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Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill


Info

OT: 
Brand of Shame

Jahr: USA/D 1967/1970
R: Byron Mabe
B: David F. Friedman, Gene Radford
K: "I.M. Blind" (USA), Andreas Demmer (Alpen-Dreh)
M: William Allen Castleman (Orig.), Walter Baumgartner (deutscher O.S.T.)
D: "Jason Eversteiff/Steve Stunning", Samantha Scott ("Donna Duzzit"), Marsha Jordan, Steve Vincent, David F. Friedman

Quelle: Preview DVD (Ascot Elite)

 

Inhalt

Django Nudo ("Steve Stunning", in der deutschen Fassung "Jason Eversteiff") ist neben seiner Profession als Revolverheld auch Besitzer eines Verlagshauses (?!) im abgelegenen Weiler Porno Hill. Nach einer Geschäftsreise kehrt Django per Postkutsche in sein Heimatkaff zurück, mit an Bord ist auch die junge Lehrerin Lilly Quark (Samantha Scott/"Donna Duzzit"), die von ihrem verstorbenen Daddy eine Goldmine geerbt hat. Django, Schürzenjäger aus Passion, ist die Mine eigentlich völlig wurscht und sehnt sich eher nach ein paar Kuschelstunden mit der feschen Lilly, kommt aber vorerst nicht zum Stich. In Porno Hill angekommen nistet sich die holde Maid ins einzige Hotel der Stadt ein - ins örtliche Stundenhotel. Dort schnappt die lesbische Puffmutti (Marsha Jordan) die Story mit der Mine auf und schmiedet mit dem Fiesling Hacker (Steve Vincent) und seinen beiden Strauchdieben Güldenstein und Rosenkohl ein Komplott, um an die Besitzrechte zu kommen. Während Django von einer Bordsteinschwalbe abgelenkt wird, entführen die drei Böselwichte die hilflose Lilly. Doch unser smarter Revolverheld riecht rechtzeitig den Braten und eilt zur Rettung...

Zitate

(Anmerkung: Den Streifen habe ich im Rahmen einer Preview in der Berliner Z-Bar gesehen, die Zitate sind aus dem Gedächtnis klamüsert)

„Django, sieh nur, diese schöne Landschaft“ - „Ja Lilly, Steine und Gras... Steine und Gras.“
(Django hat ein romantisches Fleckchen ausgesucht)

„Ach, was rege ich mich auf, in der Fassung kriegen wir den Film sowieso nie durch die FSK.“ (och, nu über 40 Jahre später hat er 'ne sanfte FSK16 und war schon damals eher "jugenderheiternd" denn -gefährdend)

„Du geile Milchkuh!“ (Das musste Marsha Jordan auch mal gesagt werden - ging überraschend durch die Zensur)

„Achtung Django, hinter dir! Ein Kaktus!“ (Die Warnung war angesichts des IQ von Django nicht ganz unberechtigt)

"Salatöl? Nein, Rizinus." (Im Massagesalon gibt's Spezialmittelchen zur Entspannung)

Die Kritik des Sargnagels:

Was passieren kann, wenn ein Produzent wie Erwin C. Dietrich bei der Synchro etwas mehr an „Pepp“ fordert und das Ausgangsmaterial ein amerikanischer Soft-Porner im Western-Gewande ist, darf man sich bei „Django Nudo...“ gönnen.
Die ursprüngliche US-Produktion „Brand of Shame“ - Exploitation-Legende David F. Friedman (bekannt durch die Mitwirkung an einigen Herschell Gordon Lewis-Klassikern) schrieb, produzierte und begleitete auch eine kleine Nebenrolle - hatte Dietrich Ende der 60er günstig für die deutschen Bahnhofkinos eingesackt. Er fand den Streifen aber sogar für hiesige Verhältnisse noch zu lasch und ließ deswegen auf die Schnelle auf einer Alm irgendwo in den Alpen noch ein paar zusätzliche, inhaltlich völlig unbedeutende Nacktszenen mit einem gewissen „Bumso“ und seiner Gespielin nachdrehen. Dazu gab's dann eben auch die berüchtigte Synchronisation der Berliner Synchron, für die Andreas Mannkopff und Edith Hancke die Hauptrollen sprachen. Laut Mannkopff wurde damals Einiges an der Produktion frei Schnauze dargeboten; an das Buch hielt man sich nur, um der Handlung zu folgen.

Was es da auf die Ohren gibt, macht aus der Vollgurke ein einzigartiges Inferno. Selbst ausgemachte Sprachscharmützel wie z.B. in „Dicke Luft in Sacramento“ müssen da ehrfürchtig hintan stehen. Hier erhebt sich die Synchro über den eigentlichen Film; an Stellen, in denen die Originaldarsteller nur vor sich hinfaseln, verlässt z.B. der Sprecher Andreas Mannkopff einfach den Text und fasst schnell den Dialog mit ein paar Deftigkeiten zusammen. Und schon das Intro warnt in einer Zuschaueransprache vor jeder Menge Zensur. Mehrfach werden Begriffe ausgepiept, und es scheint, der Dialog wurde teilweise sogar auf die zu erwartenden Zensur-Pieper abgestimmt – wenn sie nicht schon selbst gleich eingebaut wurden. Die obligatorischen Softsex-Szenen wurden auf's Übelste zusammengestöhnt und -geschmatzt, vor allem Edith Hancke krächzt dabei wie eine altersmüde Henne - das juckt definitiv am Zwerchfell, aber sicher nicht in der Hose.
Ansonsten ist der Streifen der größte Müll, das wussten offenbar auch viele der Beteiligten. An der Kamera wird z.B. ein gewisser „I.M. Blind“ gelistet, als Produktions-Assi fungierte der Herr "Justin Tyme" ;-)
Die Schauspieler sind durch die Bank talentfrei (mit Marsha Jordan gibt sich eine amerikanische Softcore-Legende der 60er die Ehre) und die Handlung ist im Gegensatz zu den Dekolletées der Darstellerinen völlig flach. Szenischer Höhepunkt ist die Entführung der Lilly, bei der Güldenstein und Rosenkohl der Flüchtenden hinterherstaksen, als hätten sie die Buchsen voll.
Bei den Knatterszenen bleiben bei den Männeken immer schön die Beinkleider an (Ausnahme: der Alpen-Bumso) - wohl eine Maßnahme, um bei der MPAA noch ein "Rated R" zu ergattern. Überhaupt sieht man von den Kopulierenden vor allem Arme, Beine und Rücken und in seltenen Fällen mal ein Brüstchen; wenn's dann etwas freizügiger wird, kommt eine "Rotblende", hmpf.
Fazit: Erotik bis zum Abzess. Zwerchfellreizend und bauchmuskelzerrend. Nicht nur für Nudisten!

Rating: $ (Trash: $$$$$)

Bodycount:

Mal unter anderen Gesichtspunkten gesehen: ziemlich hoch. Unter den üblichen: läppische 3 Gringos

Explizite Brutalitäten:

  • Hacker verwemst die an einen Baum gefesselte Lilly mit einer Bullenpeitsche

Liebe:

Django und Lilly finden natürlich am Ende ihr Glück zwischen Steinen und Gras: 6/10

 

 

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