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Ritt zur Hölle, Der

Info

OT: 
I Sette del Gruppo selvaggio
AT:
Sieben Halunken - Hart wie Granit
Sieben hart wie Granit
Duell in den Bergen
Tornedo - Blaue Bohnen mit Speck
Die Hölle wartet schon auf euch

Jahr: I 1975
R, B:
Gianni Crea
K:
Silvio Fraschetti, Angelo Lotti
M:
Stelvio Cipriani
D:
Dino Strano (”Dean Stratford”), Mario Brega, Femi Benussi, Gordon Mitchell

Quelle: VHS (Heeres)

 

Inhalt

Weil sie der andauernden Übergriffe von des bösen Coopers (Gordon Mitchell) Gefolgsleuten überdrüssig ist, hebt Mrs. McNeal ihren gesamten Zaster ab, um ihrem heimatlichen Weiler endgültig Adios zu sagen. Als die von ihrem Bruder Jeff (Dino Strano) zugesagte Eskorte säumig bleibt, macht sich die Gutste allein auf die Socken, um schon wenig später Pennunzen und Leben an eben Cooper zu verlieren.
Bruder Jeff und sein Kumpel Tornado (Mario Brega), der von dicken Bohnen mit Speck träumt und seinen imposanten Ranzen unter zartrosa Strick-Wear verbirgt, werden daraufhin in der Stadt vorstellig: Doch anstatt mit stählerner Faust Rache zu üben, erprobt Jeff erst einmal einen anderen stählernen Körperteil, und zwar mit seiner ehemaligen Knatterbekanntschaft Rosie (Femi Benussi), die jetzt im örtlichen Saloon anschafft. Um doch etwas Schwung in die Sache zu bringen, fackeln Coopers Leute mit einer Ladung Dynamit einen scheddrigen Bretterverschlag in der City ab. Mit eher bescheidenem Erfolg, was den Schwung angeht.
Erst als der neue Sheriff Barry (Maurizio Tocchi), ein auf dem Peace-Trip befindlicher ehemaliger Revolverschwinger, mit Platzverweisen und Versammlungsverboten bei der Cooper-Gang nicht so recht landen kann, entsinnt sich Jeff seiner ursprünglichen Pläne: Während Rosie weiter die Matratze vorwärmt, geht Jeff auf Baggersee-Tour, um dem Cooper doch noch das Handwerk zu legen.

Zitate

Rosie: „Komm her zu mir: Mit dir war es immer besonders schön.“ – Jeff: „Ja, das fand ich auch (Nanü? Was meint er denn hier?). Und wenn das kleine Mädchen nicht aufpasst, mache ich eines Tages vielleicht noch eine anständige Frau aus ihr.“

Bandit: „Ich möchte dir ein Geschäft vorschlagen.“ – Spieler: „Was für ein Geschäft?“ – „Hat was mit Geld zu tun.“ (Aaaah…… ja)

Statist: „Komm, wir geh'n lieber bumsen.“ - Statistin: „Au ja!“ (Die Stelle musste ich mir 2x geben *GRÖHL*)

Die Kritik des Gunslingers:

Schon die allererste Einstellung des Streifens zeigt, wohin der Hase läuft: Während der Vorspann abläuft, ruht die Kamera auf galoppierenden Pferdehufen, die über eine Piste donnern, auf der unübersehbar Spuren von Autoreifen zu sehen sind. Also: Pilsette auf und gemütlich zurück gelehnt.
Und fürwahr: Was jetzt vor unseren staunenden Äuglein abläuft, ist eine richtig gehende Arschbombe vom nicht gerade durch inszenatorische Meriten aufgefallenen Gianni Crea.
Dabei lässt sich die Geschichte erst einmal gar nicht so übel an, um aber bereits nach etwa zehn Minuten heftig in Schieflage zu geraten: Die Jagd der Cooper-Banditen auf die unbewaffnete Lady McLean reizt bereits zum Schmunzeln. Da wird sich angeschlichen und rumgeballert, während die Dame wie ein verängstigtes Hühnchen durchs Bild hopst. Groß auch die überschaubare Statisterie: Immer wieder latschen die Passanten offensichtlich auf Zeichen wie ferngesteuert aus den Bildrändern in die Mitte, leider tapern sie auch andauernd und völlig emotionslos durchs Bild, wenn sich das finale Duell zwischen Coop’ und Jeff anbahnt. Während einer Schießerei erheben sich Leichen aus dem Staub, und im Sheriff-Büro hängt ein Steckbrief an der Wand, auf dem zwar dreimal „Wanted!“ und das Kopfgeld stehen, Konterfei und Namen des Gesuchten allerdings fehlen. Sehr mysteriös. Zudem versucht der Streifen immer wieder, zumeist über den Brega-Charakter, zu den unpassendsten Momenten Comedy-Elemente im Spencer-Hill-Stil einzuflechten: Wenn etwa eine Schießerei mit diversen Leichen auf einmal in eine Spaßkloppe mündet, wirkt das einfach deplatziert.
Über die schauspielerischen Leistungen ein Wort zu verlieren, ist müßig: Dino Strano, Spaghetti-Stammpersonal in der zweiten Reihe, stakst in der Hauptrolle popanzig und speckig durch die Settings, und Mario Brega als Spencer-Lookalike im Strickshirt? Nun ja.
Dazu können wir neben dem konfusen Buch eine ausgesucht lausige Kameraarbeit bewundern: So sind beispielsweise Jeff und Foster (Giuseppe Mattei), die sich am Kiesgrubensee balgen, nur als Punkte wahrzunehmen. Hat Crea extra einen Hubschrauber gechartert, um möglichst weit vom Geschehen weg zu sein? Na ja, der Score von Cipriani geht zumindest in Ordnung: Gitarren, Bläser und Streicher, ergänzt um Flötentriller, Chor, Kirchenglocken und Orgel.
Ich stehe so was ja immer aufgeschlossen gegenüber, zumal auch die deutsche Synchro eine Fundgrube für den Trash-Afficionado darstellt, aber jetzt erwartet ihr natürlich eine Wertung, und die kann nur lauten:

Rating: $

Bodycount:

ca. 29 Gringos, 2 Frauen

Explizite Brutalitäten:

  • Die Coopers vergewaltigen Jeffs Schwester, bevor sie sie umlegen
  • Ein Bandit schießt einem Profi-Spieler in den Rücken, der nicht mit den gewonnenen Penunzen raus will

Liebe:

Jeff frischt seine alte Bekanntschaft mit Rosie wieder auf, und Tornado findet in einer fülligen Mexikanerin endlich jemand, der Bohnen mit Speck kochen kann: 1/10

Splatter:

1/10

 

 

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