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Django tötet leise

Info

OT: 
Bill il Taciturno
AT:
Django, le Taciturne (F)
Django – der lautlose Killer

Jahr: I/F 1967
R:
Massimo Pupillo (“Max Hunter”)
B:
Renato Polselli (“Leonide Preston”), Paul Farjon
K:
Mario Perapetti
M: Berto Pisano
D: Luigi Montefiori (“George Eastman”), Luciano Rossi (“Edwin G. Ross“), Claudio Biava, Spartaco Conversi

Quelle: DVD (Cent)

 

Inhalt

Santa Anna ist eines von unzähligen verkackten Grenznestern an der mexikanischen Grenze, und wie viele andere auch stöhnt es unter dem Banditenjoch.
Da wären einmal der reiche Thompson (Luciano Rossi) und sein Mob, die die Geschicke der Stadt zum Wohlgefallen der eigenen Börse lenken. Draußen haben es sich die mexikanischen Halsabschneider von El Santo (Mimmo Maggio) gemütlich gemacht, die alle Pässe Richtung Mexiko kontrollieren und entsprechend hohe Mautgebühren von den Durchreisenden kassieren.
Eines Tages reitet ein namenloser Fremder (Luigi Montefiori) ein und möchte hier seinen alten Kumpel Slander besuchen, der dem Thompson-Mob als einziger die Stirn bietet. Doch leider blieb Slander El Santo die Straßengebühr schuldig, da Thompson seinen Geldboten eindampfen ließ. El Santo, der nicht gerne Außenstände hat, ließ darob dem Säumigen nebst Familie kräftig, weil final einschenken. Grund genug für den Fremden, sich in Santa Anna einzuquartieren, nachdem er sich durch seine Künste am Colt bei den Thompson-Schlägern ausreichend Respekt verschafft hat.
Im stummen Pedro (Antonio Toma) und dem Oldtimer Miguel (Spartaco Conversi) findet er Unterstützung, um seine Rechnung zu begleichen. Die Gelegenheit dazu kommt, als eine Rutsche Tanzmäuse in die Stadt kommt und eine von Thompson dringend erwartete Waffenlieferung im Schlepptau hat. Mit eben diesen Waffen will sich Thompson endlich von El Santo loskaufen, der für die Schießprügel das Feld räumen will. Doch der Fremde hat schon seinen Stift ausgepackt – für den Strich durch die Rechnung nämlich.

Zitate:

Der Fremde zum Zuckenden (Frederico Boido): „Wo finde ich Sanders? … Such nicht nach der Mami, sag’s mir lieber!“

Waffenhändler: „400 Dollar?? Das ist wohl ein Witz!“ – Der Fremde: „Wenn es um Geld geht, mache ich nie Witze, mein Freund.“

Thompson zu Jack (Claudio Biava): „Ich erkenne, dass er Format hat. Etwas, was du ganz sicher nicht hast, mein Lieber. Für Männer deiner Sorte würde er bestenfalls Mitleid aufbringen. Aber wenn ich ihn einstelle, können wir ihm immer noch ein Ding in den Rücken jagen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Rockt nicht wirklich, dieser atmosphärisch ziemlich missglückte Streifen von Massimo Pupillo, der sich nicht weiter an Filmen diese Genres versucht hat. Die Geschichte besteht aus einer Menge Versatzstücken, die aus anderen Italowestern geläufig sind, kann diesen aber keine eigenen Akzente hinzufügen. Der Film investiert leider erkleckliche Zeit in unwichtige Nebenplots, wie beispielsweise die Waffenhändler-Episode oder die Geschichte um die gefangen gehaltene Linda (Liana Orfei), die weder vernünftig motiviert, geschweige denn vertieft werden. Diese schinden nur Filmzeit auf Kosten des ohnehin wackligen Rhythmus und des kaum vorhandenen Spannungsbogens und tragen dazu bei, dass sich der Nach-dem-roten-Faden-Suchende ziemlich verheddert.
Die Kameraarbeit mit ein paar schönen Einstellungen sowie die schauspielerischen Leistungen sind passabel: Luciano Rossi als dekadente Sau, Frederico Boido gibt einen schönen, nervös zuckenden Kinski-Klon, und auch Claudio Biava als schwarz gekleideter Klischee-Killer ist nett anzusehen. Ganz schwach allerdings ist diesmal die Performance von Luca Montefiori, der nicht mehr zustande bringt als müde zu grimassieren. Das geht besser, Meister! Den Mantel des Schweigens breite man besser auch über die langatmig inszenierten Shoot-Outs.
Der Score ist Dutzendware, bietet aber ein schönes Thema an, wahlweise durch Trompete oder Bluesharp präsentiert und aufgefixt mit einem leisen Chor sowie Gitarren und einigen Streichern.

Rating: $$+

Bodycount:

ca. 40 Gringos, ca. 30 Mexikaner, 1e Frau

Explizite Brutalitäten:

  • Nach einem Kutschüberfall legen Mexicanos lachend Verwundete um
  • Jack (Claudio Biava) und Mitarbeiter pusten zwei Mexe aus, die noch benommen sind von den Fäusten des Fremden
  • Der Fremde kriegt Haue von Waffenhändlern, die ihn um sein Salär prellen: Hiebe statt Moneten
  • Jack und der Waffenhändler wollen vom Fremden via Maulschelle 20 Riesen zurück haben

 

Liebe:

Unmotivierte und müde „Lovestory“ zwischen dem Fremden und Linda: 0/10

Splatter:

1/10

Spezialitäten:

Der Fremde präpariert die Waffenkisten, so dass sie beim Öffnen in die Luft fliegen. Ay, Caramba!

 

 

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