, der kam, um zu töten, Der

Info

OT: 
L'Uomo dalla Pistola d'Oro
AT:
Doc, Manos de Plata (SP)
Mad Mexican (D)

Jahr: I/SP 1965
R:
Alfonso Balcazar
B:
Giovanni Simonelli
K: Mario Capriotti
M: Angelo Francesco Lavagnino
D: Luis Davila, Carl Möhner, Fernando Sancho, Maria Fiè ("Gloria Milland"), Umberto Raho

Quelle: TV (Kabel 1)

 

Inhalt

Für Doc Malvin (Carl Möhner), genannt "Die magische Hand", läuft's zur Zeit relativ beschissen: Abgestiegen vom bekannten Chirurgen zum saufenden Berufsspieler, legt er in Notwehr einen jungen Heißsporn um, der ihn der Falschspielerei bezichtigt.
Prompt werden zehn Riesen Kopfgeld ausgesetzt, die den knallharten Kopfgeldjäger Slade (Luis Davila) auf den Plan rufen. Auf der Flucht "stirbt" der Doc, der die Identität des toten Gunslingers Larry Kitchener annimmt, dem "Mann mit dem goldenen Revolver", dessen Papiere und Klamotten ihm in die Hände fallen. Doch blöderweise war Kitchener auf dem Weg in das Nest Baldosas, um dessen Einwohnern im Kampf gegen "General" Pablo Reyas (Fernando Sancho) beizustehen, dessen Banditentruppe hier allerhand Schabernack treibt.
Und genau dahin verschlägt's unseren Doc, der als Kitchener nun wohl oder übel den Sheriff geben muss. Slade, der nicht ans Ableben von Malvin glauben will, heuert bei ihm als Deputy an. Schon bald kommen Slade Zweifel an der Identität des Kollegen. Doch erst müssen die beiden sich mit dem hinterfotzigen Bürgermeister Brogan (Umberto Raho) befassen, der General Reyas als Schreckgespenst engagiert hat, um billig ans Land der Bürger zu kommen. Und warum? Erraten: Die Eisenbahn wird den Wert der Grundstücke in die Höhe treiben. Dann kommt Brogan auch noch hinter die wahre Identität des Docs und erpresst ihn um Kooperation. Malvin bricht zusammen und fängt wieder an zu saufen, doch Slade ist halt doch 'n echt Netten.

Zitate

Sheriff (Franco Balducci): "Wann hören Sie endlich mit der Kopfgeldjägerei auf, Slade?" - Slade: "Wenn Sheriffs wie Sie den Hintern hochkriegen und Ihren Job machen."

Reyas: "Ich bin hier der Eintreiber kommunaler Steuern."

Reyas: "Ich würde mir lieber beide Hände abhacken, als aufzugeben." - Slade: "Wie wollen Sie dann noch schießen?" - "Ich meine, doch erst danach."

Reyas: "Es macht doch Spaß, einen Gringo wie einen Feuerwerkskörper explodieren zu sehen. Ich liebe Feuerwerk, besonders, wenn es die Stimmung meiner Amigos hebt."

Die Kritik des Gunslingers:

Für Routinier Alfonso Balcazár stellte das Jahr 1965 sein erstes und zugleich produktivstes im Genre dar. Allein drei Western inszenierte der Spanier, der zwar keine Genie-Streiche hinlegte, dafür aber immer für solides Handwerk gut war.
Hier hat er eigentlich eine gute Geschichte, die er auch als Autor für meine Geschmack nicht richtig ausreizt. Besonders die Figur des labilen Doc hätte Möglichkeiten geboten. Sein großer Zusammenbruch, als ihm der fiese Brogan auf die Spur kommt, wäre eine klasse Spielwiese gewesen für ein feines Psycho-Ding. Doch stattdessen wischt er die Krise beiseite, als würde er eine Magenverstimmung mit einem kräftigen Stuhlgang beenden. Nun gut, man mag zugute halten, dass der Italowestern nicht unbedingt die Bühne für ausgefeilte Psychogramme bietet. Doch es gibt im Genre doch einige Beispiele, die Wert auch auf innere Befindlichkeiten ihrer Protagonisten legen.
Aber alles in allem haben wir es mit einem straff und ohne nennenswerte Durchhänger inszenierten Durchschnittswestern zu tun, der sogar gut unterhält. Unter den Darstellern möchte ich vor allem vor Umberto Raho den Hut ziehen, der für meinen Geschmack allerdings eindeutig zu wenig Screentime bekommt: Auch die Figur des schmierigen Bürgermeisters hätte eine etwas detailliertere Zeichnung verdient. Fernando Sancho bietet eine solide Performance als Sado-Operetten-Mex.
Gute Kameraarbeit und Atmo sowie eine recht raue, humorlose Gangart runden die Schose ab.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 6 Gringos, ca. 66 Mexikaner, 1 Frau

Explizite Brutalitäten:

Fernando Sancho als schleimiger Banditenchef Reyes ist wieder eine sichere Bank für einige Nickligkeiten

  • Er legt mindestens fünf eigene Leute aus nichtigsten Anlässen um
  • Zwischendurch schiebt er eine Geiselerschießung ein
  • Aus Rache vertrimmen er und seine Jungs den Doc aufs Derbste, wobei auch brühheißes Wasser zum Einsatz kommt
  • Den Doc hängt er in der Scheune auf und wärmt seie Füße mit 'ner kräftigen Ladung Dynamit

Liebe:

Auch wenn die toughe Witwe Norma O'Connor (Maria Fiè) nach anfänglicher Zickerei auf den Doc steht, hat der erst mal wichtigeres zu tun: 0/10

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien