Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Colt für 100 Särge, Ein

Info

OT: 
Una Pistola per cento Bare
AT:
El Sabor del Odio (SP)

Jahr: I/SP 1968
R:
Umberto Lenzi
B:
Vittorio Salerno, Marco Leto
K: Alejandro Ulloa
M: Angelo Francesco Lavagnino
D: Karl Hirenbach (“Peter Lee Lawrence”), John Ireland, Piero Lulli, Julio Pena, Franco Pesce

Quelle: VHS (VMP)

 

Inhalt

Jim Slade (Karl Hirenbach) ist Freimaurer und daher Gewalt und Whisky abgetan. Unglücklicherweise ist gerade Bürgerkrieg und Jimbo Soldat der Konföderierten-Armee, die ihn wegen Feigheit zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.
Doch auch der schönste Krieg ist mal vorbei, und Slade wird begnadigt. Zuhause findet er Heim und Herd verwüstet, die Eltern gemeuchelt vor, nachdem angeblich vier Banditen der Ranch einen Besuch abgestattet haben. Der Gedanke an Rache ist stärker als die religiösen Hemmungen, und Jim lässt sich vom Lämmchen zum Gunman umschulen.
Rasch sind drei Viertel der Racheliste abgearbeitet, doch der vierte Mann, Corbett (Piero Lulli), ist wie vom Erdboden verschluckt. Der Zufall kommt zu Hilfe, als Jim gerade im Weiler Galveston weilt und eben dieser von einer Gangsterbande überfallen wird unter Führung von – erraten – Corbett. Der ist scharf auf 200.000 Dollars, die im Safe der Bank schlummern sollen, dies aber nicht tun, da sich der Transport verspätet hat. Slade lässt sich vom Bürgermeister (Julio Pena) als Ersatz für den zwischenzeitlich an Bleivergiftung verblichenen Sheriff anheuern. Zusammen mit dem rätselhaften Wanderprediger Douglas (John Ireland) will er den Gangstern, die vor der Stadt auf den Zaster lauern, die Stirn bieten und Corbett endlich tieferlegen. Doch die Dinge sind nicht so, wie sie erscheinen: alte chinesische Weisheit oder so.

Zitate:

„Los, nimm die Spitzhacke, und heb ein Grab aus!“ – „Was hast du vor?“ – „Ich will dich wie einen Christen begraben.“ (Dialog zwischen Slade und Logan (Giovanni Petrucci))

„Der kann keinen mehr fahren lassen.“ (Totengräber Ben (Franco Pesce) angesichts eines von Slade umgenieteten Mexikaners)

„Dein idiotischer Bruder hat sich umlegen lassen. Hab’ ja gleich gesagt, dass er ein Arschloch ist.“ (Corbett kommentiert den toten Mex von oben auf seine Art)

Die Kritik des Gunslingers:

Zweiter Western von Umberto Lenzi, der nach dem guten "Zwei Aasgeier" diesmal Mühe hat, seine Linie zu finden. Der erste Teil plätschert so diffus dahin wie der morgendliche Mittelstrahl, bis Lenzi zur Erbauung des Gunslingers eine Rutsche Irrer aus dem Knast ausbüxen lässt: Hier feiern des Meister Faibles für Zombies und allerlei wüsten Schabernack erste fröhliche Urständ. Wenn etwa der total durchgeknallte Eduardo Fajardo mit seinem Hackebeil Tabula rasa macht oder die Irren in Anstaltskluft durch das nächtliche Galveston wanken, ist das ganz groß.
Das Gaspedal wird zum Ende hin mit einer Vielzahl von Story-Kapriolen weiter durchgetreten, denn die Figuren spielen nicht nur doppeltes, sondern zumeist dreifaches Spiel. Lulli, Fajardo und Ireland sind als Darsteller zudem eine sichere Bank; Hirenbach nimmt man dagegen die Wandlung vom religionsbefeuerten Abstinenzler zum kaltschnäuzigen Killer nur schwer ab. Der Score ist unauffällig, bietet aber ein schönes Mundharmonikathema, unterstützt durch ein samtiges Vibraphon.

Rating: $$$+

Bodycount:

ca. 35 Gringos, 2 Mexikaner

Explizite Brutalitäten:

  • Jim tütet Jeff Logan, einen Mörder seiner Eltern, kaltblütig ein, nachdem er ihn sein Grab hat schaufeln lassen
  • Corbetts Leute verpassen Jim eine gediegene Tracht Prügel

Liebe:

Schüchternes Anhimmeln Jimbos durch Sängerin Marjorie (Gloria Osuna): klare 0/10

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien